Beiträge von Regula

    In einem anderen Forum wird gerade ueber folgenden Artikel diskutiert:

    http://www.derwesten.de/staedte/nachri…-id8252020.html

    Ganz ehrlich, mir gehen diese staendigen Regeln und Verbote total auf die Nerven, aber irgendwie kann ich den Unmut des HH auch verstehen. An immer mehr Orten ist Leinenpflicht, immer mehr wird von Hundehaltern erwartet, dass sie Ruecksicht nehmen auf Leute, die Angst / Allergien / sonstige Befindlichkeiten haben, es wird immer mehr Ruecksicht von HH gefordert, und totale Nicht-Ereignisse (Hund rennt Kind um, das kriegt Angst, hat aber nichts weiter als einen Kratzer) werden total hochgespielt.
    Ich habe eigentlich kein Problem damit, wenn jemand sein kleines Kind im Kinderwagen oder sonstwie unter Aufsicht mitnimmt. Ich will niemanden ausschliessen. Aber mit "unter Aufsicht" meine ich, dass das Kind direkt beim Erwachsenen ist - nicht auf einer Decke, nicht 10m weiter am Spielen. Ich muss ja schliesslich auch als Erwachsener eine Hundewiese betreten koennen, ohne damit zu rechnen, dass mich ein Hund beisst. Das sollte auch fuer nicht-provozierende, nicht-rennende, nicht-schreiende Kinder gelten.
    ABER: ich finde, wenn Hunde schon auf einen so kleinen eingezaeunten Bereich reduziert werden, dann haben dort Hunde auch Vorrang. Es ist eine Hundewiese und kein Spielplatz.

    Am Ende finde ich es nur schade, dass es anscheinend immer mehr noetig zu sein scheint, Hunde und Kinder zu trennen. Eigentlich koennten beide Seiten doch nur von einem Zusammenleben statt einer Ko-existenz profitieren.

    Auf dem letzten der geposteten Bilder sieht sie wirklich nach Dobermann-Mix aus, den Weimaraner sehe ich jetzt nicht so. Das Dilute-Gen gibt's bei vielen Rassen, u.a. auch beim Dobermann, die Farbe muss also nicht vom Weimaraner kommen.
    Ich finde auch, die Farbe sieht eher nach "charcoal" aus als nach "silver" (wenn man die Bezeichnungen vom Labrador verwenden will). Charcoal = schwarz + dilute; silver = braun (schokofarben) + dilute (und champagne = gelb + dilute).

    Zitat

    Woran habt ihr als erstes erkannt, dass der Hund Probleme zeigt? Klar durchs Humpeln, aber wie sind die Hunde gehumpelt? Kyra hat ja auch Probleme mit dem Kreuzband und sie versteift ihr Bein beim Rennen regelrecht. :???:

    Nova kam zu uns mit einem alten Kreuzbandriss (hinten links). Das andere hat sie dann in Folge der Ueberbelastung gerissen, ca vier Monate nachdem sie zu uns kam.
    Als wir sie uebernommen haben war sie nicht offensichtlich lahm, aber sie ist kaum getrabt. Wenn sie gerannt ist, dann wie eine gesengte Sau, und hat beide Hinterbeine gleichzeitig aufgesetzt. Nach dem Rennen hat sie das linke Hinterbein entlastet. Beim anderen - frisch gerissenen - Kreuzband war es ganz klassisch. Sie ist rumgerannt, aufgejault, und hat dann ploetzlich stark entlastet.

    Ja, das mit dem Versteifen war bei uns auch so. Sie lief in Folge richtig staksig. Sie hat auch mehr Gewicht auf die Vorderbeine verlagert, sie hat in den Schultern Muskeln aufgebaut und hinten abgebaut. Es sah (auch nach der OP) teilweise so aus als wenn sie fast im Handstand laeuft und hinten nur zum Stabilisieren und Steuern benutzt.

    Von "Liebe auf den ersten Blick" mit Kuscheln und staendig aneinander kleben kann man bei uns nicht sprechen, aber gut verstehen tun sich die beiden schon.

    Max ist jetzt 5.5 Jahre alt (im Herbst 2010 uebernommen) und Nova 2.5. Wir haben sie jetzt seit einem Jahr, also war sie anderthalb, als wir sie uebernommen haben. Ich wollte keinen Welpen / Junghund, sondern eigentlich einen so zwischen zwei und sieben, der schon aus der groebsten Pubertaet raus ist. In erster Linie weil das so eine Sache ist mit der Vertraeglichkeit bei Bull & Terrier Rassen... das kann mit einem Welpen gutgehen, muss aber nicht, trotz Sozialisierung und allem Pipapo. Da muss ich dazu sagen, dass mein vorheriger Hund (kein Bull&Terrier) absolut unvertraeglich war, und obwohl ich ihn sehr sehr gern hatte wollte ich das ungern widerholen.
    Nova war also altersmaessig an der absoluten Untergrenze - ein, zwei Jahre aelter waere mir lieber gewesen.
    Ich wollte lieber eine Huendin, weil ich lieber ein Paar wollte, und auch, weil meine bisherigen Hunde Rueden waren und ich einfach mal ein Maedchen wollte. Ich haette aber auch einen kompatiblen Rueden genommen, wenn es sich so ergeben haette.
    Bei der Rasse gab es keine Kompromisse :). Das war aber auch nicht so schwer, weil das hier in den Tierheimen wirklich mit Abstand die haeufigste Rasse ist, und die, die am laengsten sitzen und sich am schwersten vermitteln lassen.
    Beide sind kastriert. Hier bekommt man aus dem (serioesen) Tierschutz keine unkastrierten Hunde.

