Beiträge von Akiko

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    Hallo,

    ich denke es kommt sehr auf den einzelnen Hund an.

    Wenn man in Hundeforen sagt, dass man sich einen Akita zulegen möchte, bekommt man fast diesselben antworten (nicht erziehbar, nicht ableinbar, nicht anhänglich usw. usw,)

    Mit Ninja besuche ich einen Kurs zur UO und sie macht super mit. Wir üben mit begeisterung Tricks. Wir beginnen gerade mit Agility, wo sie auch gut mitmacht. Und sie ist gut ableinbar und kommt zuverlässig zurück (auch im Wald).Sie ist selbsständig, ja, aber sie liebt unsere Nähe und kuscheln. Gut, sie erst ein Jahr alt ABER selbst in ihrer schlimmsten pupertären Phase hat sie besser gehört vals so mancher andere Hund.
    Im übrigen apportiert sie auch ;)


    Und ich mag solche gefährlichen Aussagen nicht. Nur weil das bei deiner Hündin der Fall ist, heißt es nicht, dass die Rasse im Allgemeinen so tickt. Du sagst selbst, dass deine Hündin erst ein Jahr alt ist. Ein Akita ist erst mit 3-4 Jahren vollständig ausgereift. Solche Erfahrungen wie die deinen hab ich schon öfter gelesen, aber alle diese Menschen wurden früher oder später eines besseren belehrt. Unterschätze deinen Akita bis der Punkt kommt, wo du merkst, dass man Genetik nicht bescheißen kann. Die Hündin eines Bekannten wurde immer als umgänglicher, lieber Hund mit gutem Gehorsam eingeschätzt. Bis sie auf einen Kamerunbock traf, der die Herde von Kamerunschafe gegen die in Jagdrausch verfallene Akita Hündin verteidigen wollte. Sie wusste aber instinktiv was zu tun war. Mit einem Biss in den linken Vorderfuß des Bockes zog sie diesem einen Splitterbruch zu, dann hat sie ihn eine 2 m Uferböschung runtergedrückt, der Bock schwamm im Fluss um sein Leben, Herrle dachte es ist vorbei, da die Akidame nicht schwimmt, dachte er.. aber sie schwamm und blieb am Bock dran. Als Beißen und gleichzeitig Schwimmen nicht so gut funktionierte, versuchte sie den Bock mit ihrer Brust und ihrem Körper zu ertränken. Der Bock hat nicht überlebt, musste letztendlich getötet werden, weil ihm der Hund eben unter anderem auch den schweren Splitterbruch am Vorderfuß zugefügt hatte, wie sich durch die Einbissstellen herausstellte. Das kann passieren, wenn man seinen Akita unterschätzt. Diese Hündin hatte niemals Jagd- oder Tötungssequenzen erlernt, aber sie handelte dennoch erschreckend präzise. Die Herde in eine auswegslose Situation getrieben, dem Angriff des Leitbocks ausgewichen um ihm dann eine schwere Verletzung hinzuzufügen und schwamm dann das erste Mal in ihrem Leben um die Beute zu kriegen.

    Zitat

    Das ist ja quasi dasselbe wie Tellington Touch oder eben auch, wie das Thundershirt wirkt (was übrigens super funktioniert, hätte ich nicht gedacht).


    !

    Es ist das einzige, was bei ihr wirkt. Mit Leckerlies oder Ähnlichem kann ich ihr gar nichts versüßen.
    Entschleunigen, lang auf Bänken mit leichtem Trubel sitzen, ein paar Konzentrationsübungen (über Baumstämme klettern mit leichten Auslösern , Entspannungsübungen etc. , das geht am besten.

    Zur Seitenlage..

    Syd bringe ich auch in eine Seitenlage, sie hat ja soziale Phobien bei Trubel und es ist Bestandteil unserer Unternehmungen dagegen. Im Cafe beispielsweise, wenn sie sich abgelegt hat stuppse ich sie nach gewisser Zeit auf die Seite, den Kopf soll sie dabei auch auf dem Boden lassen, setze mich bequem und entspannt daneben und massiere sie, halte sie, streichel sie mit viel Druck. Ihr gestresstes Hecheln hört dabei auf, ihre Atemfrequenz wird ruhiger, sie fängt an in ihrer Angst ihren eigenen Körper wieder besser zu spüren und entspannt.
    Bringt für uns ziemlich viel, es wird stetig besser. So viel besser, dass wir nach der Entspannungsübung aufstehen und sie mit aufgerollter Rute (vor 6 Wochen noch immer gekniffen) neben mir weiter geht.

