Beiträge von WhipIt

    Ich würde gerne einmal völlig wertfrei fragen, was die Motivation ist, sich einen solch "schwierigen" Hund ins Haus zu holen?

    Man liest ja doch eher überall "Warnungen", gerade von Haltern. Man liest auch heraus, dass viele Halter sich die wolfstypischen Eigenarten, die sich negativ auf den Alltag auswirken, lieber ersparen würden.
    Was bewegt einen also dazu, wenn man immer wieder auf die diversen Schwierigkeiten und Komplikationen in der Haltung hingewiesen wird, sich dennoch einen WH anzuschaffen?

    Ist es eine Art "Trotzreaktion" nach dem Motto: "Und wenn die noch so viel warnen, ICH schaffe das", oder ist es die Faszination für Wölfe und die Hoffnung, eine domestizierte Version davon im Haus zu halten? Oder was ganz anderes?

    Zitat


    Mich nervt einfach, dass Besitzer immer wieder betonen wie besonders und anders ihr Hund ist und offen gesagt geht mir auch dieses ständige Wolfsgelaber ziemlich auf die Nuss. Auf der anderen Seite wird diesen "Überfliegern" unter den Hunden aber einfach nichts abverlangt und jede noch so nervige Unart wird mit dem Wolfserbe begründet. Es wird immer wieder betont, dass dies und jenes nunmal so ist, weil halt zur Hälfte Wolf drinsteckt. Das auch zur Hälfte Schäferhund drinsteckt, will dann aber irgendwie niemand hören.


    Ich finde diese Einstellung SO erfrischend! :gut:

    Das ist in abgeschwächtem Maße nämlich auch bei den Windhundleuten so, diese "rassespezifischen Extrawürste", die gar keine sein müssten.

    Heute erzählt mir ein HH, den ich beim Gassi im Park getroffen habe, folgendes:

    Er hat seinen Hund (Altdeutscher Hütehund, 6 Monate alt) seit einer Woche aus dem Tierheim. Dieser ist gezüchtet von einem Schäfer (also aus Arbeitslinien!!) und als Welpe an ein Rentnerehepaar abgegeben. Die haben den Welpen nie erzogen, so dass er "aggressiv" wurde und Ressourcen verteidigt hat. Um ihn ruhiger zu machen, haben diese Leute ihm also erst einen Hormonchip verpassen lassen, als das dann nicht gewirkt hat (äh, hallooo? Das ist ein BABY!) haben sie ihn kastrieren lassen. Als das auch nichts brachte, haben sie ihn im Tierheim abgegeben. Das alles mit SECHS Monaten. Ich könnt so brechen!

    Obwohl ich die Art und Weise der Fragestellung gewöhnungsbedürftig finde und auch meine, da zwischen den Zeilen was anderes herauszulesen, möchte ich meinen Senf trotzdem dazu geben :D

    Ich glaube tatsächlich, dass mittlerweile bereits eine 08/15-Otto-Normalverbraucher-Hundehaltung zu "verkopft" ist.
    Damit meine ich, dass "früher" (in der guten alten Zeit auf dem Dorf, ihr wisst schon) die Familienhunde einfach so mitliefen. Also jene, die nie eine besondere Form der Erziehung / Hundeschule genossen haben, aber z. B. in bester Lassie-Manier unangeleint vor der Schule auf das Kind oder vor dem Supermarkt aufs Frauchen wartend, alleine die Sonntagszeitung vom Kiosk holend einfach die treue Seele vor dem Herrn waren.
    Sowas geht heutzutage eher seltener, was aber auch an den geänderten Lebensbedingungen (Großstadt, Medienpräsenz, geringere Toleranzschwelle der Nicht-Hundehalter oder anderer Hundehalter etc.) geschuldet ist.

    Es mag auch sein, dass einige der Problemhunde tatsächlich "hausgemacht" sind. Gleichzeitig glaube ich nicht, dass das auf das Gros hier zutrifft und finde es i. d. R. bemerkenswert, dass sich die meisten HH hier die Mühe machen, Zeit , Geld und Geduld aufbringen um mit teilweise recht "verkorksten" Hunden zu arbeiten.
    Was nämlich, wenn diese Hunde an solche "ich hab das alles nicht nötig und Hundeschule ist nur eine Beschäftigungstherapie für Leute, die sonst nichts zutun haben"-Menschen geraten würden? Dann säßen sicherlich nicht viele im Tierheim!

    Ausserdem finde ich persönlich, wie viele viele andere hier, die Beschäftigung mit dem Hund einfach bereichernd, beruhigend und schön.

    Alternativ könntest Du auch antworten:

    "Oh, unerzogen? Meinst Du echt? Okay, gut zu wissen, dann bring ich ihn Morgen ins Tierheim, sowas geht ja gar nicht!"

    Und ansonsten kann ich es schon verstehen, dass einem solche Kommentare nahe gehen. Lass Dich auch von mir mal drücken, ich fand den Millo auf der Ausstellung auch alles andere als unerzogen!

    Zitat

    ahh mit "Knoten" hätt ich auch nix anfangen können. Die Schwellkörper sind normalerweise nicht dauerhaft zu sehen, bei meinem jetzt mittlerweile eigentlich nie mehr. Als er jünger war, waren die durchaus öfter zu bewundern- gerne während oder nach dem Schlafen. ;) Das ist aber normal. :)


    Seufz ... wieso denke ich jetzt an die "All-Mo-Pra-La"? :D

    Also ist es jedenfalls nicht "beunruhigend", dass der Schwellkörper auch mal sichtbar ist. Gut! :gut:

    Das ist der Schwellkörper an der Peniswurzel, der beim Deckakt anschwillt und das "Verknoten" mit oder auch "Hängen" in der Hündin ermöglicht. Mutter Naturs Weg sicherzustellen, dass sich Rüde und HÜndin nach der Ejakulation nicht frühzeitig trennen und somit die Spermien drinnen bleiben :)