Beiträge von dagmarjung

    Das Wort Hundeführerschein ist kein festgelegter Begriff. Es gibt Dutzende von Hundeführerscheinen, und damit sind völlig unterschiedliche Dinge gemeint. Hundeschulen und deren Verbände bieten HFS an, Länder oder Städte verlangen verschiedene Versionen. Das Spektrum reicht von anspruchsvollen Gehorsamsprüfungen bis zum Nachweis, daß eine Person einen (nicht unbedingt ihren eigenen!) Hund im Alltagsgeschehen verantwortungsbewußt führen kann.

    Hier in Niedersachsen ist der offizielle Pflicht-HFS so, wie Der Malteser es beschreibt: Du als Hundehalter sollst nachweisen, daß du einen Hund so führen kannst, daß er niemanden belästigt oder gar schadet. Dazu gehört auch, daß du das Ableinen verweigerst, wenn du der Meinung bist, daß dein Hund dann nicht unter Kontrolle bleibt. Falls dein eigener Hund ängstlich oder sonstwie problematisch ist, mußt du ihn auch gar nicht in der Prüfung führen, sondern kannst die Prüfung mit einem anderen Hund ablegen. Es geht nämlich nur um dein Verhalten und nicht um Gehorsamsleistungen des Hundes.

    Was in BW auf dich zukommt, kann man noch gar nicht voraussagen. Ich gehe aber sicher davon aus, daß niemand daran interessiert ist, verantwortungsvollen Menschen ihre verhaltensauffälligen oder ängstlichen Hunde wegzunehmen. Es ist ja längst nicht jeder Hund in der Lage, eine Gehorsamsprüfung zu bestehen, so wie sie von Hundeschulen oder Hundesportvereinen angeboten wird. Verantwortungsvolle Hundehaltung zeigt sich eben auch darin, bestimmte Situationen zu vermeiden oder angemessen zu managen.

    Dagmar& Cara

    Mach deine Pläne und hab Spaß damit. Man muß sich ja irgendwie die Zeit vertreiben bis zum Abholtag. An deinem Plan gibt es nichts auszusetzen.

    Sei nur nicht überrascht, wenn der Welpe dir deine schönen Pläne dann über den Haufen wirft. Dafür sind Welpen nämlich sehr begabt. ;)

    Als ich Cara bekam, war es mir ein wichtiges Anliegen, daß sie baldmöglichst eine Weile alleine bleiben kann. Um sie von Anfang an daran zu gewöhnen, habe ich eine Zeit am Tag eingeführt, in der für den Welpen nichts los ist - also keine Mahlzeit, kein Spiel oder Kuscheln mit mir und keine Aktivitäten draußen außer Lösen, wenn notwendig. Alle tollen Sachen fanden dann außerhalb dieser Zeit, vorher oder nachher statt.

    So konnte sich Cara daran gewöhnen, daß ich nicht immer uneingeschränkt zur Verfügung stehe. Und dann habe ich eben innnerhalb dieser Zeit erst kurz, dann auch länger das Haus verlassen.

    Dagmar & Cara

    Zwei Monate bei dir ist wirklich noch gar nichts. Sie braucht viel, viel mehr Zeit.

    Mach ihr bitte nicht so Druck mit dem Fressen. Du möchtest einen Hund, der sich entspannen kann. Nur wer entspannt ist, kann Vetrauen aufbauen. Indem du sie dazu zwingst, das Futter zu deinen, für sie harten Bedingungen zu nehmen, schaffst du vermehrten Stress und zerstörst Vertrauen. Denn um zu überleben, muß sie sich deinen Bedingungen unterwerfen.

    Gib ihr lieber das Gefühl, daß du ihr Grundbedürfnis nach Futter ohne Bedingungen bedarfsdeckend erfüllst, indem du sie aus dem Napf fütterst und dabei ganz in Ruhe läßt. Das ist eine viel solidere Grundlage für eine Freundschaft. Du möchtest doch für deine Hündin eine verläßliche Bezugsperson sein und kein Stressfaktor.

    Du kannst trotzdem noch besonders begehrenswerte Leckerchen als Belohnung verwenden. Aber satt werden sollte sie, ohne etwas dafür leisten zu müssen.

    Erlernte Hilflosigkeit ist etwas anderes, als was deine Hündin zeigt. Deine Hündin ist ängstlich, aber nicht gebrochen. Erlernte Hilflosigkeit bedeutet, daß ein Tier Flucht und Widerstand aufgibt und passiv alles erträgt, scheinbar "brav". Wer zuckt, wegläuft und sich entzieht, ist nicht passiv, sondern wendet eigene Lösungsstrategien an.

