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Als ob das mein primäres Problem bei meinem Shiba war...
Habe ich das geschrieben?! Das ist wirklich aus der Luft gegriffen und ich sage dir, wie es sich liest, nämlich angenervt und angegriffen. Obwohl ich das nirgendwo behauptet habe, nicht einmal im Ansatz. Ich sprach nur von meinem Hund. Vielleicht hast du aber auch bloß falsch gelesen, was ich im Übrigen nicht wirklich schlimm finde.
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allerdings gibt es sicheren Freilauf nur, wenn ich das Jagdverhalten soweit kontrollieren kann, dass weder er noch andere gefährdet sind.
Übereinstimmung.
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Ein positiv aufgebautes Abbruchsignal mag ich echt noch verstehen. Wenn ich es rechtzeitig sehe, wirkt das auch noch. Aber was pasiert, wenn man es eben nicht sieht?
Habe ich dir schon geschrieben, nach einiger Zeit konnte ich sie vom Reh abrufen, nachdem es in unmittelbarer Nähe zu uns aus dem Gebüsch gesprungen kam, unseren Weg kreuzte und der Hund sofort hinterher sprintete. Drei mal ist mir diese Situation bisher offline passiert, drei mal funktionierte der Rückruf. Dafür gab es natürlich eine supertolle Belohnung. Dass es in jüngster Zeit bis jetzt drei Mal funktioniert hat, muss natürlich lange nicht bedeuten, dass es zuverlässig ist, aber auf Bestellung springt mir leider kein Wild vor die Füße.
Ich kann nur berichten, wo ich sie 3 Monate hatte und sie einem Reh hinterher gehetzt ist, da hat die mein Rückruf nicht die Bohne interessiert, die kam nach 20 Minuten erst dorthin wieder zurück, wo sie abgehauen war.
Und in Gebieten, die ich nicht kenne, läuft sie sowieso erstmal nicht ungesichert. Zusätzlich habe ich ihr Warte- und Stoppsignale beigebracht. Gerade übe ich ein sicheres Platz auf Distanz und in Bewegung. Für alles korrekt ausgeführte bekommt sie entsprechende Belohnungen. Da sie sie Spielzeug meistens gar nicht interessiert, ist es eben Leckerchen und meine Stimme. Leckerchen sind nun auch nicht die Welt, am Anfang sprach sie gar nicht darauf an, nach Leckerliekonditionierung ist es für sie wenigstens schonmal eine Belohnung. Manchmal renne ich auch mit ihr als Belohnung und finde am Ende unseres Sprints ein tolles Leckerlie. Sprint mit mir findet sie allerdings nicht jedes Mal wirklich toll, manchmal muss man sie davon erst überzeugen, weswegen ich es in letzter Zeit nicht mehr mache. Weißt du, ich will meinen Hund nicht quälen, ich möchte in erster Linie innerhalb meiner Regeln und Grenzen mit ihm Spaß haben.
Was ist denn an meiner Methode nun so schlimm?!
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Ich bin aber kein Wolf, ich bin noch weniger ein Hund. Und ich werde mich auch nicht wie einer aufführen. Meine Hunde wissen, dass ich ein unbehaarter Affe bin! ....
Du bist aber kein Hund! Innerartliche Kommunikation bleibt innerartlich, bitte! Hunde führen sich übrigens nicht an der Leine durch eine künstliche Umgebung, vor der sie Angst haben.
Ja, und? Wenn du auf dem Mars leben würdest mit den Marsianern zusammen, du nicht das Bedürfnis nach einer Demokratie verspürst bzw. kennst und ein Marsianer nimmt dich auf, gibt dir Nahrung, gibt dir eine sichere Bleibe, gibt dir deine nötige Bewegung, lässt dich dein Geschäft verrichtet, gibt dir Liebe und Beschäftigung. Dann kannst du diesem Marsianer doch schließlich auch folgen, er kann dein Leitbild sein, außerdem weiß er viel mehr über die Marsianerwelt, er ist erfahren und weiß wie man sich verhält, also vertraue ich ihm.
Eben weil der Hund nicht in einer natürlichen Umgebung lebt, er lebt unter Marsianern, außerdem ist einfach alles anders an ihm, ist er doch schließlich eine ganz andere Spezies.
Aber in der Mensch-Hund Gesellschaft wird es immer der Mensch bleiben, der versuchen kann so "hundlich" wie möglich mit seinem Hund zu kommunizieren und zu versuchen ihm so "hundlich" wie möglich zu zeigen, was er von ihm will und was nicht. Ein Hund kann das nicht, er kann nicht versuchen "menschlich" zu sein bzw. sich menschlicher auszudrücken. Dazu fehlt ihm einfach der Grips.
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Ich finde es übrigens richtig traurig, dass du dich von ihrer Angst /ihrem Stress gestört fühlst und sie dann noch maßregelst. Du bestrafst sie also für ihre Angst und das ist meiner Meinung nach... traurig!
Ich korrigiere sie, weil sie sich nicht so anstellen soll. Oder soll ich mit ihr angsterfüllt durch einen ganz normalen Park mit ein paar Joggern und Radfahrern durch die Gegend pendeln? Ich zeige ihr, dass es das Normalste der Welt für mich ist.
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Du setzt deine Interessen durch, nichts weiter. Ob ich das von einem Sozialpartner Mensch erwarten würde... als Hund... ist die nächste Frage.
Der Hund soll sich an mir orientieren, weil er selbst ja scheinbar total überfordert mit der Situation ist. Hilfestellung kann ich ihm auch geben indem ich selbst beständig bleibe, mir keinen großartigen Kopf mache und ihn sicher durch etliche Situationen hindurchführe, ohne dass ich in Panik ausbreche und ihm zeige, dass man sich da draußen auch entspannen kann.
Dass man das vielleicht auch anders hinbekommt, ist ja klar. Aber es gibt zich tausend Trainingsmethoden, jede wird von irgendwem als das "nonplusultra" angepriesen, vieles, wenn nicht sogar alles andere wird als falsch abgestempelt.. wer überblickt noch diesen Jungel?! Wer wird da nicht irgendwann frustriert, wenn er angefangen hat eine Methode anzuwenden und dann aus zich anderen Ecken wieder etwas völlig anderes hört. Also tu ich das, was für mich am logischsten klingt.
Kann nicht weiter tippen, muss mit Hund raus.