Beiträge von Kamille

    Ich würde ebenfalls dazu raten, den Hund wieder zum Züchter zu geben. Dir Luca221195 möchte ich danken, dass du hier so offen geschrieben hast und deine Verantwortung dem Tier gegenüber damit so gut wahrnimmst! Aus solchen schambesetzten, traumatischen und stressigen Ereignissen versuche ich immer, noch ein Quäntchen Gutes zu sehen.

    Erstens hat der Hund eine Chance bei anderen Haltern zu einem verlässlichen und glücklichen Gefährten heranzuwachsen. Zweitens hast du dir absolut nichts vorzuwerfen, sondern erwachsen, zugewandt und einfühlsam gehandelt, dem Hund hat es an nichts gemangelt. Drittens hast du deine Partnerin in Stresssituationen von einer neuen Seite erlebt und somit erübrigen sich Gespräche zur Kinderplanung etc.. Macht das Leben einfacher. Weiterhin viel Glück, Luca!

    Hast du mal über longieren nachgedacht?

    Ich finde die Idee sehr gut, aber noch viel zu früh. Basisarbeit würde ich vorher machen: Kooperationsübungen, kleine gemeinsame Schritte mit körpersprachlichen Signalen an der kurzen Leine. Im Nahbereich und mit ganz wenig Ablenkung und natürlich kurze Einheiten. Später kann das Longieren eine tolle Möglichkeit sein, In der Bewegung einen aufmerksamen Hund zu erleben.

    Vielleicht ist die Wohnsituation / Nähe der Wohnungen ja derart, dass der Vater kurz zum Essen kommen kann, (und jetzt bin ich ein wenig böse:…) fürs Enkelchen Geld und Geschenke abliefert. Und danach wieder nach Hause fährt und seine Ruhe und Routinen mit seinem Hund hat. Wenn der Hund das Wichtigste für ihn ist, dann ist das eben so.

    Nicht an Weihnachten stellt sich heraus, ob eine Familie zerrissen ist, es ist eben ein Menschenthema: Für dich ist dein Baby das Wichtigste und die Vorstellung davon, wie ein perfektes Weihnachtsfest für es auszusehen hat. Lass los. Das wäre mein Tipp. Ob du das so kurzfristig machen solltest? Dazu habe ich keinen Rat. Den Hund deines Vaters ausladen? Der Titel verrät bereits ein anderes, tieferes Thema. Das hat unter Umständen hier im Forum nichts zu suchen.

    Hast du schon mal mit deinem Vater allein und persönlich gesprochen?

    Dummy Training ist keine Fährtensucharbeit. Das vorab. Labradore aus Showlinien sprechen sehr gut auf Beschäftigungsangebote an, sie sind gemäßigter im Wesen und verzeihen ggf. auch Anfängerfehler besser. Arbeitslinien verlangen nach einem erfahrenen Hundeführer, mehr als üblicher passender Auslastung (gleichzeitig Ruhetraining), also alles in allem professioneller Ausbildung. Ich würde davon abraten.