Beiträge von dagmarjung

    Wenn eine Hündin sich in der Scheinträchtigkeitsphase so extrem unwohl fühlt, solltest du auf jeden Fall schnell zum Tierarzt gehen, um das größte Risiko, eine mögliche Gebärmutterentzündung, abklären zu lassen.

    Wie lang geht das denn aktuell schon so?

    Wie lange ist die Läufigkeit her?

    Auch seit neuestem Buddelt sie unter unserer Pflanzeninsel (Bäume und Büsche) ein loch und legt sich dort hinen und kommt wiederwillig nur wieder raus?!

    Dieses Verhalten scheint mir darauf hinzudeuten, daß die Hündin nach der eigentlichen Scheinträchtigkeit gerade eine Scheingeburt durchlebt, offenbar mit Wehenschmerzen.

    Daran könnte sich folgerichtig die Scheinmutterschaft mit angeschwollenem Gesäuge und Milchbildung anschließen.

    Bei so starken Symptomen würde ich auf jeden Fall baldmöglichst zum TA gehen.

    Dagmar & Cara

    Ich bin im Prinzip auch eine Verfechterin von draußen Action, drinnen Ruhe, aber:

    Alle jungen Säugetiere spielen und sie brauchen das auch für ihre Entwicklung. Kommt ein Welpe in Einzelhaltung, fehlen ihm die Geschwister, mit denen er bisher spielen konnte. Neben dem Solospiel spielt bei Hunden vor allem auch das Sozialspiel eine wichtige Rolle.

    Ich finde daher schon, daß das gemeinsame Spiel im neuen Mensch-Hund Familienverbund kein überflüssiger Luxus ist. Der Kleine soll ruhig erfahren, daß man nicht nur mit anderen Hunden draußen, sondern gerade auch mit seinen Menschen richtig Spaß haben kann. Und ich rede ausdrücklich nicht von Erziehungs- und Belohnungsspielen, sondern vom schlichten gemeinsamen Rumalbern.

    Da ich in einer Etagenwohnung wohne und überdies einen kleinen Hund habe, finden solche Spiele natürlich auch in der Wohnung statt und nicht nur draußen. Wie man das im Einzelfall regelt, hängt natürlich vom Hund und den eigenen räumlichen Möglichkeiten ab.

    Mit etwas Fingerspitzengefühl für Art und Dauer der Spiels und Temperament des Hundes war das bei Cara jedenfalls gut zu machen. Sie hat trotzdem Ruhe gelernt und auch, daß ich nicht immer verfügbar bin.

    Ich kann das Buch "Auszeit auf Augenhöhe" auch nur empfehlen.

    Dagmar & Cara

    " Zweibeiniger oder vierbeiniger Dackel?"

    Defintitiv aus dem Schwabenland kommt die folgende Geschichte:

    Mein Großonkel wünschte sich einen Hund, seine Schwester wollte ihm einen schenken und fragte ihn nach der gewünschten Rasse. Das war in den Fünfziger Jahren, Rasseauswahl also noch nicht so groß wie heute. "Also was soll's denn werden: Pudel oder Dackel?" "Ein alter Dackel bin ich schon selber, also ein Pudel."

    Der Rest ist Geschichte, bis ins hohe Alter begleiteten nacheinander mehrere Pudelhündinnen meinen Großonkel.

    Dagmar & Cara

    Im übrigen hab ich auch noch nie gehört, dass die Oma einem den Job in der Schule in 7-9 Jahren besorgt hat und ein noch gar nicht existierender Hund dann irgendwann in der Zukunft mit darf.

    Man darf immer träumen, aber das halte auch ich für keine realistische Zukunftsplanung. Du machst gerade erst Abitur und kannst noch nicht gar nicht konkret absehen, wie deine berufliche Zukunft aussehen wird.

    Im übrigen wird man einen Hund gerade in den Sportunterricht kaum vernünftig integrieren können, ohne sich ständig mit ihm statt mit den SchülerInnen zu befassen. Im Klassenzimmer dagegen kann man ihm einen festen Ruheplatz geben.

    Dagmar & Cara

    Melodie bitte?

