Beiträge von Sternenwolf

    Linas Sturheit ist jetzt nicht zu vergleichen mit dem Stur eines Dackels oder Terriers, aber sie hat durchaus ihren eigenen Kopf und braucht je nach Situation gerne mal ne Extraeinladung oder macht erstmal ihr eigenes Ding.

    In anderen Situationen ist wiederum sehr Leichtführig.

    Die Anpassubgsfähigkeit wird Den Labbis oft zum Verhängnis.
    Ich sehe hier einfach viele Leute (jemand anderes hatte es auch schon erwähnt), die feststellen, dass auch ein Labbi Erziehung braucht und denen das dann zu anstrengend wird und der Hund kommt nur noch 1x die Woche Sonntags aus dem Garte um ne halbe Stunde an der Leine spazieren zu gehen. Viele Labbis resignieren dann irgendwann einfach oder spätestens wenn Sie man Übergewicht haben (wie fast alle Labbis hier) machen, geben sie sich damit zufrieden, passen sich an.
    . Das finde ich traurig.
    Einige andere Rassen würden das nicht lange mitmachen ohneauffällig zu werden.

    Ich hab einen Labbi aus Standard-Zucht und sie ist definitiv nicht selbsterziehenden und durchweg unkompliziert.Lina hat ne gute Portion jagdliche Motivation (so wie dein Beispiel könnte ich nie mit Lina spazieren, ich muss sie immer wenigsten teilweise im Blick haben und auch die Umgebung gut beobachten), dazu ist sie für nen Labbi ziemlich sensibel, hat aber trotzdem einen Dickschädel.
    Sie ist schon recht genügsam, aber wenn es mehrere Tage gar keine Beschäftigung gibt, kann sie auch schon mal ein bisschen lästig werde , weil sie sich dann irgendwann was sucht zum Beschäftigen.
    Sie ist ziemlich verträglich und liebt erstmal alles was atmet. Das heißt ich hab das erste Jahr damit verbracht ihr klar zu machen, dass nicht jeder Mensch auf unserem Spaziergängen ihr neuer bester Freund ist uns Pfotenabdrücke auf seinen Klamotten möchte.
    Die meisten die ich kenne Labbis haben da ein "Distanzproblem". Einige die ich treffe, sind deshalb nicht mehr verträglich, weil die Besitzer verpasst haben dran zu arbeiten und die Hunde schlechte Erfahrungen gemacht haben, wenn andere Hunde diese Distanzlosigkeit als völlig respektlos einordnen und böse werden.

    Ich kenne einen Labbi bei uns aus der Hundeschule der völlig hyperaktiv ist. Er hat anfangs den Besitzern die komplette Wohnung zerlegt und hat keinerlei Impulskontrolle oder Frustrationstoleranz. (Allerdings kommt der Hund nicht aus kontrollierter Zucht, spielt da vielleicht auch ne Rolle).

    Auch ein Labbi ist ein Hund, auch ein Labbi kann Probleme machen und auch (oder vielleicht auch vorallem) ein Labbi braucht ne ganze Menge Geduld und liebevolle Konsequenz.

    Bekommen Labbis keine ordentliche Erziehung ist's jedoch meist so, dass sie nur extrem lästig werden und selten richtig aggressiv.

    edit:
    Lina bekommt übrigens 1,5- 2 Stunden Auslauf und geht einmal die Woche zum Begleithundetraining. Einmal machen wir Dummyarbeit und möglichst jeden Tag üben wir UO, Tricks, Suchspiele, Intelligenzspiele und ähnliches.

    Wenn mein Hund Durchfall hat bin ich froh, dass sie mich weckt und dann draußen macht... Das wollte ich auch auf Pads nicht in der Wohnung haben.
    Ich finde rausgehen deutlich sinniger als Pads, da es mir da zu viele Unsicherheiten gibt. Muss aber im Endeffekt jeder selbst entscheiden.

    ganz toll finde
    ich, dass du dich kümmerst!

    Gibt es hier jemanden der so gut wie volle Kontrolle über seinen Hund am Wild hat?
    Wie lange habt ihr gebraucht, bis das funktioniert hat? Welche Methode hat bei euch zum Erfolg geführt?

    Ich mache mit Lina seit gut nem Jahr AJT mit meiner Trainerin, die immer wieder drauf guckt.
    Wir haben auch echt gute Fortschritte gemacht, aber das letzte Quäntchen fehlt noch, damit sie wirklich zuverlässig bleibt am Wild. Da treten wir gerade etwas auf der Stelle. Ab und zu klappt es schon super und sie lässt sich Stoppen und dann wieder gar nicht.

    Ich würde auch die Finger weg lassen. Selbst wenn nicht in der kürzeren Vergangenheit Weimis eingezüchtet worden, was ich wegen der großen Charakterunterschiede sehr bedenklich finde, greifen die Leute auf einen sehr, sehr begrenzte Genpool zurück und nehmen meist noch unmögliche Summen für Hunde mit irgendwelchen selbst gedruckten Papieren oder mit Papieren aus recht dubiosen Vereinen. Und die kreativen Erklärungen sie sie einem auftischen. Nun ja. Seltsam auch, dass solche "neuen Farben" immer aus den USA kommen, aber sonst nirgends auftreten. Das Geld würde ich lieber investieren in einen Labrador aus kontrollierter Zucht (LCD oder DRC nicht Soltau sondern der im VDH).