Beiträge von Hütehundi

    Ich sag jetzt nicht, dass es das ist, aber vor ein paar Jahren hatte mein Voitto dasselbe, zumindest sah es genauso aus. Er ist aufgewacht und sah plötzlich aus wie ein Bullterrier, fand es ja total süß, aber hab mir natürlich auch Sorgen gemacht. Genau wie bei dir schien es ihn weder zu stören, noch zu jucken und auch bei Berührung zuckte er nicht, nichts. Bin aber trotzdem sofort zum TA gegangen, weil ich so etwas einfach nicht kannte.


    Es hat sich als Stich herausgestellt, von was auch immer (Biene und dergleichen war ausgeschlossen, aber irgendein Insekt). Wir haben Traumeel Salbe bekommen und sollten einfach abwarten. Ist am Abend abgeschwollen, kam am nächsten Tag noch einmal und am dritten Tag war's weg.


    War total harmlos und der Weg zum TA auch umsonst. Da es deinen Hund ja auch keine Schmerzen zu bereiten scheint, würde ich auch noch warten, evtl. Salbe drauf und falls es wirklich nicht abschwillt oder immer und immer wieder kommt, natürlich ab zum TA. Sieht aber wirklich ganz genauso aus wie bei meinem (müsste auch ein Foto haben, aber das jetzt zu finden...) und da es ja auch wirklich warm draussen ist, gibt es auch noch Insekten, die stechen können.


    Jedenfalls gute Besserung dem Armen Knollnäschen : )

    Juhwie oje, das tut mir leid! Und auch die anderen Arztgeschichten... jetzt weiß ich wieder, warum ich eigentlich nie zum Arzt gehe ^^


    Hab jetzt auch mal was: kurz wer es nicht weiß: Megumi - Tierschutz - schlechte Erfahrungen - Angst vor Menschen - inzwischen "nur" noch starke Unsicherheit aber nur bei direktem Kontakt/Ansprechen (kurz genug? ;) )


    Es gibt da einen Herren so mitte 50, den ich mehrmals die Woche abends beim Nachhauseweg vom Gassi treffe. Aus irgendeinem Grund grüß ich den immer, obwohl er anfangs gar nicht und dann sporadisch mal zurückgegrüßt hat. Letztens ging ich mit den Hunden gerade den schmalen Weg zum Bahnhof entlang (übe ich gerade täglich, weil Megumi Angst vor Bahnhöfen hat und den Weg schon angespannt ist). Merke ich, dass jemand hinter mir geht und werde langsamer, damit er überholen kann, damit Megumi auf der Brücke nicht wieder Panik bekommt, denn Menschen auf der Brücke müssen ja vom Bahnhof kommen und das sind Monster mit tausend Reisszähnen .


    Egal, jedenfalls überholt er und streift dabei einen Baum und Megumi zuckt zusammen, weil sie eh schon angespannt/unsicher war. Mann sagt:"Ach, hat er sich erschreckt?" Ich:"ja, die hat Angst vor dem Bahnhof, sonst macht ihr das nichts." Da wird der Mann langsammer und geht halb neben, halb vor uns, meine Hunde brav bei Fuß. jetzt beginnt das bemerkenswerte/eigenartige Gespräch.


    Mann: "Ich finde es schade, ich sehe überhaupt keine Dackel mehr."
    Ich (etwas irritiert): Ja? Ich kenne hier einige" (erst gestern wollten uns welche auffressen)
    Mann: Die gibt es bald nicht mehr.
    Ich :???:
    Mann (etwas empört):" Ja, die Rassehunde sterben alle aus. Es adoptieren ja alle nur noch Hunde aus Rumänien oder sonst wo. Mit denen ist es ja genauso"
    er nickt in Richtung meiner Hunde. Okay, sollte das ein Vorwurf sein?
    Ich: "Aber das SIND Rassehunde"
    Mann (erstaunt und interessiert) : "Achso?"
    Ich: "Ja, ein AKita und ein Finnischer Lapphund.
    Mann: "Die sind ja dann noch seltener." (als Dackel? :lol: )


    Wir kommen an der Straße an, ich lass meine Hunde absetzen, da dreht sich der Mann so schnell um, dass ich gar nicht mehr reagieren konnte und will ohne Vorwarnung Megumi am Kopf tätscheln. Genau davor hat sie aber noch Angst und erst recht direkt beim Bahnhof, also bellt sie vor Schreck einmal. Mann zieht die Hand weg.
    Ich: "Entschuldigung, aber sie hat immer noch Angst vor Menschen wenn..."
    Mann (zufrieden) : "DAS ist gut!" Schaut nochmal meine Hunde an, wünscht mir vergnügt nen schönen Abend und geht weiter.
    Ich stand wirklich so da :???: da war jetzt irgendwie alles schräg.


