Beiträge von dagmarjung

    Die Geschichte von Whiskymara hat mich schockiert. Der Gedanke Freunde oder Familie wegen einem Hund zu verlieren ist furchtbar. Ich möchte das mein Hund mein Leben bereichert und nicht einschränkt oder verschlimmert.


    Das mit dem Kumpel wird wohl doch nichts. Er will keinen Welpen, würde sie frühestens mit 6 Monaten nehmen und ob wir noch so lange durchhalten weiß ich nicht. Er möchte halt auch lieber einen vortrainierten Hund.


    Alles doof gerade. Alles ist angespannt und es gibt seit Tagen nur noxh Streit wegen dem Hund.

    Viele Rüden werden im Verlauf ihrer Pubertät kastriert, weil sie ihre Besitzer in dieser Zeit sehr nerven. Dazu muß man wissen, daß das Testosteron zunächst in großer Menge ausgeschüttet wird und dem jungen Kerl ganz schön zu Kopfe steigt. Da kann es sein, daß er eine gefühlt endlose Zeit lang nix mehr außer Pipi schnüffeln, Weiber rammeln und Kerle kloppen im Kopf hat. Dazu altersbedingt auch noch fehlene Selbstkontrolle. Das kann schon richtig anstrengend sein, besonders wenn die Besitzer nach wie vor hochfrequentierte Auslaufgebiete und Hundewiesen besuchen. Damit sind die Hunde in dieser Phase nämlich oft überfordert.

    Die verzweifelten Besitzer entscheiden sich dann häufig vorschnell für die Kastration, obwohl diese anfängliche Hormonflut sich nach einer Weile von selbst wieder auf Normalmaß einpegelt und der junge Rüde dann auch in jeder Hinsicht ausreift und erwachsen wird.

    Es lohnt sich also, nicht vorschnell aufzugeben.

    Grundsätzlich ist eine Kastration ein harter Eingriff in den fein abgestimmten Hormonhaushalt und gleicht ein bißchen dem Versuch, einen Wecker mit dem Hammer zu reparieren. Man muß im Einzelfall abwägen, inwieweit die erhofften Vorteile die möglichen Nachteile wert sind.

    Unter anderem fördert Testosteron den Muskelaufbau. Gute Muskeln stützen das Skelett, was besonders wichtig ist bei allen Gelenkproblemen, die sich vielleicht im höheren Alter einstellen, sei es Rücken, HD, Kniegelenke usw.

    Dagmar & Cara

    Daß eine nicht ganz souveräne Sängerin live (Lampenfieber) und ohne stützende Begleitung allmählich über das ganze Stück hinweg etwas absinkt und dann ein klein bißchen tiefer endet als sie angefangen hat, das kann schon vorkommen. Aber dieses haltlose Schwimmen bei jeder Wendung ist schon was Besonderes. Ich möchte wetten, die 4 Kanadier haben hart an ihrem Arrangement arbeiten müssen!

    Dagmar & Cara

    Dein Hund ist erst 9 Monate, du hast also noch genug Zeit zum Lesen! :smile:

    Das schon erwähnte Buch "Die Kastration beim Hund" liest sich flüssig und schmeißt einen nicht mit unerklärten Fachbegriffen zu. Auch von mir eine Empfehlung.

    In der Regel wäre der Tierarzt hier ja die erste Ansprechstelle. Der Tierarzt in der Kleinstadt, in die wir ziehen, vertritt hier m.E. nach aber etwas komischer Ansichten. Einen Bekannten Paar hat er geraten ihren 6 Monate alten Aussi-Rüden zu kastrieren und diese auch durchgeführt. Begründung dafür war, dass der Rüde möglichst "welpig" bleiben soll, da er zum Begleithund ausgebildet werden soll. Der Hund ist mittlerweile etwa 11 Monate alt und wirkt irgendwie "hängen geblieben". Völlig überdreht und total unreif. Es wirkt irgendwie so, als hätte man Ihm die Chance genommen sich normal zu entwickeln und reifer zu werden.