    Ich pack hier mal ein paar echte Amis dazu :D

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    Ich denke die Diskussion mit Kareki an dieser Stelle nirgendwen weiter. Ich habe sie schon in einem anderen Forum gelesen, aus welchem sie schließlich entfernt wurde.

    Ihr dürft euch wohl weiterhin anhören, dass ihr eure Hunde unfair und grundsätzlich falsch behandelt.

    Philosophen haben die Weisheit mit Löffeln gefressen, ihre Ansichten und persönlich durchlaufene Entwicklungen sind unanfechtbar richtig. Wir brauchen mehr Philosophen, keine Ingenieure! Pfff, wer braucht schon Brücken, die halten.

    Zitat

    Ein "Fuß" beinhaltet eine zu hohe Erwartungshaltung (Leckerliiiiiiieeee!!!), ich würde hier ohne Futter arbeiten, Ruhe reinbringen und eher begrenzen und Konzentration fordern.

    Wenn sie ganz bei dir ist - ohne Spiele, Futter und co - würde ich sie langsam rauslassen.

    Das ist natürlich nur ein Teil von dem, was ich machen würde.

    Du bist dir aber sicher, dass du in Berlin wohnst und nicht in Hamburg?! So vieles, was ich hier von dir lese, erinnert mich an meine Einzeltrainerin, die ich kennengelernt habe wo sie mit einer ihrer Gruppen von ca. 15 Betreuungshunden unterwegs war :smile:

    Zitat


    Als ob das mein primäres Problem bei meinem Shiba war...

    Habe ich das geschrieben?! Das ist wirklich aus der Luft gegriffen und ich sage dir, wie es sich liest, nämlich angenervt und angegriffen. Obwohl ich das nirgendwo behauptet habe, nicht einmal im Ansatz. Ich sprach nur von meinem Hund. Vielleicht hast du aber auch bloß falsch gelesen, was ich im Übrigen nicht wirklich schlimm finde.

    Zitat

    allerdings gibt es sicheren Freilauf nur, wenn ich das Jagdverhalten soweit kontrollieren kann, dass weder er noch andere gefährdet sind.

    Übereinstimmung.

    Zitat

    Ein positiv aufgebautes Abbruchsignal mag ich echt noch verstehen. Wenn ich es rechtzeitig sehe, wirkt das auch noch. Aber was pasiert, wenn man es eben nicht sieht?

    Habe ich dir schon geschrieben, nach einiger Zeit konnte ich sie vom Reh abrufen, nachdem es in unmittelbarer Nähe zu uns aus dem Gebüsch gesprungen kam, unseren Weg kreuzte und der Hund sofort hinterher sprintete. Drei mal ist mir diese Situation bisher offline passiert, drei mal funktionierte der Rückruf. Dafür gab es natürlich eine supertolle Belohnung. Dass es in jüngster Zeit bis jetzt drei Mal funktioniert hat, muss natürlich lange nicht bedeuten, dass es zuverlässig ist, aber auf Bestellung springt mir leider kein Wild vor die Füße.
    Ich kann nur berichten, wo ich sie 3 Monate hatte und sie einem Reh hinterher gehetzt ist, da hat die mein Rückruf nicht die Bohne interessiert, die kam nach 20 Minuten erst dorthin wieder zurück, wo sie abgehauen war.
    Und in Gebieten, die ich nicht kenne, läuft sie sowieso erstmal nicht ungesichert. Zusätzlich habe ich ihr Warte- und Stoppsignale beigebracht. Gerade übe ich ein sicheres Platz auf Distanz und in Bewegung. Für alles korrekt ausgeführte bekommt sie entsprechende Belohnungen. Da sie sie Spielzeug meistens gar nicht interessiert, ist es eben Leckerchen und meine Stimme. Leckerchen sind nun auch nicht die Welt, am Anfang sprach sie gar nicht darauf an, nach Leckerliekonditionierung ist es für sie wenigstens schonmal eine Belohnung. Manchmal renne ich auch mit ihr als Belohnung und finde am Ende unseres Sprints ein tolles Leckerlie. Sprint mit mir findet sie allerdings nicht jedes Mal wirklich toll, manchmal muss man sie davon erst überzeugen, weswegen ich es in letzter Zeit nicht mehr mache. Weißt du, ich will meinen Hund nicht quälen, ich möchte in erster Linie innerhalb meiner Regeln und Grenzen mit ihm Spaß haben.
    Was ist denn an meiner Methode nun so schlimm?!


