Beiträge von dagmarjung

    Dein Hund hat im Shelter nur sehr eingeschränkte Umwelterfahrungen machen können. Und zwar in der so wichtigen Zeit der prägenden ersten Wochen, die eigentlich aufs künftige Leben vorbereiten sollen. Ich glaube, du unterschätzt den Kulturschock, den er gerade durchmacht. Nichts in seinem bisherigen Leben hat ihn auf seine jetzige Situation vorbereitet. Er hat noch nie 24/7 mit Menschen zusammengelebt, noch nie in einer Wohnung gelebt, kennt keine Box, war noch nie in der Innenstadt mit Autoverkehr, Fußgängern, Radfahrern usw.

    Natürlich ist er verängstigt!

    Bitte lies dich unbedingt in das Thema "Deprivation" und "Deprivationssyndrom" ein! Es gibt diverse Threads dazu hier im Forum, unter anderem dieser:

    Der Angsthund-Thread....

    Dagmar & Cara

    Wie lange wäre da die Empfehlung? I

    Ein ganz normale Läufigkeit nach Lehrbuch dauert 21 Tage. Da muß man natürlich bei der eigenen Hündin erstmal schauen, ob sie das Lehrbuch auch gelesen hat. Mit 4 Wochen bist du aber normalerweise auf der sicheren Seite bei deiner Planung.

    Um den Läufigkeitsgeruch schnell und gründilch loszuwerden, bade ich Cara am Tag 22 (Cara hält sich ans Lehrbuch) mit Hundeshampoo und stecke gleichzeitig sämtliche Liegedecken in die Waschmaschine.

    Eine Hündin, die an sich gut verträglich ist mit Artgenossen, wehrt zwar aufdingliche Rüden ab, wenn sie noch nicht oder nicht mehr in den Stehtagen ist, aber sie fängt in der Läufigkeit normalerweise nicht plötzlich an, andere Hunde zu hassen. Wenn die beiden sonst gut miteinander auskommen, würde ich mrt deshalb keine Sorgen machen, aber sehr gut beaufsichtigen, damit der Rüde nicht bedrängt oder gar aufspringt.

    Wobei ich definitiv nicht mit einer läufigen Hündin auf den Campingplatz gehen würde.

    Es gibt wohl schon Unterschiede in der Attraktivität des Geruchs verschiedener Hündinnen. Jedenfalls reagieren Rüden da

    Dagmar & Cara

    Ich habe über die Jahre nur ganz selten Stress mit Rüden gehabt. Ich vermeide zwar logischerweise die Hauptauslaufgebiete, aber ich bin schon im Grünen unterwegs. Hier (Großstadt, eher grüne Randlage, Kleingärten ) kann ich aber oft recht gut ausweichen, wenn ich Hundebegegnungen vermeiden will. sei es auf die Wiese, sei es auf alternative Wege. Auch sind hier in meiner unmittelbaren Umgebung nicht viele Hunde ohne Leine unterwegs. Ich rufe mit ausreichend Abstand "Achtung läufige Hündin" und das wirkt gut. Blöd angemacht wurde ich noch nie.

    Danke für eure Erfahrungen.

    Ich frage nach, weil meine Hündin seit über zwei Wochen einfach komisch ist.

    Das ist von Hündin zu Hündin einfach so unterschiedlich, daß die Erfahrungen anderer dir vermutlich wenig nützen. Ob es nur am Zyklus liegt oder doch eine krankhafte Ursache hat, müßtest du besser tierärztlich abklären lassen. Eine mögliche Pyometra steht halt immer im Raum nach der Läufigkeit.

    Ich kenne in der Läufigkeit kein Pardon.

    Ich auch nicht! Gandalf der Graue hat bei mir gelernt! "DU KOMMST NICHT VORBEI!" :barbar:


    Und der Rüde dann: "Die Braut ist ja heiß! - Aber die Schwiegermutter :shocked::flucht:

    Dagmar & Cara

    Welpen sind normalerweise freundlich unterwürfig gegenüber Menschen. Retriever zeigen diese Tendenz in abgeschwächter Form oft lebenslang. Herdenschutzhunde entwickeln daegen mit der Pubertät ausgeprägtes Wach - und Schutzverhalten, vor allem, wenn es um ihr Territorium geht.

    Beide Hundetypen müssen aber unbedingt schon früh lernen, daß man Fremde ignorieren kann und muß. Egal, wie begeistert die Leute von den zuckersüßen kleinen Eisbären sind. Kontakt gibt es nicht immer und nur kontrolliert. Frauchen übernimmt die "Außenpolitik", nicht der Hund.

    Dagmar & Cara

    Wer einen Welpen aus seriöser Zucht hat und ihn aus irgendeinem Grund abgeben muß, der kann ihn immer zurück an den Züchter geben. Das steht normalerweise gleich als Klausel im Kaufvertrag. Ein guter Züchter möchte nämlich auf keinen Fall , daß seine Welpen sonstwohin weiterverkauft werden.

