Beiträge von souma

    Hinzu kommt, dass ein Auslandssemester ja kein Urlaub ist. Eher das Gegenteil, denn man muss sich in die örtlichen Gepflogenheiten einfinden, die Sprache lernen usw. Während man hierzulande schnell raus hat, wie man sein Semester um den Hund "strickt", kommen da 'zig neue Anforderungen auf einen zu, das Semester besteht wirklich aus den x SWS plus den Sprachlernkursen plus den Dingen, die da einfach von einen erwartet werden, und überhaupt, wo ist eigentlich der nächste Supermarkt???!!! :lol:

    Also tausend Dinge, mit denen man nicht gerechnet hat, wenn man nicht schon mal in dem Land beschäftigt war.

    Zitat

    "Wegtrainieren" wird da dann wohl auch nicht unbedingt möglich sein...

    Wegtrainieren ist auf jeden Fall angesagt! Aber halt nicht beim Hund, sondern bei Eurem Verhalten. :D

    Wenn Laika gestresst ist, dann wird sie erst recht ignoriert, und der Spiegel, den sie Euch durch ihr Verhalten vorhält, genauesten beleuchtet, angeschaut, untersucht, analysiert und die Stresssituation, die in Eurem Zusammenleben irgendwo da ist und ihre Übersprungshandlungen auslöst, vielleicht erkannt, auch wenn sie für Euch völlig irrelevant und selbstverständlich zum Alltag gehört.

    Auf jeden Fall finde ich es klasse, dass Du Dir Gedanken um Laika machst. Aber noch schöner wäre, wenn Dir der Hund nicht Leid tuen würde (denn das ist ein undefinierbare emotionale Äußerung für Laika), sondern Du die erklärte Absicht hättest, dass sie am WE ganz entspannt bei Euch sein kann und darauf hin arbeitest. ;)

    Zitat

    England

    hat gar keine Quarantäne mehr, sondern der Hund muss rechtzeitig einen Titertest mittels Blutabnahme "bestehen". Das ist auch nicht so ohne, da man gewisse Fristen einhalten muss und nicht jeder Hund gleich den Test besteht.

    In den südlichen Ländern muss man die Mittelmeerkrankheiten berücksichtigen und seinen Hund gut davor schützen.

    Hinzu kommt, dass es durchaus schwer werden könnte, überhaupt eine bezahlbare Wohnung und dann auch noch mit Hund im Ausland zu finden, wo der Hund genauso seinen Auslauf haben kann und keine Gesetze ihn einschränken. Meine Erfahrung ist, dass wir hier in D richtig günstig und hundefreundlich wohnen können. :D Aber es kommt natürlich darauf an, wo genau Dich Dein Auslandssemester hinführt.

    Ich bin beruflich für einige Monate in Rom gelandet. Meine Souma war zu alt, um die Hitze, die da im Sommer herrscht, durchzustehen (damit hatte selbst ich zu kämpfen ;)). Und ich war froh, dass eine hundeerfahrene Freundin sich riesig darüber gefreut hat, meine Souma für die Monate zu betreuen.

    Meine junge Zazie würde ich zwar durchaus überall mit hin nehmen, aber auch nur, weil ich es mir mittlerweile finanziell leisten kann, sie alle möglichen Einreisetest bestanden hat, und von Anfang an auf eine Flugbox und überhaupt alle örtilichen Begebenheiten trainiert wurde, denn mein Beruf bedingt eine gewisse Mobilität.

    Zitat

    ab welchem alter haben eure Welpen angefangen das Bällchen wieder zu bringen?

    Ich habe eine Parson Russel Hündin

    Ich würde nie und nimmer niemals einen Terrier auf einen Ball konditionieren wollen. :D

    Denn das Ende vom Lied ist meist, dass der Hund nur noch wie ein Junkie auf seinen Ball starrt (siehe diverse Threads hier im Forum) und seine Umwelt überhaupt nicht mehr wahrnimmt.

    Da gibt es geeignetere Spielchen für den Hund.

    Zitat

    wieviele menschen kenne ich mit aussis oder labis, die keinen festen hundesport als hobby machen...

    Du hast den den Nagel auf den Kopf getroffen: Aussie ODER Labrador. :D

    Du hast aber beides, beides junge Hündinnen, und um denen gerecht zu werden, da gehört schon einiges Engagement dazu.

    Somit musst tagtäglich einzeln mit ihnen den Grundgehorsam trainieren und sie, wie schon gesagt, artgerecht auslasten.

    Zitat

    macht sie vor lauter Freude Pipi.

    Erst einmal ist es wichtig, dass Du verstehst, warum sie das macht. Denn das ist kein Freudenpipi, sondern ein Stresspipi, womit sie zeigt, wie unerträglich für sie die Situation war, alleine zu bleiben, und wie angespannt sie ist, wenn Du wiederkommst.