    Zitat


    Ich bin aber kein Wolf, ich bin noch weniger ein Hund. Und ich werde mich auch nicht wie einer aufführen. Meine Hunde wissen, dass ich ein unbehaarter Affe bin! ....

    Du bist aber kein Hund! Innerartliche Kommunikation bleibt innerartlich, bitte! Hunde führen sich übrigens nicht an der Leine durch eine künstliche Umgebung, vor der sie Angst haben.

    Ja, und? Wenn du auf dem Mars leben würdest mit den Marsianern zusammen, du nicht das Bedürfnis nach einer Demokratie verspürst bzw. kennst und ein Marsianer nimmt dich auf, gibt dir Nahrung, gibt dir eine sichere Bleibe, gibt dir deine nötige Bewegung, lässt dich dein Geschäft verrichtet, gibt dir Liebe und Beschäftigung. Dann kannst du diesem Marsianer doch schließlich auch folgen, er kann dein Leitbild sein, außerdem weiß er viel mehr über die Marsianerwelt, er ist erfahren und weiß wie man sich verhält, also vertraue ich ihm.

    Eben weil der Hund nicht in einer natürlichen Umgebung lebt, er lebt unter Marsianern, außerdem ist einfach alles anders an ihm, ist er doch schließlich eine ganz andere Spezies.
    Aber in der Mensch-Hund Gesellschaft wird es immer der Mensch bleiben, der versuchen kann so "hundlich" wie möglich mit seinem Hund zu kommunizieren und zu versuchen ihm so "hundlich" wie möglich zu zeigen, was er von ihm will und was nicht. Ein Hund kann das nicht, er kann nicht versuchen "menschlich" zu sein bzw. sich menschlicher auszudrücken. Dazu fehlt ihm einfach der Grips.


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    Ich finde es übrigens richtig traurig, dass du dich von ihrer Angst /ihrem Stress gestört fühlst und sie dann noch maßregelst. Du bestrafst sie also für ihre Angst und das ist meiner Meinung nach... traurig!

    Ich korrigiere sie, weil sie sich nicht so anstellen soll. Oder soll ich mit ihr angsterfüllt durch einen ganz normalen Park mit ein paar Joggern und Radfahrern durch die Gegend pendeln? Ich zeige ihr, dass es das Normalste der Welt für mich ist.


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    Du setzt deine Interessen durch, nichts weiter. Ob ich das von einem Sozialpartner Mensch erwarten würde... als Hund... ist die nächste Frage.

    Der Hund soll sich an mir orientieren, weil er selbst ja scheinbar total überfordert mit der Situation ist. Hilfestellung kann ich ihm auch geben indem ich selbst beständig bleibe, mir keinen großartigen Kopf mache und ihn sicher durch etliche Situationen hindurchführe, ohne dass ich in Panik ausbreche und ihm zeige, dass man sich da draußen auch entspannen kann.

    Dass man das vielleicht auch anders hinbekommt, ist ja klar. Aber es gibt zich tausend Trainingsmethoden, jede wird von irgendwem als das "nonplusultra" angepriesen, vieles, wenn nicht sogar alles andere wird als falsch abgestempelt.. wer überblickt noch diesen Jungel?! Wer wird da nicht irgendwann frustriert, wenn er angefangen hat eine Methode anzuwenden und dann aus zich anderen Ecken wieder etwas völlig anderes hört. Also tu ich das, was für mich am logischsten klingt.


    Kann nicht weiter tippen, muss mit Hund raus.

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    Weißt du... ein Shiba oder ein Shikoku wurde zum eigenständigen (!) Jäger gezüchtet. Kontraproduktiv wäre es, so einen Hund abzustrafen, der genau das tut, was er tun soll. Und auch einem Dackel tun solche Übrungen gut. Oder sonst irgendeinem Hund mit Jagdverhalten.

    Ah ja, und in einer Mehrhundehaltung von Siberian Huskys kann man sehr schön beobachten, wie von anderen Mitgliedern der Gruppe das Jagdverhalten eines Individuums toleriert wird.