    Die vielen Anzeigen von Welpen aus Privathand, die angeblich sofort weg müssen weil man plötzlich doch keine Zeit hat oder das Töchterlein allergisch ist, sind also immer mit größtem Mißtrauen zu betrachten. Meist sind es Anzeigen von Welpenhändlern, die ihre Tiere aus dubiosen Quellen beziehen. Denn heute ist der Verkauf aus dem Kofferraum auch nicht mehr die Regel, die Händler sind inzwischen auch schlauer geworden.

    Den Bildern nach könnte es sich unter Umständen auch um einen Herdenschutzhund oder einen Mischling daraus handeln. Die unterscheiden sich im Wesen schon sehr von Retrievern, besonders wenn sie erwachsen werden. Es wäre also gut, wenn ihr euch frühzeitig über diese Rassengruppe informieren würdet. Gib doch hier im Dogforum mal das Stichwort "Herdenschutzhund" in die Suche ein, einige Leute hier kennen sich gut damit aus.

    (Muß nicht so sein, kann aber. Es wäre nicht das erste Mal, daß ein junger Herdenschutzhund unter dem Label Retrievermix nach Deutschland verkauft wurde.)

    Dagmar & Cara

    Der Nutzen einer Hausleine besteht vor allem darin, daß man sie greifen und den Hund daran wegführen kann, ohne den Hund selbst anfassen zu müssen. Daher soll eine Hausleine immer dran sein. Ohne Schlinge am Ende und nicht zu lang, damit der Hund sich nicht festhängen kann.

    Mußt du erst ans Halsband greifen und die Leine befestigen, bist du automatisch viel zu spät in deiner Reaktion.

    Überhaupt könnt ihr euer Timing noch sehr verbessern. Nicht hochklettern lassen und dann erst runterholen, sondern ihr müßt schon den ersten Blick zur Anrichte erkennen und den Hund im Ansatz unterbrechen.

    Einfache Regeln lernen sich leichter als komplizierte, Der Hund lernt leichter, daß er gar nicht in die Küche darf, als daß er zwar rein darf, aber drinnen dies und das und jenes nicht tun darf.

    Schimpfen hinterher ist nutzlos und hat keinen Lerneffekt.

    Körpersprachlich ausbremsen und zurückdrängen (Im Ansatz des Verhaltens!) ist dagegen gut verständlich. Körpersprachlich heißt: nicht mit den Händen schiben, sondern dein ganzer Körper nimmt in aufrechter Haltung Raum ein, wie eine Wand! Brust raus und Vorwärtsgehen! Die Stimme ist dabei tief und autoritär, nicht quietschig und hoch. Also ein energisches "Lass es!" oder was auch immer. Um die körpersprachliche Korrektur mit einem Hörzeichen zu verknüpfen, nicht mehr.

    auch mit Futter kann man sie nicht zuverlässig irgendwo von abhalten.

    Wie genau versucht ihr das?

    Wo habt ihr eure Hündin denn her und was für eine Mischung ist sie?

    Dagmar & Cara

    Stubenreinheit ist ein Gewöhnungsprozess. In dem Maß, wie der Hund seine unmittelbare Umgebung mehr und mehr als "Heim" empfindet, wächst die Hemmung, sich dort zu versäubern. Zentral für dieses Heimgefühl ist natürlich der Schlafplatz. Folgerichtig verläßt euer Hund seinen Schlafplatz, um sich weiter entfernt zu versäubern. Am Anfang ist noch nicht das ganze Haus in dieses Gefühl inbegriffen. Der Hund einer Freundin macht sogar nach Jahren noch gelegentlich in den Keller, wenn man nicht aufpasst, weil er den Keller nicht als zum Heim gehörig empfindet. Dort geht man ja nur selten mal hin, um was zu besorgen und hält sich nicht dauerhaft dort auf.

    Wenn meine Hündin alleine ist und während dieser Zeit erbrechen muß oder Durchfal bekommt. dann geht sie vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer, also wieder so weit weg wie möglich von ihrem Schlafplatz.

    Ein Gitter an der Schlafzimmertür finde ich eine gute Idee. Die Frage ist nur, ob ihr es hört, wenn der Hund nachts unruhig wird, weil er mal raus muß. Ich zB würde das nur hören, wenn meine Hündin winselt oder bellt.

    Eine andere Möglichkeit wäre es, eine Weile nachts im Wohnzimmer zu schlafen, gemeinsam mit dem Hund. So würde das Wohnzimmer mehr zum Schlaf- und Heimbereich für den Hund werden. Die Frage, ob er sich so laut meldet, daß man nachts davon wach wird, bleibt natürlich auch hier.

    Eigentlich sollte ein Hund mit einem Jahr nachts 6 1/2 Stunden durchhalten. Ist er tierärztlich abgecheckt?

    Wenn er erst so kurze Zeit bei euch ist, ist er auch noch nicht so ganz angekommen. In dem Maße, wie er sich aallmählich weiter entspannt, wird es auch bei der Stubenreinheit sicher noch Fortschritte geben.

    Dagmar & Cara

    Bei Cara so gut wie gar nicht. In manchen Jahren hat sie zum Zeitpunkt der fiktiven Geburt ein, zwei Quietschebällchen als "Welpen" in ihr Körbchen geholt, ohne diese aber weiter zu bemuttern.

    Ansonsten weder körperliche Symptome noch Verhaltensänderung in dieser Zeit.

    Dagmar & Cara