Betreffs Einschätzung wäre Thomas Baumann meine Anlaufstelle. Ihm werden sicherlich über die vielen Jahren so einige Rassen, Mischlinge und Hundetypen untergekommen sein.
Beiträge von Terry
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Wobei man dazu sagen muss, dass viele Collies/Shelties wirklich sehr gutes Double-Coat haben und im Vergleich zu vielen anderen langhaarigen Rassen extrem pflegeleicht sind und man sie normalerweise eben überhaupt nicht ständig bürsten muss, damit sie nicht total verfilzen (gibt natürlich paar Ausnahmen).
Da schätze ich den Pflegeaufwand bei vielen Rassen, die man wirklich ständig schneiden muss, oder Rassen wie z.B. Briard, Bearded Collie etc. deutlich pflegeaufwendiger ein.
Wobei ich aber definitiv nicht sagen will, dass ich den Trend zu "noch mehr Fell" irgendwie besonders toll finde ... ganz im Gegenteil.
Ich bin auch der Meinung, dass man Übertypisierungen in alle Richtungen möglichst vermeiden sollte.
Mein Bearded (1977-1992), seine Geschwister und andere Beardies die ich damals so traf, hatten das pflegeleichteste Fell meiner (darauf folgenden) Hunde. Nachdem die Zucht sich veränderte, veränderte sich neben dem Verhalten (Ängstlich, Geräuschempfindlich) auch das Fell.
Bei einigen Züchterseiten oder Kommentaren zu Beardies bin ich darüber gestolpert, dass moderates Fell unter "krank" falle und es den Bearded Collie vom sog. alten Schlag nicht gebe.
Aber: Für mich fällt etwas erst dann unter "echte" Qualzucht, wenn es den Hund in seinem Leben einschränkt. Insofern ist der Übergang da wie schon gesagt fließend ...
Wenn es das Leben erst einmal einschränkt, ist es schon zu spät.
Wirklich gegen Qualzucht kann nur angegangen werden, wenn alle Entwicklungen, die in diese Richtungen gehen, verhindert werden. Ist der Titel Qualzucht erst einmal vergeben, kann dieser kaum wieder zurück genommen werden.
Aktuelle also Qualzuchten (von wem auch immer) reglementieren, da es anders nicht geht, und neue erst gar nicht aufkommen lassen.
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Mit nem Beardie kann ich ja leider nicht mehr dienen, weils ein Tibi geworden ist.
Welche Zucht ist es denn geworden?
Bin schon gespannt wie der Alltag mit dem "Zwerg" bei Euch so sein wird.
In 2 oder 3 Jahren werde ich mir aus meinen Listen mal ein paar Beardie-Züchter anschauen. So als Abschluss meiner Hundehaltung reizt mich ja immer noch ein Bearded. Mit einem Bearded hat es ja auch begonnen.
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Nia brauchte "gehe Einkaufen, bin gleich wieder da". Als Ashkii dann Einzelhund war, musste ich das einstellen, weil er ab da unruhig wurde, wenn ich mich verabschiedete. Ihm bekam das einfach gehen besser.
Auch jetzt bei TibiTibs gehe ich einfach. Er bekommt einen Zwieback (oder ähnliches), ich mache Wohnzimmertür zu und gehe. Das handhabe ich so seit dem ersten Tag.
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Bis jetzt hatte ich mit meinen Hunden noch nie Probleme, welche ich auf Mitnutzung von Couch und Bett zurückführen hätte können.
Sieht bei Tibs (5 Monate) gerade ganz anders aus. Er darf theoretisch auf Bett und (2er-) Couch. Nachdem er die letzten Tage versucht, alles durchsetzen zu wollen (z.B. meinen Platz belegen und sich dann weigert Platz zu machen, wenn ich wieder komme; herumtoben und dabei auf mir herumrumtrampeln usw.), hat er erst einmal für beides Teilverbot.
