So ein Quatsch. Parvovirus wird in den meisten Faellen NICHT lebenslang ausgeschieden, sondern nur ein paar Wochen nachdem die klinischen Symptome weg sind. Es wurde von mehreren Seiten vermutet, dass es Dauerausscheider geben koennte, eine handfeste Studie, die das beweist habe ich allerdings auch noch nie gesehen. Die Diagnostik wird dadurch erschwert, dass die Impfung eine modifizierte Lebendvakzine ist und deshalb auch Impfvirus ausgeschieden wird. Die von Dir zitierten Zeilen sagen gar nichts aus, weil 1) sind das ja Hunde mit klin. Symptomen (also keine symptomlosen "Dauerausscheider"), und 2) wird keine Unterscheidung zwischen Impf- und Feldvirus gemacht. Vielleicht erst informieren, dann Klappe aufmachen... ![]()
Was stimmt ist, dass Parvovirus in der UMGEBUNG monate- bis jahrelang infektioes bleiben kann. Parvo ist ein kleines, unbehuelltes DNA Virus und deshalb sehr stabil und schwer wegzudesinfizieren.
Deshalb ist es so kritisch, wenn ein Zuechter, der bereits Parvo im Bestand hatte, ungeschuetzte Welpen hat.
Die Parvo-Impfung ist ja eine modifizierte Lebendvakzine, die wird auch nicht ein Leben lang ausgeschieden...
Rosenrot hat genau recht - ein ungeimpfter Hund kann sich fast ueberall, wo sich viele andere Hunde aufhalten, anstecken, weil die Viren in der Umgebung persistieren.
Wegen der Spaetschaeden: das kommt darauf an, wie schwer die klinische Erkrankung war. Es koennen Spaetschaeden auftreten, muessen aber nicht.
Die Darmschleimhaut ist zum Glueck recht gut regenerationsfaehig, da ist die Chance besser, dass der Hund nach Rekonvaleszenz wieder vollstaendig gesund wird. Es koennen aber Spaetschaeden entstehen durch die verminderte Aufnahme von Naehrstoffen, was z.B. zu Wachstumsstoerungen fuehren kann.
Die Herzform ist kritischer und kann sich auch nach mehreren Jahren als Herzinsuffizienz manifestieren.
Weitere moegliche Spaetschaeden sind z.B. Immunsuppression und gelegentlich Leber- und Nierenschaeden.
Ein Hund, der einmal eine Parvoinfektion durchgemacht hat ist ein Leben lang immun (kann aber z.B. durch Immunsuppression anfaelliger sein fuer andere Erreger).