Beiträge von Treibsel

    Sooooo, dann schlender ich doch auch mal hier rein, mit dem Kandidaten, der sich gestern erfolgreich um (Schlepp)leinenknast beworben hat.

    Bisher war er echt immer super brav und das Vorzeigestreberli.
    Aber nun packt er so langsam die Pubertät aus.
    Noch nicht mit dem Hammer, aber die Anzeichen sind da.

    Meine Hoffnung ist, dass wir in den Wochen und Monaten davor ein gutes Fundament gelegt haben, das nun etwas durch das Hormonchaos vernebelt ist, aber dennoch da.

    Eigentlich darf ich mich nicht beschweren, denn er hört nach wie vor gut.
    Aber bei einem von 10 RR kommt er halt nicht.
    Am Wochenende ist er sogar zweimal ausser Sicht abgehauen :headbash:

    Mein Hund hat echt viele Freiheiten, aber ausser Sicht abdüsen, trotz Pfiff geht halt mal so gar nicht.

    Ansonsten hat er Kommandos, die er für überflüssig hält, rassetypisch schon länger hinterfragt.
    Das ist aber auch okay, das wollte ich ja so ;)
    Bisher war es aber so, dass wenn es wirklich sein musste, er wirklich astrein gehört hat.

    Bin gespannt wie lange die Phase andauert und der Herr kann froh sein, ich hänge ihn nämlich an die 20meter Schlepp. Da braucht er nun echt nicht meckern. Nutzt er den Raum zu sehr aus, wartet auch noch eine 10meter Schleppe auf ihren Einsatz :p Er hat es also ein bisschen selber in der Hand ;)

    Also ich hab mir die Folge nun angeschaut und kann manche Kritikpunkte von euch nicht so ganz nachvollziehen.

    Dass Martin den Keno mit Bällen abgeworfen hat, fand ich nun nicht so schlimm.
    Der Hund hat bisher gelernt, dass der Mensch so funktioniert wie er sich das wünscht.
    Und wenn ich sehe, wie mein 26kg gestern von seiner 41kg Freundin umgebombt wurde, so dass er 3 Seitwärtsrollen hinlegt, freudig aufspringt und weiterspielt glaube ich auch nicht, dass dem Keno das groß weh getan hat oder so.
    Überrascht war ich dann auch über den schnellen, tollen Trainingserfolg, vor allem da das Wolle Double auch so wirkt als wäre er nicht der schnellste im Mitdenken. Dass er dann sogar von sich aus schon Impulskontrolle mit Keno angefangen hat und das tatsächlich auch funktioniert hat, finde ich echt super klasse. Das zeigt einfach auch, wie schnell sich etwas in eine gute Richtung weiterentwickeln kann, wenn man es nur versucht.

    Bei Herr Lehmann fand ich den Schritt zum Meideverhalten auch gar nicht so unlogisch.
    Der hat einfach super schnell kapiert was sein Frauchen von ihm will.
    Also hat er sich bei Erblicken des Korbes gedacht "bringt eh nüscht dran zu gehen, ich geh mal direkt zu Frauchen, hab ich mehr von".
    Das hat der Rütter dann aber auch erklärt, weil Lehmanns Frauchen das ja auch falsch gedeutet hatte.
    Und der Rütter hat auch nach dem ersten Training gesagt dass der Hund für Nasenarbeit gemacht wurde, sich damit bisher nicht beschäftigen durfte/konnte und er sich dann eben selber damit beschäftigt wenn er sich durch den Park schnüffelt.
    Vom optischen Eindruck her, fand ich nun auch dass Herr Lehmann etwas gut beeinander war, aber ich kenne mich mit der Rasse auch ehrlich gar nicht aus.

    Aaaaahhhh wie cool, ich hab gestern auch überlegt so einen Thread zu eröffnen!