    Bei vielen Hunden "verwächst" es sich, weil sie, je älter sie werden, die üblichen Komm- und Geh-Rituale verinnerlicht haben, souveräner und selbstständiger/sicherer durch die Erziehung geworden sind und begriffen haben, dass sie sich auf ihr Frauchen verlassen können, was alles für sie meistert.

    Mit 6 Monaten ist es bei Deiner aber schon ein wenig bedenklich. Wo hast Du sie denn her, was hat sie da erlebt und seit wann lebt sie bei Dir? Hast Du alle gesundheitlichen Faktoren wie Blasenentzündung usw. schon ausgeschlossen? Wie hast Du ihr das Alleinesein beigebracht? Verabschiedest Du Dich von Ihr und begrüßt Du sie?

    Nehmen wir mal Krankheiten aus, dann ist eine sehr enge Bindung nicht unbedingt förderlich, denn Deine Hündin scheint dadurch sehr gestresst zu sein, weil sie nicht weiß, wie sie Dein Verhalten einzuordenen hat. Eine zurückhaltende, wohlwollende Ignoranz Deinerseits würde Euch da vielleicht weiter helfen.

    Zitat

    Aussi-Hündin 10 Monate, und eine Labrador-Hündin 1 Jahr+10Monate.

    Dem schließe ich mich an: klingt schwer nach unglaublicher Langeweile. :D

    Denn beide Hündinnen sind in ihrer Blütezeit und voller Power. Aber leider vom ihrem Wesen her so unterschiedlich wie nur was. Wie kann man diesen Hündinnen überhaupt gerecht werden? Durch geeigneten Hundesport? Wahrscheinlich ja. :p

    Aber auf jeden Fall müssen sie beide auch getrennt richtig im Alltag durch ein auf sie zugeschnittenes Trainging ausgelastet werden. Das ist natürlich anstrengend, weil man doppelt so viel Zeit braucht und nicht mal eben beide Hunde rennen lassen kann. ;)

    Zitat


    Bei 9 von 10 Zusammentreffen wird die Katze ignoriert, beim 10ten Zusammentreffen explodiert Laika.

    Wie Lucy_Lou schon geschrieben hat, klingt das nach einem sehr stressanfälligen Hund.

    Daher würde ich in dieser 10. Situation nicht danach suchen, welcher Auslöser bei den Tieren untereinander die Ursache war, sondern auf die Menschen schauen: Wie wurde Laika den Tag von ihnen ausgelastet? Gibt es gerade Stress/Streit im Familien-Zusammenleben? Ist das Zusammentreffen zwischen der Lebensgefährtin Deines Vaters und Dir immer richtig entspannt gewesen? usw.

    Ein Hund, der aus schlechten Verhältnissen kommt, ist unglaublich feinfühlig für zwischenmenschliche Beziehungen. Auch wenn wir Unstimmigkeiten/Probleme nicht als so dramatisch sehen, weil sie zum Leben dazu gehören, man sich nicht immer zurücknehmen muss und sie auch angesprochen und geklärt werden, können für ihn diese "Schwingungen" das absolute Drama sein.

    Denn er hat vielleicht nicht viel gelernt, aber bestimmt, dass wenn was "in der Luft hängt", dann gibt es gleich ein riesen Donnerwetter, obwohl er überhaupt nix dazu kann. Und diesen indirekten Stress, den das bei ihn verursacht, reagiert er vielleicht mit dieser Übersprungshandlung auf die Katzen ab.

    Zitat

    Ich meine damit so etwas wie eine Hunderampe nur halt aus Holz und dann so Tritte mit Vierkanthölzchen (schwierig zu erklären).

    Vielen Dank für Deine Erklärung, jetzt habe ich verstanden, was Du meinst.

    Ich denke, dass so eine Rampe noch gelenkschädigender ist, denn im Gegensatz zu einer herkömmlichen Treppe, muss der Hund von oben bis unten in der ungesunden Schräglage gehen. Auf einer Treppe kann er sich zwischendurch ausruhen bzw. in seinem Tempo von Stufe zu Stufe hoppeln.

    Wie ich Dir ja schon geschrieben habe, habe ich auch versucht, meine an Gitterroste zu gewöhnen, was aber auf Dauer nicht geklappt hat. Kannste ja mal selber antesten, wie unangenehm das ist, in dem Du mit nackten Knien auf allen Vieren die Treppe erklimmst. :lol:

    Daher finde ich es klasse, dass Ihr Euch nun für Gummimatten entschieden habt, die auch das Verletzungsrisiko deutlich minimieren. Denn eine abgerissene Kralle ist der Worst Case für jeden HH, da da sehr viel Blut fließt und man sehr schnell reagieren muss, um zu retten, was zu retten ist.