ZitatAlles anzeigenBarf argumentiert nur aus Sicht der anatomischen Perspektive.
Dem identischen Verdauungstrakt der Wölfe und Hunde.
Auch wir Menschen haben den gleichen Verdauungstrakt. Und trotzdem ernähren wir uns nicht alle wie unsere Vorfahren aus der Steinzeit.
Denn Anatomie bedeutet nicht, das die Verdauungsfunktion bei jedem Lebewesen gleich funktioniert.
Aber im Fall von Hunden , wird genau das Gegenteil behauptet.Die Argumente, dass Hunde aufgrund ihrer Abstammung vom Wolf eine Ernährung wie Barf benötigen, ist gespickt mit Fehlern und Irrtümern . Wer das behauptet, ignoriert die Auswirkungen von Zehntausenden von Jahren der Domestikation und dem Zusammenleben mit Menschen .
BARF Befürworter haben absolut keinen Mangel an Meinungen und Anekdoten, um die Vorteile dieser Ernährung zu demonstrieren, aber sie können keine Fakten liefern, die ihre zwielichtigeTheorie bestätigt.Hunde haben in allen Erdteilen dieser Welt mit den Menschen gelebt und sich im Laufe der Generationen genetisch zu den unterschiedlichsten Stoffwechseltypen entwickelt. Wird dann der Stoffwechsel noch zusätzlich durch eine Mutation des Erbguts ( Züchtung, Selektion) gestört, müssen die Empfehlungen erst recht individuell gestaltet werden
Es gibt daher keine universielle Ernährungsform, die für jeden Hund geeignet ist.Die Hunde am Nordpol wurden genau wie ihre Besitzer ,die Eskimos, fett-und eiweißreich ernährt.
In anderen Ländern stand proteinarmes und kohlenhydratlastiges Futter auf der Tagesordnung.In den Foren und 0-8-15 Lektüren wird sogar behauptet, dass es Studien gibt, die belegen, wonach zuviel Protein Hunde nicht nierenkrank macht. Natürlich gibt es diese Studien . Diese Hunde wurden aber nicht mit Fleisch gemästet, sondern mit hochproteinreichem, phosphorarmen, harnsäurefreien Caseinpulver oder Sojaprotein gefüttert . Da werden - mal wieder - Äpfel mit Birnen verglichen.
Eine fleischlastige Ernährung führt in vielen Fällen dazu, dass diese Unmengen an Phosphor und Purinen von den Nieren und der Leber nicht mehr verabeitet werden können. Die Blutwerte dieser Studie bestätigen das.Die Niere wird bei weiterer Fütterung kaputt gehen, diese Hunde stehen im Anfangsstadium bzw. sogar mitten in einer CNI. Und das haben allein die Besitzer zu verantworten.
Das Thema Energieversorgung kommt bei Barf zu viel kurz. Ich lese immer nur ordentlich FETT ins Futter.
Einige Hunde tolerieren eine „vermehrte Fettzufuhr“ . Andere Hunde können das nicht . Für alle Hunde hat die Autorin speziell bei EPI nur eine einzige Antwort parat: nur keine stärkehaltigen Kohlenhydrate!
Wo die Energie bei so einer Ration herkommen soll, bleibt ein einziges großes Fragezeichen.
Beispielhaft für dieses geistige ( Barf) Nullkonzept ist auch der Satz, dass die Enzyme zur Verdauung aus der Nahrung stammen und gekochte Nahrung praktisch enzymfrei ist.
Um welche Enzyme es sich dabei handeln soll wird nicht erklärt, weil es niemand weiß.
Es gibt zig Studien und speziell Erkenntnisse in der Praxis, das vieles von dem widerlegt, was von diesen geschäftstüchtigen Autoren ohne Sachverstand verbreitet wird.Kurzfristige Erfolge in der Hundeernährung sind nicht entscheidend, abgerechnet wird immer zum Schluss. Bei erwachsenen Hunden erst nach ein paar Jahren .Bei Junghunden, sieht man die Fehler spätestens im Erwachsenenalter.
Und was ziehst du darauf für Schlüsse? Wie ernährst du deinen Hund?