Beiträge von Pebbles

    Das mögen ja nette Studien sein - aber das ist eben leider nicht Alltag. Ich kann dir gern mal unsere Verhältnisse aufzielen: 2 Personen-Haushalt, 75 qm Wohnung (eigentlich etwas zu groß, aber aufgrund der geringen Miete genehmigt) für 340 Euro im Monat (kalt), Heizkosten von 150 Euro im Monat (Nachtspeicheröfen, Wasser über Boilerheizung). Mein Freund hat nen Job, verdient 1250 Euro Netto, davon gehen ca. 250 Euro für Fahrtkosten zur Arbeit drauf (umziehen lohnt nicht, da wir uns die Mieten am Arbeitsort erst recht nicht leisten könnten). Versicherungen usw. müssen wir natürlich auch noch zahlen, Unterhalt des Autos da es hier so gut wie gar keinen ÖPNV gibt und Sven unregelmäßige Arbeitszeiten hat, womit eine Fahrgemeinschaft flach fällt. So - und was kriege ich an Hartz IV? 93 Euro. Danke für deine Rechnung - aber sie geht nicht auf!

    Dennoch stimme ich dir zu. Aber nicht jeder kann (gefühlsmäßig) so offen mit seiner Mißlage umgehen. Ich habe auch zu hadern gehabt damit, als ich vor 2 Jahren Richtung Arbeitsamt dackelte. Ich war damals blauäugig und dachte "och ich krieg schon nen Job". Dann war ich weiter blauäugig "och das AA wird mich schon unterstützden mit Bewerbungstraining usw." - abgelehnt. Dann war ich ein drittes Mal blauäugig in der Hoffnung wenigstens auf einen 1-Euro-Job hier in der Schulbibliothek auf die mein ehem. Lehrer mich hinwies - abgelehnt, bekam ein anderer, weil ich überqualifiziert war. Tja - heute lebe ich damit. Ich werde mich trotz aller Ängste jetzt wohl doch mal selbständig machen. Sonst habe ich ja keine Chance mehr in der von dir als so gerecht dargestellten Gesellschaft.

    Huhu!

    Ich hatte vor einigen Wochen auch so einen Kerl in Pflege. Es ist in den Griff zu bekommen mit viel Konsequenz und Geduld.

    Unser Vorgehen:
    - Küche war tabu (damit eben das mit dem runterfallenden Krams nicht passieret)
    - während wir gegessen haben, war der Hund nicht dabei (selber Grund)
    - Fütterung nur und ausschließlich aus deiner Hand, damit er das Futter mit dir verknüpft. Sprich, du "bewaffnest" dich z. B. mit einem Futterbeutel und für jede nette Aktion, bekommt das Kerle Futter von dir. Zu den geplanten Fütterungszeiten gehst du mit dem Hund an seinen geplanten Futterplatz und gibst ihm dort wieder aus der Hand etwas Futter. Du mußt natürlich über den Tag das Futter etwas dosieren, damit du ihn nicht fett fütterst. WEnn das alles prima klappt und er sich von dir füttern lässt aus der Hand, kannst du anfangen, ein Futternapf zu Fütterungszeiten einzuführen. Du hälst das Napf, der Hund im Sitz und du legst das Futter in das Napf (das du in der Hand behälst). Aufs OK darf er fressen. Wenn das klappt, stellst du das Napf auf den Boden, legst rein usw. usw. - der ganze Prozess wird einige Wochen in Anspruch nehmen! Besonders lange und ausführlich solltest du die Fütterung aus der Hand durchziehen.
    - Erwischt das Kerle etwas, was er meint, verteidigen zu müssen, nimm ihm das NIE NIE NIE weg. Sei wirklich immer mit Futter ausgestattet und tausche mit ihm, übe dabei ein Kommando ein. Z. b. "tauschen".

    Besonders wichtig ist, wenn du Kinder im Haushalt hast. Denn die Kinder müssen ebenfals sehr konsequent sein und darauf achten, daß sie dem Hund keinen Anreiz bieten. Z. B. kein Krümeln in Gegenwart des Hundes usw.

    Hallo!

    Gib doch einfach mal Schleppleine in die Suchfunktion ein - da kriegst du eine Menge Info.

    Generell bewahrt eine Schleppleine vor Fehlern (Jagdverhalten, Fressen von Gegenständen usw.), da der Halter immer direkt eine Eingriffsmöglichkeit hat. Bei einem Junghund finde ich die Schleppleine praktisch, wenns so in die erste Sturm- und Drangphase geht. Häufig haben die Zwerge ja noch nicht den Grundgehorsam und so schleichen sich schnell Fehler ein. Z. B. dreimaliges Rufen, bevor der Hund kommt, erstes Hetzen hinter Kaninchen, Jogger mal eben ins Bein knappen usw. - halt was den lieben Kleinen alles noch so einfällt.

    Mit der Schleppleine ist der Besitzer nicht dazu verdammt, hilflos hinter dem Hund her zu brüllen, sondern er hat seinen Hund einfach an einer langen dünnen Leine und kann ihn festhalten. Geschirr sollte dabei am Hund übrigens Pflicht sein!

    Zitat

    Aber die Grundsicherung in Deutschland entspricht teilweise dem Verdienst von Arbeitnehmern.


    Naja - also da könnte ich dir jetzt glattweg widersprechen...

    Ansonsten verstehe ich NIEMANDEN, der einen Hund auf einem Parkplatz aussetzt. Wenn aussetzen, dann kurz vor Öffnungszeit vor dem Tierheim. Aber auch da gibts m. M. nach einfach bessere Möglichkeiten und Hilfen. Nur wer fragt, dem kann geholfen werden.