    Längst nicht alle Tieärzte sind bei diesem Thema auf der Höhe. Du hast eines der Probleme bei der Frühkastration ganz richtig erkannt: Der Hund kann in einem unreifen Zwischenstadium hängenbleiben. Welpiges Verhalten bedeutet nicht nur Verspieltheit und freundlich- unterwürfiges Benehmen gegenüber anderen Hunden, (was man ja eventuell für wünschenswert halten könnte) sondern zB auch mangelnde Frustrationstoleranz, kurze Aufmarksamkeitsspanne, wenig Ausdauer bei ernsthaften Tätigkeiten. Ein 40-jähriger Mann, der auf dem emotionalen Niveau eines 10-jährigen stehengebleben ist, ist auch für einen Hund nicht meine Wunschvorstellung.

    Es gibt gute Gründe für eine Kastration im Einzelfall. Neben Hypersexualität gehört auch extreme Rauflust mit anderen Rüden dazu. Vorausgesetzt allerdings, daß diese Rauflust nicht in Unsicherheit begründet ist, sondern im Starker-Max-Gehabe.

    Unsichere Rüden werden durch Kastratioen noch unsicherer, weil Testosteron Selbstsicherheit verleiht. Die können also leicht durch eine Kastration erst zum Angstbeißer werden.

    Das sind nur einige wenige Gesichtspunkte, die vor einer Kastration in Erwähgung gezogen werden müssen. Vor 10,15 Jahren gab es allerdings die Tendenz "Eier ab, braucht er eh nicht", die auch von so manchem Tierarzt vertreten wurde, Wer sich seither nicht weitergebildet hat, gibt immer noch Empfehlungen in diesem Sinne ab. Der aktuelle Stand der Tiermedizin ist aber weitaus differenzierter, siehe die Blogartikel von Herrn Rückert. Das betrifft auch Krankheitsrisiken.

    Dagmar & Cara

    Nein, das war eine offizielle Veranstaltung von rechtskonservativen Republikanern:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Conservat…tion_Conference

    Keinerlei satirische Absicht dabei. Das macht das Ganze ja so komisch, weil gerade die Rechten stets einen wahren Kult um die Hymne und die Fahne betreiben und jedesmal stockbeleidigt sind, wenn sie irgendwo mangelnden Respekt wittern.

    Weiß der Himmel, wie die junge Frau an ihren Gig kam. Vielleicht zählte hier rechte Gesinnung mehr als Sangeskunst?

    Dagmar & Cara

    Wenn ihr Luna an die Malinoiszüchterin aus dem Forum abgebt, lernt ihr sie natürlich vorher kennen. Sie ist dann keine "Wildfremde aus dem Internet" mehr. Wenn ihr Luna an sie abgebt, profitiert ihr von ihrer langjährigen Erfahrung in Sachen Hundevermittlung. Ihr könnt euch dann sicher sein, daß nur ein wirklich geeigneter Endplatz für Luna ausgesucht wird.

    Und was den Kontakt betrifft, ganz sicher läßt es sich regeln, daß ihr auch mal Bilder und Berichte von Luna bekommt und sie nicht spurlos verschwindet.

    Dagmar & Cara

    Natürlich wollen wir weiterhin Kontakt mit ihr. Sie würde doch die Welt nicht mehr verstehen, wenn ich plötzlich komplett aus ihrem Leben verschwinde.

    Doch, damit wird sie prima klarkommen. Im dem Alter stellen sich Hunde ganz fix auf neue Halter um, besonders wenn ihre Bedürfnisse dort besser erfüllt werden als vorher.

    Der Kumpel meines Freundes hatte als Kind und Jugendlicher Deutsche Schäferhunde in der Familie, er wohnt nur 30 Minuten entfernt und findet Malis klasse.

    "Malis klasse finden" reicht nicht. Dein Freund findet Malis auch klasse und es reicht ganz offensichtlich nicht.

