Stubenreinheit ist ein Gewöhnungsprozess. In dem Maß, wie der Hund seine unmittelbare Umgebung mehr und mehr als "Heim" empfindet, wächst die Hemmung, sich dort zu versäubern. Zentral für dieses Heimgefühl ist natürlich der Schlafplatz. Folgerichtig verläßt euer Hund seinen Schlafplatz, um sich weiter entfernt zu versäubern. Am Anfang ist noch nicht das ganze Haus in dieses Gefühl inbegriffen. Der Hund einer Freundin macht sogar nach Jahren noch gelegentlich in den Keller, wenn man nicht aufpasst, weil er den Keller nicht als zum Heim gehörig empfindet. Dort geht man ja nur selten mal hin, um was zu besorgen und hält sich nicht dauerhaft dort auf.
Wenn meine Hündin alleine ist und während dieser Zeit erbrechen muß oder Durchfal bekommt. dann geht sie vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer, also wieder so weit weg wie möglich von ihrem Schlafplatz.
Ein Gitter an der Schlafzimmertür finde ich eine gute Idee. Die Frage ist nur, ob ihr es hört, wenn der Hund nachts unruhig wird, weil er mal raus muß. Ich zB würde das nur hören, wenn meine Hündin winselt oder bellt.
Eine andere Möglichkeit wäre es, eine Weile nachts im Wohnzimmer zu schlafen, gemeinsam mit dem Hund. So würde das Wohnzimmer mehr zum Schlaf- und Heimbereich für den Hund werden. Die Frage, ob er sich so laut meldet, daß man nachts davon wach wird, bleibt natürlich auch hier.
Eigentlich sollte ein Hund mit einem Jahr nachts 6 1/2 Stunden durchhalten. Ist er tierärztlich abgecheckt?
Wenn er erst so kurze Zeit bei euch ist, ist er auch noch nicht so ganz angekommen. In dem Maße, wie er sich aallmählich weiter entspannt, wird es auch bei der Stubenreinheit sicher noch Fortschritte geben.
Dagmar & Cara