Beiträge von Terry

    Na ja, verlangen kann ich viel. Wo ist das Problem? In dem Link steht alles ausführlich und nun kann jeder entscheiden wie weit er sich darauf einlässt. Wäre nichts für mich und ich würde einfach weiter schauen bis ich eine Orga finde mit der ich konform gehe.

    Mich irritiert ja schon ein wenig, dass bei einem Hund von einem Züchter sich gefälligst der Kunde im Vorfeld zu informieren hat und die Regeln des Züchters zu akzeptieren zu sind. Beim Tierschutz scheint es genau umgekehrt zu sein: Der Tierschutz soll sich gefälligst nach dem Kunden richten und soll auf die einzelnen Bedürfnisse eingehen.

    Es geht doch hier gar nicht um die Tiere (oder deren Wohl) bei einigen "Gegnern". Sondern nur um persönliche Befindlichkeiten. Diese haben aber mit dem Tierschutz im Allgemeinen und um die Frage, die es hier geht gar nichts zu tun.

    Wer keine Vorkontrolle will, jo der lässt es eben bleiben und sucht sich woanders einen Hund. Wer keinen in seiner Wohnung haben möchte, jo der kommuniziert es halt auch so und zieht aus der Antwort eben seine Konsequenzen.

    Mitarbeiter vom Tierschutz sind zu nichts verpflichtet was dem Kunden da so einfällt und umgekehrt genau das Gleiche.

    Der Kunde kann nein zu Forderungen sagen und der Vermittler ebenso. Das hat überhaupt nichts mit Sinn oder Unsinn von Kontrollen zu tun (von wem auch immer), denn das liegt letztendlich immer im Auge des Betrachters was er aus den Forderungen macht bzw. wie er diese wertet.

    Was Übertreibungen hier angeht: Hier werden Dingen, die User welche Kontrollen durchführen und beschreiben, fleißig mit eigenen schlechten Erfahrungen gemischt um dann ein Bild zu erzeugen, was teilweise so absurd ist, dass es schon wieder lustig wäre. Ist es aber nicht. Nur weil es vielleicht ein paar Hansel gab (und gibt), welche da mächtig übertreiben, wird jetzt unterstellt, dass die Forderung einer Schufaauskunft usw. gang und gäbe wäre. Wenn das mal nicht Übertreibung pur ist. Da kann doch nur noch mit Sarkasmus oder auch Polemik reagiert werden. Beschreibungen, welche nicht in die eigene Vorstellung "böser Tierschutz" passen, werden einfach ignoriert und dann wird aufgerüstet mit noch mehr konstruierten Möglichkeiten, nur damit "bewiesen" werden kann wie Schlimm doch alles ist.

    Im Vordergrund hat das Wohl des Tieres zu stehen und nicht das was der Kunde will und genauso wenig ist es hilfreich, wenn überzogene Forderungen an Kunden gestellt werden, weil vielleicht einige Vermittler nen komischen Film zu laufen haben. Beide Seiten, welche absurde Forderungen an den jeweils anderen haben, sollten einfach einen Schritt zurück treten und dies nochmal überdenken. Aber ich glaube, eher gibt es auf dem Mond Schnee, als das Menschen miteinander auskommen, obwohl sie das selbe Ziel vor Augen haben.

    Vor Übernahme von Barry sah die Vorkontrolle so aus, dass meine Kinder und ich zur Pflegestelle gefahren sind und wir ein Stück Spazieren gegangen sind. Da meine BewerbungsMail schon alle Daten enthielten die ich für notwendig erachtete (wie viel Erfahrung, wie viel Personen zum Haushalt gehören, wie meine Arbeitszeiten sind und ein wenig mehr) wurde nach unserem Besuch auf der Pflegestelle ein Termin vereinbart, an dem uns Barry gebracht wurde. Und das nicht vor Ablauf von wenigstens 4 Tagen, an denen wir uns noch einmal Gedanken machen sollten. Zu keiner Zeit befasste sich das Gespräch mit Datenschutz relevanten Dingen. Sonntag waren wir da, Freitag wurde Barry vorbei gebracht. Da bei mir Türen nie zu sind, waren sie es auch nicht zu diesem Zeitpunkt. Barry konnte sich also gleich überall umschauen, während die Dame der SOS-Hundehilfe und ich den (kurzen) Vertrag durchgingen.