    Aber das Beste: seitdem grüßt er mich jedesmal vergnügt freundlich und meistens sogar noch bevor ich grüße. Vielleicht weil ich zur "Rettung der Rassehunde" beitrage? Na, wenn der wüsste, dass Megumi auch aus dem Tierschutz ist :hust:

    :lol: find ich witzig! Ist bei mir auch so. Bei unserer täglichen Tricksstunde hab ich die beiden Wuffs vor mir, beide mit großen, eifrigen Augen. Okay, bei Voitto klappt's meistens, der weiß dass er dran ist, wenn ich ihn kurz ansehe und wenn nicht, dann nicht. Nur verbeugen tut er sich hin und wieder, ob er nun gefragt ist oder nicht, weil er das liebt und denkt, dass er ja irgendwann mal dran sein muss :headbash:


    Aber Megumi... da verwende ich extra zwei Sprachen, damit jeder weiß, wer gemeint ist (für Megumi deutsch, für Voitto finnisch), dann ist das Mädel Mehrsprachig. Ich sag "pyöri", Voitto dreht sich brav, Megumi legt ganz kurz den Kopf schief und dreht sich nur kurz zeitversetzt mit. Sieht aus wie beim Hundeballet :hust:
    Bei manchen Übungen ist Voitto etwas schüchtern und ich wiederhole das Kommando. Er, der gemeint ist, führt es also einmal aus, während Megumi es bei jedem mal, als ich das Kommando gesagt habe, ausgeführt hat plus einer Zugabe, weil sie sie sich wundert, warum sie noch kein Lob bekommen hat. Was sie natürlich dann auch bekommt, weil das unglaublich süß ist. Vielleicht denk ich mal dran, ein Video davon zu machen.


    Rückruf hab ich auch für jeden einen (einmal aufsteigendes "hiiiier" und dann abfallendes "tuuuuule"). Kommen aber in 98% der Fälle immer beide dahergerannt. Irgendwie auch nicht schlecht :D

    Baue das Training einfach nochmal so auf wie damals bei dem dunklen Auto. Schritt für Schritt und mit viel Lob, Leckerchen. Sitzt sie dann im Auto, besonderes Leckerchen geben, kurz warten und wenn sie ruhig ist (darf nicht quängeln o.ä.), rauslassen. Für den Hund ist das ja eine neue Situation und kein vertrauter Geruch. Muss sie sich erst dran gewöhnen. Dürfte aber eigentlich kein Problem werden. Einfach ruhig bleiben und den Hund nicht drängen.


    P.S.: Mein Hund hatte auch mal Angst vor bestimmten Autos. Eine bestimmte größe und Typus und seltsamerweise auch die Farbe. Weiß, silber und grau waren schlimm, wohingegen jede andere Farbe von genaudemselben Auto ihr nichts ausmachten. Also kann eventuel doch auch an der Farbe liegen, wobei der Geruch in dem Fall wirklich wahrscheinlihcer ist.

    Ich muss aber dazusagen, dass sie doch recht früh gerettet wurde und somit mit zwölf Wochen bei mir war, ich also doch noch einiges durch gezielte Sozialisation habe "retten" können. Viele Ängste (offene Autos, Garagentore, seltsam geformte Bäume, quadratische weiße Dinge uvm) und die Angst vor Hunden. Heute mag sie Hunde sehr gerne, ist aber immer vorsichtig und bei mehr als zwei sehr unsicher. Es wirft sie nicht einmal zurück, wenn sie angepöbelt wird.