    Linus fährt grad total auf Kastanien ab.
    Die Tage kam er in ein Dilemma - er entdeckte eine Kastanie, die auf der Straße lag, allerdings nicht so weit vom Bordstein entfernt.
    Als ich sah dass er die Kastanie entdeckt hat, warf ich ihm ein "nein, Straße!" zu.
    Er stellte sich also an die Bordsteinkante, als wäre es eine Klippe, angelte mit der Pfote nach der Kastanie, musste dabei ganz schön balancieren um nicht in den Abgrund ;) zu stürzen, aber er hat es schlußendlich geschafft, die Kastanie so weit an die Kante zu ziehen, dass er sie mit dem Maul aufsammeln konnte. :lachtot:

    Tränen gelacht hab ich auch darüber:
    http://www.youtube.com/watch?v=ZV2O2YPrVYo
    vor allem dann der Angriff des Killerbesens am Ende.
    Linus war über mein Lachen so empört dass er mich dann zweimal ermahnend angewufft hat - so nach dem Motto "war gar nicht so witzig" worüber ich dann noch mehr lachen musste :D

    Ich hab den SchaPu nun auch ehrlich etwas "negativer" dargestellt, als ich ihn selber wirklich empfinde.
    Aber er braucht einfach eine klare Hand - sonst veräppelt er einen.

    Ich finde das ja toll, einen Hund der mitdenkt.
    Auf der Hundewiese, wenn die Hunde im Rudel rennen, Linus zu langsam ist oder was auch immer, dann rennt er nicht stur hinter den anderen her sondern kürzt auch mal schnell den Weg ab.

    Und Linus arbeitet schon auch gerne mit - es muss halt Sinn machen, in seinen Augen und nicht nur in meinen ;)

    Wenn man allerdings kein konsequenter Mensch ist und gerne mal fünfe gerade sein lassen möchte, einen Hund, der für ein Leckerlie alles macht, dann ist der Schafpudel wohl tatsächlich der falsche. Kadavergehorsam bekommt man da nämlich nicht im Paket.

    Vielleicht mögt ihr euch ja mal durch meine Youtube Videos durchklicken, ich hab Linus in allen möglich (und unmöglichen ;) ) Situationen gefilmt, vielleicht gibt das schon einen kleinen Eindruck:
    http://www.youtube.com/user/Treibsel/videos

    Was man auch noch bedenken sollte, SchaPus haben normalerweise viel Fell. Das kann sich auch noch bis zum dritten Lebensjahr verändern und das können so richtige Fellbomben werden.
    Wobei ich bisher Linus' Fell nicht arg pflegeaufwändig finde. Er hat aber auch recht wenig Fell bisher für einen SchaPu.

    Auf der Seite findest du auch noch Infos zum SchaPu.

    @hüteblitz was meinst du wie doof ich geschaut hab als er da rückwärts an mir vorbei maschiert ist. Ich war echt hin und hergerissen zwischen aufregen dass er es geschafft hat und durchkam oder kaputt lachen. Ich hab mich für letzteres entschieden.

    Was man bei den Schafpudeln auch wissen muss, das sind riesige Clowns....
    Und wenn sie dann mit ihren treudoofen Augen anschauen ist es zum Teil echt schwer ernst zu bleiben.
    Ich muss mich so oft wegdrehen wenn ich mit Linus geschumpfen hab weil ich sonst nicht mehr ernst bleiben könnte :D

    Linus hat man auch schon sehr früh angemerkt dass er helfen will.
    Also hat er glaub mit ca 4 Monaten das erste Mal einen Teil vom Einkauf mit hoch getragen.

    Müll raustragen ist nun sein Job:
    http://www.youtube.com/watch?v=y76bs4PRmiw

    Und bei so einem Dickkopf ist es durchaus ratsam auch nur Kommandos zu geben, die einem wirklich wichtig sind und die man auch durchsetzen will.
    Das hatte ich allerdings schon ganz schnell bei Benji gelernt, nachdem wir mal eine halbe Stunde Aufzug gefahren sind, weil ich auf das "sitz" bestanden hatte :hust:

    Aber süß ausschauen tut der Dix auf jeden Fall!
    Diiiiese Aaaauuugen!!! :herzen1:

    Da @hüteblitz mich gerufen hat, schreib ich mal was zum Schafpudel bzw zu Linus - den Thread hab ich bisher (noch) nicht gelesen.

    Was man beim Schafpudel einfach wissen muss, dass er eine sehr ursprüngliche Rasse ist, die dafür gezüchtet wurde, selbstständig an großen Schafsherden mitzuarbeiten.
    Ich glaube die Herdengröße fängt bei 300 Schafen an.
    Da muss ein Hund einfach auch selbst Entscheidungen fällen.