    Wir hatten ja erst gestern Blochs Beobachtungen von Wölfen, was das Fernbleiben von der Wolfsfamilie für Konsequenzen hat. Die Eltern ("Leittiere") juckt es nicht im Geringsten. Und da ihr ja der Meinung seid, man müsse ein bisschen Mama und Papa Wolf spielen...

    Natürlich weiß ich das, neben mir läuft eine Second Hand American Akita Hündin. Sie wollte gerne Jagen, zeigte dauernd Appetenzverhalten. Nach einem dreiviertel Jahr ließ sie sich vom Reh abrufen. Und ja, ich verbiete ihr das Jagen. Wenn ich schon ein leichtes Flehmen wahrnehme gibt es ein Abbruchsignal und das funktioniert. Leider ist bei dieser Hündin aber nicht primär das Jagen ein "Problem", ihre sozialen Phobien aufgrund mangelnder Sozialisation stehen da im Vordergrund.

    Und was meinst du mit "sonst irgendeinem Hund mit Jagdverhalten", haben das nicht alle Hunde in gewisser Form?

    Bloch rät übrigens auch dazu das Jagen von Hunden direkt und von Welpenbeinen auf an zu kontrollieren, vorerst mit Grenzsetzung und Abbruchsignalen. Natürlich braucht mein Hund auch Auslastung, geistig und körperlich. Aber in erster Linie ist es wichtig mich bei meinem Hund als souveräne Leitfigur in Erinnerung zu bringen, sodass er mir gänzlich vertraut, ich berechenbar für ihn bin und er klar gesagt bekommt, was ich will und was ich nicht will.

    Du schreibst ja auch andauernd, dass Hund einen anderen Hund nur maßregelt, wenn er sich selbst gestört fühlt etc pp. Ja, wenn mein Hund in der Leine hängt fühle ich mich gestört, darf ich das dann korrigieren? Danke. Ja, wenn meine ängstliche Hündin mal wieder total gestresst hin und her pendelt, obwohl wirklich nur menschlich Alltägliches um mich herum geschieht und sie mich bei meinem Spaziergang stört, dann korrigiere ich. Ich bin schließlich vollends entspannt, alles, was um mich herum passiert nehme ich wahr und stempel es als das Normalste der Welt ab. Ich setze mich hin, gebe dem Gehirn meines Hundes eine gewisse Zeit um selbst auf den Gedanken zu kommen eine entspanntere Haltung anzunehmen, wenn er dies nicht tut, bringe ich ihn in eine entspanntere Haltung. Nonverbal. Ich zeige ihm einfach was ich will. Dann streichel ich ihn langsam und mit gutem Druck, das macht ihn "weicher" und entschleunigt ihn.


    Weißt du, was das "Problem" ist?! Du schreibst in einer Art und Weise, die sehr "selbstverherrlichend" und als einzig richtiger Weg rüberkommt. Wenn jemand andere Methoden verwendet, befürwortet oder damit entsprechende positive Erfahrungen gemacht hat, dann redest du entweder etwas von "der arme Hund" (nicht wörtlich), bezeichnest den Umgang des Halters mit seinem Hund als grundsätzlich falsch und / oder sogar als schädlich für den Hund etc. Das finde ich fragwürdig, weißt du, gerade bei einem hoch entwickelten sozialen Lebewesen von einem angeblichen "Patentrezept" zu wissen.
    Wärst du wirklich daran interessiert deine positiven "Erkenntnisse" und "Methoden" an den Mann zu bringen, dann würdest du dein Geschriebenes auch dementsprechend verpacken. So klingt es aber eher nach einem Rumgeholze und irgendwie auch ein bisschen nach einer "Profilneurose". Da ist nun vielleicht auch etwas nicht Vorhandenes heininterpretiert, aber auf mich wirkt das so.

    Zitat


    Vor allem - keine Hundemutter der Welt, weil damit wird ja argumentiert, verbietet dem Nachwuchs das Jagen... es gibt also keinen "natürlichen" Grund dies zu hemmen (Hemmen macht den Hund noch unzuverlässiger).
    Also arbeiten wir am besten MIT dem Hund, statt GEGEN ihn. ;)


    Hier mal ein kurzer Einwurf.
    Ein unkontrolliert drauf losrasender, jagender Jungwolf würde von den anderen Wölfen aber sowas von abgestraft werden.
    Und nichts anderes sind unsere Hunde in Bezug auf ihre Jagdeigenschaften. Unkontrolliert drauf losstürmende Jungwölfe ohne jegliche Erfahrung.