Feddersen-Petersen oder auch Bloch aber definieren ganz anders. Ich hab leider momentan meine Bücher nicht hier, daher nur sinngemäß. Dominanz findet in einer Zweierbeziehung statt und bezeichnet das aktive oder passive Beschneiden von Bewegungsfreiheit oder Handlungsfreiheit. Das hat nichts mit Ressourcen zu tun.
Beiträge von Pebbles
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Hallo Judith!
Ist jetzt nur eine Idee von mir. Aber würde es nicht klappen, wenn du über ein Pfotentarget arbeitest? Wenn sie sie schon anhebn, ist ja prima, dann brauchst du ja nur die Erweiterung "Anheben und Target berühren" und kannst dann Zug um Zug das Target an die richtige gewünschte Position bringen.
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Ich würde es mal versuchen, sie die erste Zeit angeleint genau an die Stelle zu bringen.
Aus Erfahrung kann ich aber sagen: wenn die Stelle (in Hundeaugen) zu klein ist, wird das ein paar Tage klappen und dann pieseln die dort nicht mehr hin. Ich kenne das aus unserem Garten, der auch sehr klein ist. Wenn ich meine rauslasse, geht das 2-3 Tage gut, dann wollen sie dort nicht mehr hin.
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Zitat
Dieses Rumprobieren würde ich sein lassen. Such dir EINE Methode aus
Hallo Steffen!
Darf ich fragen, warum??
Ich habe hier drei Hunde, wenn ich denen jeweils meine Methode aufzwingen würde, wären wir lange noch nicht soweit. Ich teste sehr viel rum (ob jetzt im Sport oder auch im Alltag), wenn ich was neues höre, lese, sehe, und mir das erstmal zusagt, dann teste ich das auch. Manchmal ist es erstaunlich, wie man dann für sich und den jeweiligen Hund eine Methode zurechtlegt, die beim nächsten Hund wieder gar nicht funktioniert, wo man wieder probiert und macht und tut, bis man da den Weg gefunden hat und Hund 3 lacht sich über beide Methoden kaputt und man braucht wieder einen neuen Ansatz.
Was soll am probieren verschiedener Methoden falsch sein?
Logisch, Dinge, die im Internet stehen umzusetzen ist oft nicht so einfach, weil man das einfach oft nicht beschreiben kann, Kleinigkeiten vergisst usw. Einfacher wäre es natürlich immer zu schreiben "Mach ein Seminar bei ...." und damit hätte sich dann auch jedes Forum erledigt.
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Das Beispiel des souveränen, aber nicht dominanten Hundes habe ich auch hier. Nämlich mit dem Tupfentier. Ich bezeichne sie immer als "extrem höflich", weil das ihr Verhalten trifft. Sie geht immer und überall super freundlich auf andere Hunde zu, oft bereits recht dosiert, so daß ich schon an ihrem Verhalten direkt ablesen kann, wie generell der andere Hund so drauf ist. Sie wird sehr selten weg geknurrt, und wenn, geht sie sofort oder legt sich sogar auf den Rücken um kurz zu beschwichtigen. Dabei ist sie aber keineswegs ängstlich, sondern sagt nur kurz "hey - ne, ist schon ok, ich will dir nix. Ich gehe dann wieder". Was aber nicht zwangsläufig heißt, daß sie nicht über rumkapsern usw. weiter versucht, ihr Gegenüber von ihrer Nettigkeit zu überzeugen

Dieses "Leinenkeifen" ist oft ein Zeichen von totaler Unsicherheit, wird aber gern als Dominanz bezeichnet. Und genau da liegt eben das Problem oft auch, wenn man bedenkt, wie viele Hunde aus diesem Verhalten auch noch mit Gewalt rausgeholt werden "Dem muß man mal zeigen wo es lang geht" und die somit eine NOCH negativere Verknüpfung mit anderen Hunden bekommen und somit NOCH weiter in ihre Unsicherheit reinrutschen.
Genau da liegt m.M. nach die Gefahr in der Mißdeutung "Dominanz". Dominanz an sich ist für mich aus meinem Gesichtspunkt her, sogar etwas positives
Und - für mich ist Dominanz nichts festgeschriebenes. Ich habe ja mittlerweile ein Dreier-Rudel hier. Vorher in der 2er Paarung fiel mir schon immer so eine Art "Aufgabenteilung" auf. Das wird jetzt genauso weiter geführt. Pebbles ist hier der Boss, Face ihr Stellvertreter und das Tupfentier darf sich z.T. auch Dinge rausnehmen, wo man immer denkt "kanns nicht geben". Halt eben situationsbezogen.
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Wasserpistole wäre für meine Hunde eher eine Belohnung
WEnn es aber funktioniert ihn aus dem Kläffen rauszuholen, finde ich sie insoweit gut, wenn DANN weiter gearbeitet wird. Weil es bringt ja nichts, ihm nur das Bellen zu verbieten und ihm keine Ersatzhandlung dafür zu etablieren. -
Zitat
Die Grundvoraussetzung für dominantes Verhalten ist, dass die jeweilige Ressource knapp ist. Nur dann macht es Sinn, sie zu verteidigen. Derjenige, der die Ressource verteidigt, ist in dem Moment der dominante Part, aber eben nur in dem Moment.Und da ist sie schon wieder die Mißdeutung. Das ist Ressourcenverteidgung - aber doch keine Dominanz...

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Ich würde auch den TA gucken lassen und ihn auf den Verdacht ansprechen.
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Ich nehme eben eine handvoll Futter und clicke und füttere konstant solange sie die richtige Grundstellung hat. Dazu eingeführt habe ich ein Anfangs und ein Endsignal. Anfang ist über Spielen so eine Art Triebaufbau mit "haste bock auf heelwork" und Endsignal ist ein "ok", wo ich dann aber wirklich drauf achte, daß sie sofort die GS auflöst. In der Zwischenzeit wird gefüttert und geclickt was das Zeug hält.
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Dominanz ist nicht negativ belegt, nur ich möchte behaupten, daß es zu 90 % falsch gedeutet wird.
Ich habe mit Pebbles einen sehr dominanten Hund hier - wie sich das äußert? Sie ist äußerst relaxed, geht selbstwußt durch die Welt, hat Stänkereien gar nciht nötig, sagt aber Bescheid, wenn jemand gegen ihre Regeln verstösst, das dann aber auch wieder total cool, knapp und präzise. DAS ist für mich ein dominanter Hund.