    Wer als Kind und Jugendlicher Hunde in der Familie hatte, trug noch keine wirkliche Verantwortung für sie. 100 % selber verantwortlich sein, und das 24 Stunden, 7 Tage die Woche, das ist noch mal was ganz anders. Dazu kommt, daß es sehr verschiedene Typen Schäferhunde gibt. Ich hatte auch eine Deutsche Schäferhündin, die sehr angenehm im Umgang war. Einen Mali würde ich dagegen nicht mal geschenkt nehmen, obwohl ich sie absolut klasse finde. Aber ich mache mir keine Illusionen über ihre Eigenschaften. Sie passen nicht zu meinen Ansprüchen und in mein Leben.

    Bitte nimm das Angebot aus dem Forum an. Es ist Lunas beste Chance, noch rechtzeitig an Rassekenner vermittelt zu werden. Es gibt schon viel zu viele Malis in den Händen von Leuten, die "Malis klasse finden", und das sind die, die dann mit ein, zwei Jahren wegen Bissigkeit im Tierheim sitzen.

    Dagmar & Cara

    Danke, @Nothingheretosee , Danke Danke, Danke! :gott::gott::gott:

    und falls sie doch aggressiv wird, ... kann man ja abgeben

    Liebe Lenchen98, sei dir bitte dessen bewußt, daß ein Hund nach einem Beißvorfall, unendlich viel schlechtere Chancen auf eine Weitervermitlung hat, als ein junger Welpe. Und bei euch läuft es schnurgerade dorthin.

    Niemand reißt sich darum einen agressiven Hund wieder geradezubiegen. Hundesportler schon gar nicht, die wollen einen unverdorbenen Hund, den sie von Anfang an richtig für Alltag und Sport aufbauen.

    Da steht das ganze weitere Leben eurer Luna auf dem Spiel, ob sie überhaupt noch eine Chance auf ein gutes Leben hat oder ein weiterer Dauerinsasse im Tierheim wird. Probiert nicht weiter rum! Gebt ihr eine Chance und gebt sie jetzt ab! Ihr habt hier im Forum ein Superangebot bekommen, nehmt es an. Besser könnt ihr nicht für sie sorgen.

    Je jünger Luna einen neuen rasseerfahrenen Halter findet, desto besser für sie. Noch hat sie eine Chance.

    Dagmar & Cara

    Er wollte zwar nicht mit uns rausgehen,

    Und da siehst du wieder mal, wie weit das Engagement deines Freundes tatsächlich reicht: von der Tapete bis zur Wand.

    dass die Welpenzeit einfach kräfteraubend ist, aber die Junghundezeit dafür umso spannender.

    Die Welpenzeit ist tatsächlich anstrengend. Man ist zunächst mal sehr angebunden, der Kleine kann noch gar nicht alleinebleiben, muß ständig raus, oft auch noch nachts. Und ja, das alles wird mit der Zeit besser. Wobei die Natur euch bei der Stubenreinheit zu Hilfe kommt, aber das Alleinebleiben muß in der richtigen Weise geübt werden.


    Aber die allermeisten Hunde, die wegen Überforderung abgegeben werden, sind zwischen knapp einem und zweieinhalb Jahren alt. Das ist nämlich die Zeit, in der Hunde erwachsen werden. Nun erst packen sie rassetypische Eigenschaften aus wie Artgenossenunverträglichkeit, Hetzen, territoriale Agressivität (Keinen Besuch mehr reinlassen), nun sind sie selbstbewußt genug, um sich gegen falsche Behandlung ihrer Besitzer mit den Zähnen zu wehren, die sie vorher passiv hingenommen haben. Nun bekommen Hundehalter die Rechnung für alle Fehler präsentiert, die sie bisher in punkto Rassewahl, Haltung und Erziehung gemacht haben. Und fallen aus allen Wolken. "Er war doch immer so lieb..."

    Dagmar & Cara