bis letzte Woche hatte ich einen Hündin zur Pflege, der wir schon seit 3 Jahren versuchen das abzugewöhnen.
Es scheint bei ihr aber zu ihrem Charakter zu gehören. Sie rennt zu Wildfremden und springt sie an. Selbst wenn sie erstmal angeleint ist und man schon sehr weit weg ist (auf den Feldern): sobald sie abgeleint ist hat sie es schon gebracht zurückzulaufen und die Leute doch noch anzuspringen :shock: .
In den 5 Wochen habe ich folgendes gemacht: jedesmal wenn sie mit aufgestellten Ohren und anfangendem Schwanzwedeln Fremde zu fixieren begann kam ein "Nein" und ein "Hier", so das sie neben mir laufen musst.
Während wir an den Personen vorbereigegangen sind, habe ich darauf geachtet, daß sie neben mir läuft. Dabei wurde sie verbal dann kräftig gelobt und auch mal kräftig geknuddelt (zu hause bin ich damit eher sparsam).
Wenn ich mich mit jemanden Unterhalten habe (oder aber auch wenn Besuch gekommen ist) durfte sie solange nicht begrüßen, solange sie wie einen Wilde hinwollte. Meist bot sie dann von allein ein Sitz an und durfte dann gestreichelt werden, solange sie bereit war zu sitzen.
Nach jetzt 5 Wochen geht sie an Fremden vorbei ohne sie zu beachten, bzw. wird sie angesprochen, achte ich natürlich immer noch darauf das sie nicht hinzieht und neben mir bleibt. Ohne Leine stürzt sie zwar noch auf Personen zu, welche sie rufen, aber sie bleibt unten und setzt sich von allein.
Jetzt ist sie wieder bei Frauchen und ich bin gespannt, ob da konsequent weiter gearbeitet wird. Hört sich bis jetzt jedenfalls noch recht gut an.
Es gehört zu ihrer Natur und ich kann es ihr nicht abgewöhnen, ich kann es nur umlenken und ihr einen Weg zeigen, den sie von sich aus nutzen kann (wenn sie dann unbedingt gestreichelt werden will).