    Dagmar & Cara

    Ich glaube, das Gewissen wird immer belastet, wenn man einen Termin fürs Einschläfern vereinbart. Man trifft die Entscheidung immer in dem Bewußtsein, daß das Tier ohne die Spritze vermutlich noch eine gewisse Zeit lang weiterleben könnte, wie lang oder kurz, wie gut oder schlecht auch immer. Es passiert eben nur selten, daß ein Hund plötzlich im Körbchen einschläft und uns diese Entscheidung abnimmt.

    Wenn wir uns Gedanken um das Einschläfern eines Tieres machen, dann deshalb, um ihm schweres Leiden ohne Aussicht auf Besserung zu ersparen. Was automatisch bedeutet, daß wir das Tier einschläfern, bevor das allerschwerste Leiden einsetzt. Damit nehmen wir ihm also automatisch auch die eine oder andere gute Stunde zwischen den schlechten Tagen.

    Ist das gerechtfertigt? In meinen Augen ja. Das hängt für mich damit zusammen, daß Tiere ja anders als wir keine abstrakte Angst vor dem Lebensende kennen.

    Ich finde den kleinen Leitfaden, den Alex92 verlinkt hat, sehr gut. Der Tierarzt, der ihn geschrieben hat, sagt, daß die meisten Tierhalter eher zu spät als zu früh ans Einschläfern denken. Das deckt sich auch mit Beobachtungen in meinem Umfeld, und auch ich selbst habe schon einmal zu lange gewartet und brauchte einen Anstoß von außen.

    Auch in der Schilderung der TE sehe ich diese wiedersprüchlichen Empfindungen, wenn sie am Anfang schreibt, ihr Hund hätte keine chronischen Krankheiten, um dann mit der Beschreibung gleich mehrerer starker Abbauerscheinungen und Leiden fortzufahren.

    Ich habe weder bei der TE noch bei anderen Usern, die hier mit ähnlichen Fragen kommen, den Eindruck, daß sich hier jemand eine moralische Entlastung holen möchte, der in Wirklichkeit nur ein unbequemes Problem loswerden will.

    - In anderen Fagestellungen schon, wenn es zB um die Abgabe eines problematischen Hundes geht, aber beim Thema Einschläferung eines langjährigen Familienhundes tatsächlich noch nie.

    Dagmar & Cara

    Hab ich was vergessen?

    Dummies! (1 Schublade voll)

    Utensilien für Hundetricks! (2 Schubladen und eine Umzugskiste voll)

    Utensilien für Obedience! (1 Umzugskiste voll)

    Aber keine Sorge, das brauchst du noch nicht beim Einzug, das sammelt sich ganz von selbst im Laufe des Hundelebens an... Ebenso wie die Fotos in der Fotoschublade.

    Stichwort Kotbeutel: Immerhin da kann man echt Geld sparen. Für einen Zwergpudel reichen die "Frühstücksbeutel", die man in jedem Supermarkt oder Drogeriemarkt bekommt, 120 Stück für 50 Cent. Und statt Kotbeutelspender tut's auch die hintere Hosentasche.

    Dagmar & Cara

    Hab ich was vergessen?

    Dummies! (1 Schublade voll)

    Utensilien für Hundetricks! (2 Schubladen und eine Umzugskiste voll)

    Utensilien für Obedience! (1 Umzugskiste voll)

    Aber keine Sorge, das brauchst du noch nicht beim Einzug, sowas sammelt sich ganz von selbst im Laufe des Hundelebens an... Ebenso wie die Fotos in der Fotoschublade. :D

    Stichwort Kotbeutel: Immerhin da kann man echt Geld sparen. Für einen Zwergpudel reichen die "Frühstücksbeutel", die man in jedem Supermarkt oder Drogeriemarkt bekommt, 120 Stück für 50 Cent. Und statt Kotbeutelspender tut's auch die hintere Hosentasche.

    Dagmar & Cara

    Es ist so schwer für mich weil ich ihn nicht mehr jeden Tag sehe

    Ich glaube, daß du gerade deshalb befähigt bist, die Entscheidung zu treffen. Ist man nämlich jeden Tag mit dem Tier zusammen, dann fallen die winzig kleinen Veränderungen zum Schlechteren von Tag zu Tag nicht so sehr auf. Etwas Abstand kann da zum klareren Blick verhelfen.

    Ich wünsche euch viel Kraft. Ich bin aber überzeugt, daß es die richtige Entscheidung ist.

    Dagmar & Cara