Beiträge von Pebbles

    Alina: Glaub mir, ich liebe meine Hunde sehr, aber einen Hund mit einem Menschenkind zu vergleichen in den Konsequenzen eines Vorfalls - das ist mir dann doch etwas zu arg weit her geholt!

    Auf seinen Platz schicken? Super - funktioniert sicher, wenn er grad in der Hand hängt - kann man direkt mitgehen und es ihm zeigen....

    So - Ironie off.

    Ich denke, das Problem ist einfach, daß Maria in Amerika ist, wo das Tierschutzsystem nicht so ausgefeilt ist, wie hier in Deutschland. Daran solltet ihr einfach auch mal denken. Es wird nicht einfach sein, für den Hund einen guten Pflegeplatz zu finden. Dennoch denke ich, daß Maria es versuchen sollte.

    Maria, du hast dich zu Vermittlung entschieden, was ich absolut befürworte! Wenn du jetzt noch den Schritt gehen kannst und ihm einen Pflegeplatz suchst für die Zeit bis zur Vermittlung, dann denke ich, hast du sowohl für deine Familie als auch für deinen Hund alles getan, was miteinander vereinbar wäre. Versuch es doch. Vielleicht findet sich ja jemand.

    Gibt es bei euch nicht auch Rescues? Schreib alle an, die dir einfallen, schildere die Situation - vielleicht findest du einen Pflegeplatz für ihn. Es wäre glaube ich für alle das Beste - und für dich sowieso, denn je eher die Trennung da ist, desto bessr für dich!

    Warum zu viel? Wenn man davon ausgeht, wie viele Wiederholungen eine Übung braucht, bis sie sitzt, würde ich auch erstmal davon ausgehen, daß es in etwa so lange dauert, bis der Hund das Click verinnerlicht hat. Und da ich keine 3 kg Leckerlies am Tag verfüttern will, bleibt ja nur die Aufteilung in mehrere Tage.

    Zitat

    Ja na ich habe auch nie was anderes gesagt :gruebel: :gruebel:

    Dich meinte ich auch nicht. Schnuffelhund meinte ja, hier hätt das jemand gesagt :wink: Daher meinte ich, daß das ja Quatsch wäre, wenns so wäre

    Also ich finde die Entscheidung, ihn eine Woche in "Urlaub" zu geben und etwas Abstand zu gewinnen, gar nicht sooo verkehrt. Eine Woche nicht in große Hundeaugen blicken, die gerade sooo lieb sind und den Blick für die Vorfälle verklären.

    Maria - ganz ehrlich? Er hat schon geknurrt, Stufe 1 ist "gezündet". Bitte überleg nicht zu lange. Denn dann könnte aus deiner Weichherzigkeit dem Hund gegenüber die nächste Hetztirade gegen Hunde werden. Ich mache mir wirklich Sorgen um deine Kiddies...

    Und du fühl dich einfach gedrückt. Ich möchte in deiner Situation auch nicht stecken!

    Uargsh - bitte NICHT den Clicker als Ruf benutzen, das ist grundfalsch. Wer hat dir denn diesen Käse erzählt?

    Du konditionierst erstmal über mehrere Tage Click-Futter in 2-3 kurzen Einheiten täglich. Dann fängst du an und clickst nur noch, wenn der Hund auf die Clickerhand oder dir ins Gesicht schaut. Da wirst du schon merken, ob der Hund versteht, daß der kleine "Umweg" erst zum Ziel führt.

    Den Test, ob sie es verstanden hat, indem du einfach einmal clickst, wenn sie durch den Raum geht, der wird sicher etwas schwerer werden, aber ich denke, wenn du konsequent eine Woche lang über Click-Futter und dann dem Umweg arbeitest, wird sie es verstanden haben und du kannst diesen Test einfach weg lassen.

    Ich würde dann direkt mit einer kleinen Free-Shaping Übung anfangen wie z.B. der 1000-Dinge-Kiste oder sowas. Oder stell einfach einen leeren Karton in den Raum und schau, ob sie rumprobiert, wofür es den Click gibt.

    Ich finde die Situation total schwer zu beurteilen. Ich denke auch, der Hund hat durch die Bedrohung, die ihm entstand "normal" gehandelt und aus Unsicherheit ist er nach vorn gegangen. Soweit so gut.

    Jetzt kommt das Aber: Wir sind Menschen, wir können nicht immer und 100 %ig klar für unseren Hund MIT unserem Hund kommunizieren. Das ist einfach unmöglich. Auch bei uns kommen so Käbbeleien vor, meist durchaus spaßig. Die Mädels sind dann am Anfang immer sehr aufgeregt, bis sie dann irgendwie merken, daß es Spaß ist. Was wäre, wenn es kein Spaß wäre? Keine Ahnung, ehrlich gesagt.

    Was für mich einfach noch dazu käme wäre der Vertrauensverlust in den Hund. Möchte ich wirklich mit einem Hund leben, der mich dermaßen verletzt durch ein Mißverständnis? Mit einem Hund, der evtl. beim nächsten Mal, wenn mein Kind fällt und aus Panik schreit, vor lauter Unsicherheit genau das Gleiche mit meinem Kind macht? Oder das nächste Mal vielleicht sogar mit mir, wenn ich ausrutsche, falle und er dann wieder unsicher wird?

    Sorry Leute, dieser Hund ist für mich eine tickende Zeitbombe. Und ich möchte da, auch wenns für Maria hart wird, an Khans Geschichte erinnern, wo ein Hund so lange am Leben bleiben dürfte, weil "es kann ja mal passieren", bis wirklich ein Kind zu Schaden kam. Für mich sollte sich sowas einfach nicht noch einmal wiederholen.

    Daher gäbe es für mich in deiner Situation, Maria, nur zwei Möglichkeiten:
    1. Ich suche dem Hund einen Platz möglichst bei einer Einzelperson, die mit ihm umzugehen weiß in Puncto "Hundesprache" oder
    2. Ich lasse ihn einschläfern und gestehe mir mein menschliches Versagen ein

    Ein weiteres Zusammenleben mit Kleinkind und diesem Hund käme für mich auf gar keinen Fall in Frage.