    Tja, einfach der Sprechmelodie folgend, nur eben gesungen. Wenn ich hier nur Noten schreiben könnte... :denker:
    - es ist jedenfalls eine eigene Komposition, keine bekannte Melodie mit anderem Text. Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich selbst ganz erstaunt über meine musikalische Begabung. :nicken: Ihr dürft mich ab jetzt Wolfgang Amadeus nennen. :mrgreen-dance:

    Dagmar & Cara

    Angeblich ist die Zeit von 8 bis 12 Wochen wohl sehr wichtig für das immunsystem bzw die Bildung des Immunsystems. Und seiner Erfahrung nach hätten Hunde mit allen möglichen Allergien, Durchfall etc. in den vergangenen Jahren stark zugenommen, weil viele Welpen in dieser Lebensphase eben nicht genug draußen und auch nicht im Wald waren. In der Natur nehmen die Welpen in der Zeit wohl viele Bakterien aus der Umgebung auf

    Bei Kindern weisen die neueren Forschungen in genau diese Richtung. So ist das Immunsystem von Kindern aus Waldkindergärten sehr viel besser aufgestellt als das von Stadtkindern. In einem Experiment wurde Waldboden in die Außenspielbereiche von Stadkindergärten gebracht, und das Immunsystem dieser Kinder profitierte nachweislich von der Auseinandersetzung mit dem Naturboden.

    Es liegt schon nahe, daß Welpen und Kinder sich da nicht allzusehr unterscheiden.

    Dagmar & Cara

    In deinen Augen ist der Wald gleich nebenan, aber in den Augen deines Welpen ist er offenbar zu weit weg von der sicheren Höhle. Der Instinkt, nah bei der sicheren Höhle zu bleiben, ist überlebenswichtig für junge Caniden. Es ist nicht der Wald als solcher, sondern daß du ihn von der sicheren Höhle wegziehst, was seine Angst weckt. Durch Zwang wirst du seine Angst nur verstärken.

    Im Leben eines Wolfswelpen gibt es keinen solchen Bruch wie im Leben eines Hundewelpen. Der kleine Wolf darf seinen Bereich im eigenen Tempo zusammen mit den Geschwistern Schritt für Schritt erweitern. Der kleine Hund wird dagegen aus seiner Stammfamilie herausgerissen und muß sich mit fremden Bezugspersonen und in einer fremden Umgebung ganz neu zurechtfinden. Das ist eine Situation, die schon Urängste erwecken kann.

    Die 5-Minuten Regel für Welpen bezieht sich lediglich darauf, daß die Kleinen noch nicht nicht über längere Stecken angeleint im Tempo des Menschen mitmarschieren sollen und können. Also das, was viele Menschen unter einem Spaziergang mit Hund verstehen. Sie bezieht sich ausdrücklich nicht auf den gesamten Aufenthalt draußen, der ruhig länger sein darf.

    Faustregel: kurze, gerne auch langweilige Gassigänge dicht am Haus, damit der Hund sich lösen kann, und einmal am Tag ein längerer Ausflug, damit der Welpe die Welt entdecken darf (Sozialisierung). Beides ganz entspannt. Glaube nicht, du müßtest die ganze Sozialisierung in 10-Minuten-Schnipsel hineinzwingen - das kann nur schiefgehen.

    Unter Ausflug ist keine strammes Marschieren zu verstehen, sondern mehr ein Aufenthalt an einem interesanten Ort - zB einer Wiese - den der Welpe im eigenen Tempo mit Rückendeckung seines Menschen erkunden darf. Schnüffeln, Gucken, sich nach Belieben bewegen, sich ausruhen. Im Sommer würde man sagen: Setz dich auf eine Bank, an ein Teichufer oder auf die Wiese und laß deinen Welpen mal machen. Beobachte ihn, unterstütze ihn und genieße die gemeinsame Zeit. Du mußt kein Programm abarbeiten. In der kalten Jahreszeit wird es vielleicht eher auf ein Spazierenstehen hinauslaufen, aber der Sinn bleibt der Gleiche.

    Um die angeborene Hemmung auszutricksen, nimm den Welpen, setz ihn ins Auto und fahre an einen etwas weiter entfernten Ort. Er darf nicht das Gefühl haben, daß du ihn zwingst, sich auf eigenen Pfoten vom Heim wegzubewegen, dann wird er sich weigern, dir zu folgen. Wenn er wegtransportiert wird und nicht mehr weiß, wo die Höhle liegt, wird er viel entspannter sein und nicht nach Hause streben.

    Die angeborene Hemmung verliert sich in einigen Wochen von selbst, da mußt du nichts wegtrainieren. Das wäre auch gar nicht möglich.

    Letztendlich mußt du lernen, vor allem auf deinen Hund zu hören. Wenn ein Welpe heult und an der Türe kratzt, will er dich nicht ärgern, sondern er drückt damit ein Bedürfnis aus. Dein Hund ist der beste Lehrer in Hundefragen, den du hast.

    Dagmar & Cara