    Zm Glück ist sie eigentlich ein unglaublich ruhiger, gutmütiger Hund, das kommt uns zugute. Einzig und allein Menschen udn Bahnhöfe sind Dinge, mit denen sie nach wie vor Probleme hat. Allerdings auch schon besser. Über die Bahnhofsbrücke gehen war purer Stress, sie ist in Panik geraten, versucht sich aus Geschir und/oder Halsband zu winden, geschrien, extrem gehechelt, gezittert, nicht ansprech- oder -beruhigbar... Seit diesem Herbst können wir endlich über die Brücke gehen, ohne den Attacken, man merkt nur noch ihre Anspannung, teils nimmt sie sogar Leckerli oder macht sogar Tricks. Wenn wir allerdings Pech haben und es kommt gerade die S-Bahn, gerät sie in Panik (S-Bahn Fahren macht ihr nichts, es ist die Menschenmasse die aussteigt, die ihr Angst bereitet) und bei der nächsten Brückenüberquerung ist sie wieder unsicherer. Aber es wird und sie lässt sich immer besser beruhigen.
    Inzwischen vertraut sie mir, dass ich sie vor Menschen beschütze, weshalb ihr selbst in der Nacht plötzlich auftauchende Gestalten keine Angst mehr bereiten, aber wenn sich ihr jemand zuwendet kommt die sehr starke Unsicherheit nach wie vor durch.


    Durch tiefes Vertrauen und viel viel Geduld kann man immer etwas erreichen, aber wie gesagt, hatte ich meine Hündin zum Glück noch relativ früh bekommen und das ist sicherlich einer der Gründe, weshalb vieles einfacher ist als in anderen Fällen. Aber ich habe wirklich tiefen Respekt vor allen, die sich einen älteren Hund mit Deprivationsschaden zugetraut haben und alles geben, um ihm zu helfen!

    Zwischen drinnen und draussen macht meine keinen Unterschied, solange "draussen" Natur oder Dorf ist, wo sich höchstens fünf Menschen gleichzeitig an einer Stelle aufhalten (mehr Menschen sind auhc okay, solange sie Abstand zueinander haben, aber "Menschenrudel" sind Ungeheuer). Aber Stadt z.B. oder in die Nähe eines Marktes kommen verwandeln meine Megumi förmlich. Ich bin für sie alles, sie vertraut mir unglaublich, was manchmal schon zu Fortschritten geführt hat, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Aber an besagten Orten schaltet sie komplett ab, da gibt es nru noch sie und "das Monster", da kann nicht einmal mehr ich sie beruhigen. Ganz schlimm ist es, wenn die Schule/Kindergarten aus hat und die Kinder plötzlich rausstürmen, da gerät sie in totale Panik, rennt in Panik einfach los, schreit und versucht dann Bäume hochzuklettern.


    Alleine bleiben kann sie sehr gut, muss sie aber nicht, da ich selbstständig bin. Allerdings habe ich ja einen zweiten Hund, weshalb alleine sein auch erträglicher ist.

    Das freut mich für dich, UlaLou! Das sind die Momente, in denen einem "das Herz aufgeht" und man merkt, das ist nicht einfach nur Gehorsam und Erfolg der konsequenten Erzihung, das ist Bindung und gegenseitiges Vertrauen. Man ist für den eigenen Hund wichtiger als Dinge, die er liebt, obwohl man eigentlich viel weniger zu bieten hat. Dieses gegenseitige Vertrauen ist es, das den Hund oft unmögliches vollbringen lässt. Ich hab diese Momente zur Zeit besonders beim Thema Jagen (besser gesagt nicht jagen ^^) mit Megumi, deshalb weiß ich, wie super du dich grad fühlst. Wünsch dir mit Lou weiterhin viel Erfolg und Spaß.


    Zum Thema Bellen beibringen. Bei Hunden die überhaupt nicht bellen normalerweise, kann es oft irgendetwas völlig absurdes wie die genannte Handbewegung sein, dass sie dann doch animiert, da muss man nur geduldig sein und viel ausprobieren. Bei meinem Shiba musste ich damals ein Geräusch machen, das wie ein Winseln ist aber ohne dabei die Stimme zu benutzen. Schwer zu erklären :tropf: deshalb hatte sie gebellt, sonst wegen überhaupt nichts x3

    Süße Fotos hier :fondof: Tjaaa, bei uns sieht's leider anders aus. Winter... welcher Winter? Ich selbst sitz in T-Shirt und kurzer Hose da und schwitze (kurz vor Weihnachten!), da kann man sich vorstellen, wie meine armen Hunde leiden. Wir wollen endlich Winter und Schnee!


    Und so kommt's, dass ich die Fliesen (eigentlich nur im Sommer verwendet) wieder ausgepackt hab, damit die Hundis im Dezember nicht am Hitzschlag sterben :hust:
    da werden sich die Fliesen dann geteilt :ops:


    wäre es denn endlich mal kühler, könnte es auch so aussehen