Beiträge von dagmarjung

    Woraus liest du, dass schlanke Labbis nicht im Standard sind?


    Auch der schlanke Labrador (die Field-Trial-Linie) ist immer noch

    "Kräftig gebaut, kurz in der Lendenpartie, sehr rege; breiter Oberkopf; Brust und Rippenkorb tief und gut gewölbt; breit und stark in Lende und Hinterhand."


    Nützt ihm aber auf Austellungen nichts.

    Eine Bekannte hat mal versuchsweise eine solche Hündin zu Ausstelllungen gemeldet - das wurde allseits belächelt und von den Richtern abgewertet.

    Dort ging der Trend schon lange zu den schweren, runden Modellen, schlanke und funktionale Hunde waren nicht mehr gefragt, obwohl sie nominell noch zur selben Rasse gehören.

    Ich finde, die eigene Körpersprache spielt auch eine Rolle, Auch wenn es eng wird, kann ich selbst mich deutlich abwenden vom Fremdhund, ihn passieren, ohne ihn anzugucken und auch ohne viel Raum einen symbolischen Bogen andeuten. Mein Hund, den ich auf der abgewandten Seite führe, kann das gut wahrnehmen. Ich setze dabei voraus, daß du dich immer zwischen deinen und den Fremdhund plazierst.

    sind die Tierheime voll mit aus DE stammenden Mischlingen, bei denen online drunter steht, dass es nicht ganz definierbar ist, welche Rasse noch drin steckt.

    Bis ein Hund im Tierheim ist, geht oft viel Information über ihn verloren. Vom Welpenerzeuger über den Käufer und eventuell noch weitere Zwischenbesitzer bis zum Tierheim. Längst nicht alle interessieren sich für die Herkunftsrassen von Mischlingen so wie vielfach hier im Forum. Wenn es diese Herkunftrassen überhaupt so klar abgegrenzt gibt.

    Wer seine Mixhündin mal Welpen haben läßt oder wenn Nachbars Mischling den Weg über den Gartenzaun findet, da sind zwar die Eltern als Individuen bekannt, aber deren Rassen nicht unbedingt oder nur vom reinrassigen Elternteil.

    In älteren Hundebüchern, auch noch nach dem zweiten Weltkrieg, wird es quasi als normal empfunden, daß einem die Rüden bis zur Haustür nachlaufen, wenn man mit einer läufigen Hündin vor die Tür geht.

    Ich habe das - städtisch wohnend - weder mit Cara noch mit Nuja, meiner Schäferhündin auch nur ein einziges Mal erlebt. (Nuja lebte in den frühen Achziger Jahren des letzten Jahrhunderts.) Natürlich mußte ich hier und da mal einen Rüden abwehren, aber da war immer der Besitzer irgendwo in der Nähe und hat ihn wieder eingesammelt.

    Es hängt damit zusammen, daß streunende Hunde in Deutschland heute eine Ausnahme sind. Nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land werden Hunde beiderlei Geschlechts heute ganz überwiegend gesichert.

    Ausnahmen gibt es natürlich immer mal.

    Wer wissen will, wie die Verhältnisse vor der Zeit des allumfassenden Autoverkehrs waren, der lese Konrad Lorenz' Buch "So kam der Mensch auf den Hund". Da findet sich nicht nur die eindrucksvoll illustrierte Beschreibung eines Spaziergangs mit läufiger Hündin und großem Rüdengefolge, sondern im allgemeinen Lobpreis der Hündinnen (vor den Rüden) wird auch erwähnt, daß regelmäßige Ups-Würfe quasi die unvermeidliche Folge der Hündinnenhaltung sind und gegebenenfalls im Bekanntenkreis zu verschenken wären.

    Das waren noch ganz andere Zeiten! :roll:

    Ich will gar nicht wissen, wie viele Halter von Upps Würfen nicht wissen, wo sich die Hündin vergnügt hat.

    Zu Uromas Zeiten kam das oft vor, heute und in Deutschland aber keum noch. Streunende Rüden oder Hündinnen, die wirklich Gelegenheit zur selbstständigen Rüdensuche haben, sind heute eine große Ausnahme. Die weitaus meisten Mischlinge werden mit Absicht produziert, weil man auch mit Mixen Geld verdienen kann oder weil die Hündin mal Welpen haben soll oder beides.

    Dazu kommen einige Ups Würfe mit bekannten Eltern, wenn Rüde und Hündin im selben Haushalt leben oder ein Gartenunfall mit dem Nachbarsrüden.

    Ich dachte Genetik geht anders, aber es ist wohl ganz einfach.

    Nicht sooo einfach!!! :klugscheisser:

    Was Laien oft nicht wissen und daher versäumen: man muß dem Universum schon mittteilen, was die positiven Eigenschaften sein sollen.

    Also alles auf eine Wunschliste schreiben und diese unter Absingen ritueller Gesänge im offenen Kamin verbrennen. Der Rauch steigt zu den Guten Mächten auf und diese erfüllen dann die Wünsche.

    Wer also mit seinem Husky/Kangal Mix wesensmäßig nicht so ganz zufrieden ist, kennt nun die Ursache.