    So ähnlich würde es bei mir auch aussehen. Zeit lassen, Vorbeikommen um Hund kennen zu lernen, drüber schlafen und den Hund in sein neues Zuhause bringen.

    Bei mir hätte jeder schlechte Karten, wenn er nicht bereit ist sich Zeit zu nehmen oder Interesse an dem Individuum Hund direkt zu zeigen. Wer "nur" einen Hund haben möchte muss sich da dann an die Menschen wenden, welche "nur" einen Hund verkaufen.

    Weder möchte dies ein guter Züchter noch eine gute TierschutzOrga.

    Was mir gerade so durch den Kopf geht: Es sind einige gegen Vorkontrollen. Wie sieht das dann aber aus, wenn ein Züchter ausgesucht wird. Es wird hin gefahren , der Kontakt über einen längeren Zeitraum wird gesucht und beide Seiten möchten vom Anderen dann doch noch so einiges wissen. Im Prinzip ist das nichts anderes als eine indirekte Vorkontrolle, wenn auch im umgekehrten Sinne, nicht der Käufer wird "geprüft" sondern der Verkäufer. Der Käufer möchte wissen wo der Hund her kommt, wie er bis zur Abgabe gelebt hat und natürlich gibt es auch so einige Vorstellungen. Das wird nicht nur gut geheißen, sondern auch noch empfohlen. Warum ist dann der umgekehrte Fall übergriffig (Übertreibungen aller Art in beide Richtungen mal außen vor)

    Wenn bei mir einer eine Vor- oder Nachkontrolle verweigern würde, bekäme er auch kein Tier von mir. Ein Tier ist für mich keine Ware, die ich einfach mal so rausrücke, unter dem Motto es gehe mich nichts an wo das Tier hinkommt. Da müsste es bei mir mehrfachen Kontakt (bei Hunden mit Hund und zusammen Gassi gehen) geben und im Nachhinein sollte mir eine Kontrolle auch nicht verwehrt werden. Ob ich diese dann machen würde, stände auf einem anderen Blatt.

    Da ich nichts zu verbergen hatte und habe, hatte ich auch kein Problem mit Vorkontrollen (weder bei Katze noch bei den Hunden), Nachkontrollen gab es (zu meinem Bedauern) nicht.

    Wird ein Hund nicht erst zum Kampfhund, wenn er auch dazu genutzt wird? Wurde dieser Begriff nun eigentlich erst durch die Medien geprägt nach dem Drama nach Volkan? Oder wurden wirklich schon immer nur bestimmte Rassen als Kampfhunde betitelt, also auch, wenn sie nicht für den Kampf genutzt wurden (laut VDH ist der Staffordshire Bull Terrier z.B. einfach "nur" ein Terrier oder der Tosa gehört der FCI Gruppe 2 an)?

    Scheint ja eher nach "auf welcher Seite steht wer" zu gehen. Und unter dem Gesichtspunkt ist der Ausdruck Kampfhund als Rassebezeichnung mehr als Unpassend.

    oh je, nun mal ein Aussenseiter, jedenfalls teilweise: Jimmy 1977-1991 ist zu 99 % ohne Leine gelaufen. Sei es die ersten Jahre sehr außerhalb Berlins am Stadtrand, später auch Außenbezirk aber wesentlich mehr Verkehr. Nachfolger Balu (1994 bis 2002, verstorben an einem Milztumor) auch ohne Leine zu 99%. Barry (1999/2002 - 2010 bei mir) in Berlin zu 99% ohne Leine, nach Umzug in die Oberpfalz "nur" zu 95%, da hier entweder sehr schmale oder keine Gehwege. Ashkii (2008 - ) zu 99,95% an der Leine. Wenn er wohin will, dann geht er auch, ohne Rücksicht auf Verluste. Nia (2008/2012-2019 bei mir) zu 95 % ohne Leine hier in der Oberpfalz

    Warum in Berlin/Oberpfalz (außer Innenstadt) ohne Leine? Weil meine Hunde sonst kaum frei laufen hätten können. Jimmy, Balu, Barry und Nia hielten sich immer in meiner unmittelbaren Umgebung auf, konnten ihren Interessen (schnuppern, zurück bleiben, überholen, vorlaufen usw.) nachgehen ohne das Umfeld in irgend einer Form zu belästigen.