    Mit Linus habe ich glaube ich (zumindest bisher, er wird morgen erst 7 Monate alt) eine "soft" Variante erwischt, wobei ich bei der Auswahl auch sehr darauf geachtet habe, den ruhigsten im Wurf zu holen.
    Er ist mit 6 Wochen schon aufgefallen, dass er sich die Sachen (also mich *g* ) erst angeschaut hat, während seine Geschwister alle schon auf mir drauf hingen und als er mich für als okay befunden hat kam er auch zu mir und da blieb er dann auch und hat auf meinem Schoß gepennt und das obwohl seine Geschwister auf mir und ihm rumgeturnt sind.

    Was ich zu Linus sagen kann (ohne einen großartigen Vergleich zu anderen Welpen/Rassen zu haben) dass er wirklich sehr clever ist.
    So hat er mich z.b. im Alter von 12 Wochen erfolgreich ausgetrickst und das auf eine echt kluge Art und Weise.
    Ich wollte nicht dass er vor mir aus der Tür geht.
    Er wollte links an mir vorbei, ich hab ihn geblockt.
    Er wollte rechts an mir vorbei, ich hab ihn geblockt.
    Mit einem Blick über die Schulter habe ich gesehen dass er wieder Richtung Zimmer abdreht und hab mich noch gewundert dass sie Sache so schnell gegessen war.
    Im nächsten Moment lief er RÜCKWÄRTS links an mir vorbei! Ich war so perplex, dass er damit auch noch erfolg hatte.

    Auch braucht er wirklich eine "Führungspersönlichkeit".
    Ich versuche meine Mitbewohnerin immer wieder anzuleiten, dass sie klar und konsequent mit ihm kommuniziert, aber dennoch tanzt er ihr zum Teil echt rotzfrech auf der Nase rum.

    Die Intelligenz ist auch nicht zu unterschätzen.
    Zum Teil lernt der Dinge durch abschauen. So hat er nun z.B. angefangen auch oft den Kopf zu schütteln wenn ich nein sage, weil ich das manchmal auch durch ein Kopfschütteln verstärlt habe :O
    Auch gab es schon die Tendenz zum Türklingen drücken und ich fürchte, das wird nicht mehr lange dauern bis er es auch wirklich in die Tat umsetzt *knirsch*

    Und er prüft Befehle auf Sinnhaftigkeit.
    Eben kam z.B. ein Radfahrer und Linus war ca 25-30 Meter von mir entfernt. Er hat den Radler gesehen, dann zu mir geschaut, ich hab ihm das Handzeichen für Sitz gegeben und *schwupps* war der Pobbes auf dem Boden und war da auch wie festverankert.

    Rufe ich ihn der Übung halber an, will dass er sitz macht ect - schaut er sich erst um, ob es einen Grund gibt, gibt es keinen, zuckt er fast schon sichtbar mit den Schultern und ich könnte mich auf den Kopf stellen, er führt den Befehl nicht aus.

    Da er noch so jung ist und ich weiß dass es bei den Hütern schnell passieren kann, dass sie hyperaktiv werden, achte ich darauf dass wir nach wie vor nicht zu viel machen.
    Generell ist er aber ein sehr aktiver, wobei er aber ja wie gesagt auch noch sehr jung ist.

    Ich hoffe ich konnte (wem auch immer ;) ) etwas helfen und nun geh ich mal nachlesen.

    Ach ja zum schafpudelforum noch, ich bin da auch, aber bin mit dem Forum nicht ganz warm geworden.

    Wenn noch Fragen da sind, einfach raushauen!

    Nun reihe ich mich halt doch mal in die Diskussion ein.

    Ich muss sagen, dass mir bis auf einer, hier nun auch kein "nerviger" Kleinhund einfallen würde.
    Und der eine ist ein Westi, lebt hier im Haus und hat einfach ein Frauchen das ihm nicht gewachsen ist und da kommt der Hund dann auch schon mal an der Flexi aus dem Aufzug geschossen bevor das Frauchen überhaupt zu sehen ist :ugly:

    Ansonsten versuche ich jedem Hundehalter gleich zu begegenen, egal ob er einen großen oder kleinen Hund hat.
    Mein Hund hat andere nicht zu belästigen - so oder so. Egal ob der andere einen Hund hat oder nicht.
    Ist natürlich meine Idealvorstellung und funktioniert nicht immer. Aber dann entschuldige ich mich auch dafür.

