Och... unsere Neurologin meinte, sie würde sich mehr Sorgen um mich als um Smilla machen
. Auch ich habe gute und schlechte Tage... Wir leben nun schon unglaubliche 7 Monate damit... Mir ist vor allem wichtig, dass Smilla ein Leben hat, das man auch so nennen kann. Dass es ihr außerhalb der Anfälle gut geht und sie nicht komplett eingeschränkt ist. Dennoch ist es hart, selbst immer entscheiden zu müssen, was mute ich ihr zu (also sie selbst findet das toll, aber ich weiß halt, dass ich so auch immer ein Stück weit über Anfall oder nicht entscheide).
Ja, das was eure Neurologin meint, kann ich gut nachvollziehen... und, unsere Gefühlslage spielt eine unglaublich große Rolle im Befinden unserer Hunde...
Sicher nicht ganz vergleichbar, aber ich habe meine Sheela Anfang 2009, gerade vierjährig, aus dem Sport und alles, was bewegungsintensiv ist, nehmen müssen. Sie hätte gerne alles gemacht, zeigte aber bereits nach minimaler Belastung deutliche Lahmheitssymptome. Und... nein, sie hatte zu der Zeit kein Leben, was verglichen mit dem, was sie kannte, lebenswert schien. Sie hat mental unglaublich abgebaut, jede Fröhlichkeit dahin, so arg, dass ich nicht mehr wusste, wie ich ihr ihren Sinn des Lebens klar machen sollte. Hunde können, daran glaube ich fest, unglaublich an solchen Lebensveränderungen knabbern...
Dazu kam meine Gefühlslage. Ich habe ja iwie mit ihr gelitten, habe in allem, was sie tat, nix Fröhliches mehr gesehen, mich permanent gefragt, ob es ihr bei all den Einschränkungen noch gut geht/gehen kann... erst, als ich die Situation dann als gegeben angenommen und mich darauf eingelassen habe, ging es für uns beide wieder bergauf... die Maus konnte wieder lachen, ich auch, und heute ist sie fast zwölf... will sagen, unsere Einstellung und der Umgang mit dem "Handicap" beeinflusst ganz wesentlich den Prozess, davon bin ich überzeugt, und ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass auch ihr euren Weg findet, damit umzugehen (wobei ich glaube, ihr seid auf dem allerbesten Weg!)
Ganz liebe Grüße
Bea