Beiträge von Pebbles

    Ich befürworte Hundeschulen im Allgemeinen. Ich finde es erschreckend, wie der Mensch davon ausgeht, daß Hunden ein Leben mit Sitz-Platz-Komm und ein wenig Tobi-Tobi machen ausreicht. Ich finde es erschreckend, daß der Mensch als ach so intelligentes *hüstel* Wesen davon ausgeht, daß Hund die geistig ein Leben lang nicht gefordert und gefördert werden, sich friedlich in ihr abgestumpftes Leben ergeben und keine Probleme zeigen.

    Ich denke nicht, daß eine Hundeschule alle Probleme der heutigen Hundepopulation lösen kann - das bei weitem nicht, denn solche Faktoren wir "Hunde-Bevölkerungsdichte" spielen einfach da eine zu große Rolle. Aber ein Hund, der Teamarbeit mit dem Menschen kennt, der seine geistige Auslastung in dem Maß findet, daß er nicht in Verlegenheit kommt, sich aus Langeweile Quatsch zu überlegen, genau dieser Hund wird bei weitem ein einfacheres Leben führen.

    Ich weiß, daß Schlegl sehr umstritten ist, ich mag ihn und seine Einstellung zur Grunderziehung der Hunde. Denn er geht davon aus, daß mit ca. 18 Monaten fundiertem Grundtraining ein Hund später frei leben kann. Frei heißt, ohne ständig angeleint zu sein, ohne unter ständiger absoluter Kontrolle stehen zu müssen und ohne ständig die Grenzen auszutesten. Ich gehe da ein stückweit mit Schlegl konform, auch wenn ich diese Zeiteinteilungen nicht mag. Aber je gradliniger und konsequenter ein Hund erzogen wird, umso leichter führbar wird er werden (natürlich darf man in dem Punkt Dinge wie Rassedispositionen und Charakter nicht außer Acht lassen, die einem bei vielen Dingen einen Strich durch die Rechnung machen können). Je mehr Spaß der Hund bei seinem Menschen und MIT seinem Menschen hat, umso lieber wird er mit ihm zusammen sein.

    Natürlich darf man dabei die Dinge wie ausreichende Sozialkontakte usw. nicht vernachlässigen.

    Du könntest auch zur reinen Vorsicht einen kleinen Schapps Öl (1 bis 2 TL) über sein Futter geben heute, dann "flutschts" besser, wenn die Knochen zu gut verdaut werden.

    Das Fressen abgewöhnen kannst du über ein gezieltes Training. Leg erstmal im Haus selbst Leckerlies aus und trainiere ein gezieltes Kommando für "du darfst fresssen" damit ein. Bevor du diese Freigabe nicht erteilst, darf er NICHTS nehmen. Wenn das im Haus gut klappt, leg selbst draußen Leckerlies aus und mache es genauso.

    Evtl. unterstützend mit einer Rappeldose o.ä. arbeiten, wenn du zu weit weg bist, und er so mal etwas aufnimmt und dann direkt loben, wenn er es vor Schreck fallen läßt.

    Blöd ist nämlich immer mit einem "aus" "pfui" oder so zu arbeiten - bei meinen Hunden zumindest heißt das immer "Friss schneller, bevor die Alte dir das weg nimmt". Eher umgekehrt denken und das fressen gestatten, aber eben erst auf Freigabe. Draußen gehts ja auch leicht. Die gefundene Beute darf nicht gefressne werden, dafür gibts ein Leckerlie von Frauchen.