Bett nur über Tag, nachdem er da gestern extra drauf ist um zu pinkeln (obwohl seit 09.08. trocken), Couch, wenn ich da bin. Durch Starren hat er versucht wenigstens die Couch wieder zu "erobern" (Bett ist mit Gittern bestückt). Nachdem das nicht so klappt, schläft er nun endlich entweder vor der Couch, auf seiner Couch, auf seinem Sessel oder in seiner Kudde.
Da er so viele eigene Möglichkeiten hat, versuche ich mich nun gegen mich durchzusetzen, und ihn nur nach Einladung auf die Couch zu lassen.
Anmerkung: Über Nacht liegt er die meiste Zeit woanders, kommt erst gegen Morgen ins Bett. Die Couch gebe ich frei, wenn ich weggehe. Da er vom ersten Tag an ohne Probleme allein bleibt, dabei aber meist auf dem Bett oder der Couch liegt, will ich da lieber nichts herausfordern, wenn ich beides sperre.
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Mich hatte Ashkii mal fasziniert: Über einen längeren Zeitraum hatte der Paketzusteller oft bei uns geklingelt, da entweder für die Nachbarn oder mich ein Paket abzugeben war.
Vorher hielt er Gegenüber, dann fuhr er in unsere Straße ein. Irgendwann fiel mir auf, dass Ashkki nur hektisch wurde, wenn hier auch etwas abzugeben war (geklingelt wurde). Reagierte Ashkii also nicht bei Ankunft des Postwagens (egal ob Gegenüber oder in unserer Straße), gab es auch keine Pakete. Keine Ahnung woran Ashkii das fest gemacht hat.
Irgendwann, nach Monaten, war der Zauber vorbei und Ashkii reagierte erst, wenn geklingelt wurde.
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Ich finde "in Babysprache sprechen" eher gruselig und kann mich nicht erinnern, ob ich das als Baby interessant fand

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TibiTibs (Dienstag 5 Monate alt) bekommt seit letzte Woche nur noch 2 Mal. Das 3 Mal war für uns beide zu "aufregend". Waren gefühlt nur noch mit rausgehen und füttern/fressen beschäftigt und er immer irgendwie in Habacht-Stellung (auch aufgrund seiner "muss Frauchen beobachten-Macke").
Jetzt ist es ruhiger geworden, er bleibt immer öfter liegen, wenn ich mich bewege. Hat morgens und abends den Magen gefüllt und kleine Leckereien zwischendurch sind immer Überraschungen.
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Qualzuchtrassen sind doch nicht erst seit Gestern ein Thema. Das geht über Jahrzehnte (Aufklärung z.B.). Da ist es natürlich wichtig, dass fast schon umgehend was passiert. Wird aber nicht sein , weil zu viele Menschen verschiedene Ansichten haben. Und, wenn die Politik dann "Nägel mit Köpfen" machen will, wird es wieder eher schräg als hilfreich.
Kümmern wir uns immer erst um Tiere, wenn das Leid nicht mehr zu übersehen ist (mehr schlecht als recht leben), ist das für mich kein Tierschutz, sondern eher Notfallmaßnahmen.
Nach diesen sehr vielen Seiten zu dem Thema, müsste es doch eigentlich eine Richtung geben, in die Mensch arbeiten könnte. Zumindest kommen ja immer so einige ums Eck um (oft mit Begründung) zu sagen, was nicht geht. Was würde also gehen (realisierbare Vorschläge) damit Hunde erst gar nicht in die Lage kommen, Leiden zu müssen, weil Mensch irgend etwas gefällt?
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Mir ist immer wichtig gewesen, und ist es noch, dass von Anfang ein roter Faden vorhanden ist. Dieser ist nicht immer fehlerfrei, aber ein genauer Blick was Hund, aber auch was Mensch braucht ist da sehr wichtig.
Hier ist mein 4ter eigener Welpe eingezogen (Tibet Terrier).
Die ersten Welpen (Bearded Collie und danach Bearded oder TibiMix) waren einfach. Mit
Beißen hatten sie es nicht so. Hinterherlaufen um den Alltag kennen zu lernen hielt sich in Grenzen. Da wurde schnell gemerkt, dass in Ruhe geschlafen oder geruht werden kann, wenn Mensch in der Wohnung was zu erledigen hat. Alleinsein von Anfang an kein Problem (Boxen, Türgitter o.ä. gab es noch nicht).