    Einmal hab ich in letzter Zeit jemandem mit kleinerem Hund einen "blöden" Spruch gebracht, der war aber im Kontext und ironisch gemeint und ich hoffe und denke die HH hat das auch so aufgefasst.
    Wir waren auf der Hundewiese und ihrer stand als knurrend zwischen den anderen Hunden. Er hätte aber auch die Möglichkeit gehabt sich zu entfernen, da die anderen sich eh nicht für ihn interessiert haben.
    Da hab ich dann, mit der Vorwarung "Achtung blöder Spruch" nur zum Hund gemeint "pass nur auf, der hatte noch kein Abendbrot". Die HH hat da aber selber drüber gelacht. Aber das war eben im Kontext und man stand schon eine Weile zusammen.

    Auf das hochnehmen reagiere ich glaube ich etwas empfindlich weil ich da einfach mal eine dumme Situation hatte.
    Wir haben eine Freundin der Familie besucht, die einen Kleinhund hat und der da auch Kinderersatz für die aus dem Haus gezogenen Kinder ist.
    Sie wusste nicht wie ihr Hund auf Benji reagieren wird, wenn er in die Wohnung kommt, aber wir haben gesagt wir probieren es.
    Beim betreten der Wohnung hat sich ihrer erst Mal ernsthaft auf Benji gestürzt.
    Das hab ich dann gemanaged und das war dann auch okay und sie liefen wunderbar in der Wohnung nebeneinander her.
    Irgendwann fing ihrer dann aber wieder an zu pöbeln und sie hat ihn dann beschützend!! auf den Schoß genommen und auf den, nach meinen Hund schnappenden Hund säuseldn eingeredet "ist doch aaaaallles okay"

    Da ärgert mich dann aber halt eher, dass der Hund nicht als Hund mit seinen Bedürfnissen und seiner Kommunikation wahrgenommen wird.
    Und Hunde die Kinderersatz sind, sind klischeebelastet nun mal leider oft die Kleinen.

    Und auch wenn ich keinen Kleinhund habe (und wohl auch nie haben werde, weil ich wohl selber der Gefahr laufen würde ihn zum "Kuscheltier" zu machen ;) ) nervt mich dieses "ach ich hab nen kleinen Hund, weil der braucht ja nicht so viel Auslauf wie die Großen".
    Doooooch - auch dein kleiner Hund ist vor allem erst mal eins: nämlich ein HUND und der hat die selben Bedürfnisse wie mein Kälbchen.

    Also wie gesagt, ich für mich kann nur sagen, dass ich keinen Unterschied in der Hundebegegnung mache ob da nun ein Mini Chi kommt oder eine Dogge. Beide haben eben für mich gemeinsam: sie sind ein Hund.

    Das ist auch eine Sache, über die ich mir in letzter Zeit immer wieder Gedanken mache.

    Beim Kissen handhabe ich es unterschiedlich.
    Dort lasse ich es ihn meistens selber auflösen - sofern er in der Zwischenzeit auch wirklich runtergekommen ist.
    Wenn er aber hier rumhibbelt und quasi zur "Strafe" aufs Kissen muss, weil er mir sonst auch im Weg stünde und er quasi wartet dass er wieder runter darf, hebe ich es auf.

    Wenn wir draußen unterwegs sind, hebe ich eigentlich jedes Kommando auf.
    Wir sind allerdings auch noch nicht so weit (Linus ist noch nicht ganz 7 Monate) dass er von sich aus einen Befehl lange ausführen würde.

    Ganz besonders achte ich momentan darauf, dass wenn ich ihm im Aufzug das Kommando "Sitz" gegeben habe, er auch wirklich erst aufsteht, wenn ich ihn frei gegeben habe. Zur Not schick ich ihn auch nochmal ins Sitz.
    Allerdings ist Linus von der Rasse her auch sehr selbstständig in seinen Entscheidungen - daher ist mir wichtig dass er weiß, dass er in gewissen Situationen nicht selber entscheiden darf.