    Es dauerte etwa drei Monate, bis die beiden richtig entspannt miteinander umgingen. Anfang hat sich Nova stark an Max orientiert, wollte aber gleichzeitig ihre Rechte abstecken. Max zieht sich in solchen Situationen eher zurueck. Als die beiden langsam anfingen miteinander zu spielen wurde es ab und zu mal einem der Beiden zu heftig und das Spiel wurde mit Knurren abgebrochen, aber mittlerweile wissen sie, wie weit sie gehen koennen und spielen beide mit vollem Koerpereinsatz :).
    Streit gibt's eigentlich fast nie. Jeder hat seine Aufgabenbereiche - Max passt auf, wer so an der Strasse langgeht, traegt Spielzeug herum, und ist fuer alles Essbare zustaendig. Nova kontrolliert den Zaun im Garten, begruesst als erste Besucher, und hat die erste Wahl beim Liegeplatz.
    Aus einem Napf fressen waere bei uns undenkbar. Max teilt sonst alles, aber beim Futter hoert der Spass auf. Miteinander kuscheln tun sie auch nicht wirklich, meistens schlafen sie zwar im selben Raum, aber auf getrennten Liegeflaechen.

    Beide verstehen sich gut mit anderen Hunden, aber bei Hundebegegnungen ist Max eher zurueckhaltend und Nova eher forsch. Es kann es fuer andere Hunde - grade fuer etwas schuechterne - etwas viel werden, wenn beide auf einmal ankommen. Drum nehme ich erst mal Nova an die Leine und lasse Max alleine den anderen Hund begruessen. So kann ich den anderen Hund besser einschaetzen, und Nova uebt in der Zeit ein bisschen Impulskontrolle, tut ihr auch nicht schlecht :). Wenn der andere Hund offen ist, dann darf auch Nova mal schnueffeln (ohne Leine). Wenn er/sie eher schuechtern ist, oder der Besitzer Vorurteile hat, dann gehen wir einfach weiter.
    Draussen macht oft jeder sein eigenes Ding. Wenn es allerdings hart auf hart kommt, dann stehen die Beiden fuereinander ein. Wenn ein anderer Hund versucht, Max unterzubuttern, dann gibt's von Nova einen auf den Deckel. Und als Nova so krank war und nicht recht konnte hat Max ihr andere Hunde von Leib gehalten.

    Wir ueben auch ganz bewusst, dass mal einer allein zu Hause bleibt. Momentan ist das meistens Nova, weil sie einfach gesundheitlich noch nicht richtig fit ist fuer alles. Aber so gibt's kein grosses Theater, wenn einer mal z.B. in die Klinik muss...

    Insgesamt ist es sehr entspannt, und ich denke beide profitieren von der Anwesenheit des anderen. Ich wollte jedenfalls keinen der beiden mehr missen.

    Zitat

    Danke auch Regula.
    Ich hab mich halt gefragt, wenn man eh zufüttern muss, ob man dann nicht die ganze Koppel ein bisschen kleiner macht (vllt die Hälfte) und den Rest verpachtet. So eine große Koppel macht doch auch einen Haufen Arbeit, oder?

    Unsere Weide ist einmal in der Haelfte geteilt. Meistens haben die Pferde die ganze Flaeche, aber zum Anweiden im Fruehjahr oder damit das Gras sich erholen kann (z.B. wenn es sehr trocken ist) sind sie manchmal nur auf einer Haelfte. Mit dem Absammeln wechseln wir uns ab, es sind 5 Besitzer und 6 Pferde, so muss jeder nur einmal die Woche sammeln. Viele Leute hier lassen das auf sehr grossen Weiden auch einfach liegen.
    Fuer Zaeune flicken und so ist der Besitzer des Grundstuecks zustaendig.

    Zitat

    Danke schon mal für die Antworten :smile:
    Vielleicht mag nochmal jemand auf den Link klicken. Der Acker mit dem roten Stern wäre unserer. Denkt ihr, das ist zu weit außerhalb? Würdet ihr dort eure Pferde guten Gewissens dauerhaft stehen lassen?

    http://s14.directupload.net/file/d/3328/cpwqsezj_pdf.htm

    Geplant sind mal max. 3-4 Pferde - am Anfang wohl eher 2.
    Die Fläche ist ca 250 auf 120m. Denkt ihr, das wäre eine sinnvolle Größe?


    Wenn ich richtig rechne sind das 3 Hektar.
    Mein Pferd steht momentan mit fuenf anderen auf 7.3 Hektar. Auf etwa einem Drittel davon stehen Baeume oder Straeucher.
    Das ist schoen viel Platz fuer die Jungs (alles Wallache), aber das Gras reicht trotzdem nicht ganz aus und wir fuettern Heu zu. Im Sommer weniger (ca. 5kg / Pferd / Tag), im Winter mehr (ca 10-12kg / Pferd / Tag). Wenn's ganz kalt wird (unter -25) bekommen sie Heu zur freien Verfuegung.

    So absolut willkuerlich ist nicht mehr. Grade hat das Bayr. Verwaltungsgericht geurteilt, dass 2000 Euro Steuer fuer Kampfhunde zuviel sind. Das war eine Gemeinde im Lkr Garmisch, die gerne die Rottweiler aus dem Stadtbild verbannt haette...

    Bei uns sind die Zustaende geradezu paradiesisch. $30 pro Hund (unkastriert ein bisschen mehr), dafuer gibt's noch ein paar Gutscheine fuer Tierlaefen und die Stadt unterhaelt eine Auffang- / Vermittlungsstelle fuer Fundhunde. Kackbeutel gibt's hier und da mal, aber nur sehr vereinzelt.