Der dritte Welpe (Bearded-/Tibet Terrier-Mix). Reizoffen, an allem interessiert, immer gern
vor den Füßen herumwuselnd. Für Ashkii war die Box (auch bei Besuchen) ein Segen. Da konnte er dann entspannen und ruhig und tief schlafen. Ohne wäre er den ganzen Tag "unterwegs" gewesen. Bei ihm dauerte es fast 1,5 Jahre, um ohne Box zu entspannen. Er war ein Hund der Körper brauchte. Entweder die anderen Hunde (wenn sie ihn ließen) oder ich. Ihm reichte es neben einem zu liegen. Als er dann Einzelhunde wurde, ließ sogar das etwas nach.
Und nun Tibi. Kein Hund, denn man in eine Box packen könnte. Die würde er auseinander nehmen. Begrenzen lässt er sich ungern. Hat ein wenig gedauert, bis er die doch noch angeschafften Türgitter akzeptieren konnte.
Ich kann teilweise immer noch keine Bewegung machen, ohne dass er parat sitzt oder steht. Anfangs war es natürlich das Neue. Er durfte sich alles mit ansehen, mich in der Wohnung begleiten um unseren Alltag kennen zu lernen. Er darf auf Couch und ins Bett.
Das Körperkontakt suchen veränderte sich immer mehr dahin, das ich mich nicht mehr bewegen kann. Immer versucht er sich so auf mir zu positionieren, dass ich eigentlich nur noch ruhig dasitzen kann. Dann "darf" er die Couch verlassen. Also setzt er sich so auf meine Füße, dass ich dann diese halt nicht bewegen kann. Auch das verbiete ich. Und dann legt er sich so, dass er mich immer im Blick hat. Auch da schiebe ich einen Riegel vor.
Im Bett das selbe Spiel. Mich so belagern, dass ich mich nicht mehr bewegen kann. Interessant auch, dass er, aufgrund einer Hundetreppe, dann anfängt zu warten bis ich liege, und sich dann nach ein paar Minuten irgendwo anders hinlegt. Muss ich Nachts nicht raus, hält das meist bis in die frühen Morgenstunden. Muss ich raus, wird nach dem Hinlegen wieder Posten bezogen, um es sich vor dem Bett oder auf der Couch gemütlich zu machen. Da er dann aber auch bei Einschränkungsversuchen aus dem Bett fliegt, fängt er immer mehr an sich auch da zurückzunehmen.
Seit es ihm durch die doch angeschafften Türgitter nicht mehr möglich ist, mich zu verfolgen, bleibt er immer öfter liegen, wenn ich den Raum verlasse. Würde ich nicht so viel am PC erledigen, würde er durch Übermüdung schon lange am Rad drehen. Von Anfang an ist er in Habachtstellung, wenn ich mich auch nur bewege. Egal ob ich mich im Zimmer bewege oder Räumlichkeiten wechsle.
Gestern interessante Beobachtung: Durch unruhig und aufdringlich werden, teilt Tibs mir mit, dass er mal raus muss. So auch gestern. Um 23.00 draußen, um 0.30 lässt er mir keine Ruhe. Also raus und es ist nichts. Zuhause fiel es mir auf: Es war Schlafenszeit. Zufrieden, als ich im Bett lag und er sich endlich zum Ruhen zurückziehen konnte.
Ach ja: Alleinbleiben ist überhaupt kein Problem. Vom ersten Tag an. Am Abholtag Wohzimmertür zu und Mülltüte raus gebracht. Über die Tage immer mal wieder Tür zu. Eine Woche später war ich 1 Stunde weg. Kein Problem. In meiner Videoaufnahme war zu sehen, dass sein größtes Problem war, dass er nicht aufs Bett kam (darum zog die Hundetreppe ein). Ob ich nun da bin war und ist ihm wurscht.
Werde also noch ein wenig beschäftigt sein, das "Überwachungssystem Hund" weiter in Bahnen zu lenken, die uns beiden gut tun.