    Ich konnte und habe mich verlassen können auf meine Hunde. Wie oft musste ich mit dem Fahrrad wieder zurückfahren (weil ich gepennt habe) um Jimmy abzuholen, da er (Quer-)Straßen nicht ohne meine Erlaubnis überquerte. Oder Barry, der parallel auf der anderen Straßenseite mit lief, da er meine "Erlaubnis", über die Straße mitgehen zu dürfen, nicht gehört hatte, da ich auf einen Gasthund konzentriert war. Oder Balu, der von meiner Freundin oft mal an der Straße "vergessen" wurde, da er nicht einfach mit gelaufen ist ohne direkte Erlaubnis. Oder an dem Tag, als er hinter ein Kaninchen her ist, an der Straße abbremste und zurück kam. Nia lief eh immer sehr nahe bei mir und zeigt auch Autos an, wenn ich sie noch nicht mal hörte.

    Ob ich das bei einem nächsten Hund (nach Ashkii) wieder so machen würde weiß ich nicht. Kommt auf den Hund und auf das Umfeld drauf an.

    Kameraden hin oder her, im Krieg werden Menschen wie Tiere als Kanonenfutter ausgenutzt. Und Tiere können sich nicht dagegen aussprechen ob sie wollen oder nicht. Also ist deren Ausnutzen noch mal ne Ecke schlimmer. Ich als Mensch kann mich (heute) entscheiden ob ich einer Kriegsmaschinerie beitrete oder nicht.

    Tierschutz gibt es nicht erst seit ein paar Jahren. Jahrzehnte wird gekämpft, es werden Gesetze erlassen und letztendlich kommt für das einzelne Tier oft nicht viel rum. Es gibt immer wieder Gründe warum das und das nicht geht, warum das andere nicht möglich ist usw. Für mich wird in vielen Diskussion immer deutlicher, dass gemeint wird, das es reicht nur für die Zukunft zu denken. Dummerweise ist die Zukunft schnell da und es hat sich nichts geändert. Ich kann immer mehr verstehen, warum das einzelne Leben im Hier und Jetzt sehr viel wichtiger ist, als alles was die Zukunft betrifft. Tiere werden ausgenutzt, aus angeblich guten Gründen misshandelt (siehe Tierversuche) und es wird versucht einen Glaube an Institutionen hoch zu halten, die immer öfter versagen. Ich glaube noch nicht einmal mehr, dass Tierquälerei sich über die Jahrhunderte verringert hat, es hat sich nur verlagert. Es ist in vielen Bereich nur unsichtbarer geworden bzw. bekommt auch noch den Segen von einem (Groß?)Teil der Bevölkerung.

    Ok, Peta und Ärzte gegen Tierversuche in einem Satz (und als gleichwertig nebeneinander) kann ich nicht ganz so ernst nehmen. Natürlich müssen anerkannte Alternativverfahren genutzt werden. Ändert trotzdem nichts an der Tatsache und da traue ich Ärzten oder Menschen, welche in einer Zulassungsbehörde arbeite(te)n, doch ein bisschen mehr, dass der Stellenwert von alternativen Verfahren für den Gesetzgeber nicht so wichtig ist wie Tierversuche. Sonst würde sich da etwas ändern. Und zwar wesentlich intensiver als im Moment. Gerade für Patienten wäre es ein großer Fortschritt. Diese müssten dann nämlich nicht mehr an der größten Arzneimittelprüfung teilnehmen (in dem Glauben, dass alles seine Ordnung hat) die anfängt zu laufen, sobald ein Medikament auf den Markt kommt. Erst im Alltag zeigt sich wirklich wie ein Medikament wirkt.