Beiträge von BeardiePower

    Hier kommt auch immer der Sperber vorbei und schnappt sich den ein oder anderen.

    Letzten Winter war der so oft da, daß ich schon gesagt habe, daß ich die Vögel für den Sperber füttere. Aber es ist halt Natur.

    Letztens war der Sperber sogar da, während mein Hund und ich im Garten waren. Keine 5 Meter war er entfernt gewesen, und hat versucht, einen Spatzen zu packen.

    "Das Geheimnis jenes Sommers" von Susan Stairs

    Was für ein Roman! So spannend, daß ich ihn kaum aus der Hand legen konnte.

    Erzählt wird in zwei Strängen, immer abwechselnd. Einmal 2010 / 2011 und dann ein Strang aus jenem Sommer 1983.

    Spielen tut es in Irland; der Strang von jenem Sommer ist auf dem Land angesiedelt, in einem kleinen Dorf.

    Es fängt an mit einer Art Prolog von Weihnachten 2010, der einen schon neugierig macht.

    Margaret, genannt Mags, ist untröstlich, weil wegen eines Schnee-Chaos´ ihre Tochter Orla nicht kommen kann. Sie hat ein richtiges Tief. Dann kramt sie in einer Schachtel herum, mit alten Briefen und Bildern, was sie noch schwermütiger macht - und den Leser neugierig.

    Schließlich kann nach dem Jahreswechsel Orla nach Hause kommen. Als sie verlauten läßt, daß sie mit ihrem Freund vielleicht nach Amerika gehen möchte, ist Mags schon wieder deprimiert. Sie möchte nicht, daß Orla geht, sagt aber nicht warum.

    Als Orla wieder nach Hause fahren möchte, gibt ihr ihr Vater PJ einen Umschlag. Später findet sie darin nicht nur Geld, sondern auch ein altes Bild. Darauf zu sehen sind ihre Eltern - ihre Mutter hochschwanger mit ihr - und zwischen ihren Eltern ein vierzehnjähriger Junge, den sie nicht kennt. Vor allem fällt ihr auf, daß ihre Mutter auf dem Bild so glücklich ist, wie sie sie noch nie gesehen hat. Denn ihre Mutter hat immer Stimmungsschwankungen gehabt, und ab dem Spätsommer Depressionen. Das war schon so, als sie Kind war.

    Nun will sie wissen, wer der Junge ist. Ihr Vater sagt nichts, ihre Mutter will sie nicht fragen, weil sie sie nicht noch mehr aufregen will. Sie spürt, ihr Vater möchte ihr etwas mitteilen, das sie aber selber herausfinden muß, weil er - wie es aussieht - seiner Frau versprochen hat, nichts zu sagen.

    Also forscht Orla nach. Sie findet heraus, daß der Junge der Sohn ihrer Tante aus England gewesen ist; wundert sich dabei, daß sie eine Tante hat, da nie von einer Tante die Rede war.

    Sie erfährt, daß der Junge in jenem Sommer die Ferien bei ihren Eltern verbracht hat, und der Sommer in einer Katastrophe endete...

    Zwischendrin die Geschichte von 1983:

    Tim darf die Ferien bei seiner Tante und seinem Onkel verbringen, die er vorher noch nie gesehen hat. Da sie sich nicht kennen, gibt es ein paar Schwierigkeiten und Mißverständnisse. Aber im Grunde genommen ist es auch schön da.

    Vor allem, weil er die Nachbarstochter im gleichen Alter kennenlernt. Maeve muß auf ihre fünf kleinen Brüder aufpassen, weil ihre Mutter, seit der Vater vor einem halben Jahr einfach fort ist, nur noch wie betäubt ist. Trotzdem können die beiden etwas unternehmen. Allerdings gibt es einen Wehrmutstropfen. Barry, ein etwas älterer Junge, der Tim ziemlich auf dem Kieker hat, und auch immer wieder bei Maeve auftaucht.

    Tim merkt, daß Mags und PJ irgendetwas verheimlichen. Aber niemand will ihm etwas sagen.

    Und dann kommt auch noch Maeve mit ihrer Vermutung, daß ihr Vater sie nicht einfach verlassen hat; daß da irgendwas passiert sein muß.

    Dann sieht Tim auch noch, nachdem er bei einer Disco ziemlich enttäuscht worden ist, daß Maeves Mutter und der Pfarrer bei seiner Tante und Onkel sind, und er muß sofort an Maeves Vermutung denken. Doch wieder will niemand etwas sagen. Auch zu Maeve wird nichts gesagt.

    Dann ist Tim schuld am Tod des Hundes von Maeves Familie. Er hatte ihn aus Mitleid, weil er angebunden war und die kleinen Jungs ihn dauernd geärgert haben, losgemacht. Nur ist der Hund weggerannt und dann von einem LKW überfahren worden.

    Das veranlaßte ihn, nach Hause zu wollen. Er hatte solche Schuldgefühle. Doch er konnte nicht nach Hause, weil seine Eltern nach Cornwall in den Urlaub gefahren sind. Wieder etwas, das seltsam war. Und wieder das seltsame Verhalten von Tante und Onkel.

    Und dann findet er etwas heraus, das ihm den Boden unter den Füßen wegzieht...

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    Einfach spannend. Der Roman ist gut geschrieben, es macht Spaß zu lesen.

    Die Charaktere sind gut gezeichnet. Vor allem das Gefühlsleben von Tim geht einem nah, so gut ist es beschrieben.

    Was auch interessant ist, ist die Beschreibung vom Irland in den 80er Jahren, vor allem auf dem Land. Alles ist geprägt von Armut und der Schwierigkeit Arbeit zu finden, Essen zu bekommen.

    Ich muß sagen: Ein Top-Roman!

    Warum nur bin ich gedanklich sofort beim Immenhof?

    Sehr süß deine Bande und viel zu wenig Fotos hier.

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    Geht mir genauso. Auch ich muß immer an Immenhof denken. Obwohl ja da die meisten Pferde Isländer waren (also in den Original-Filmen). Und trotzdem höre ich immer die Lieder im Ohr. "Trippel-trappel, trippel-trappel, Pony!"

    Gleichzeitig werde ich aber auch an früher erinnert, in der es hier eine kleine Shetty-Herde gegeben hat; ich eins von ihnen als Pflegepony gehabt habe. Hach, waren das Zeiten.

    Daß zu wenig Bilder zu sehen sind von den Shetties, da stimme ich dir zu. Shetty-Bilder kann es nicht zu viel geben.

    Danke für das Angebot, aber ich muss es selber finden, sonst hat es für mich keinen Wert! :klugscheisser: Beim Recherchieren, WAS ich da jeweils gefunden habe, sind mir schon öfter eBay-Angebote von Schädelpräparaten ins Auge gefallen. Diese Präparate sind meistens auch überhaupt nicht teuer. Aber ich will mir keine gekauften Tierschädel ins Regal stellen. Ein selbst gefundener Fund ist was GANZ anderes!

    Oh - du passt wunderbar zu meinem Sohn!

    Der hat auch eine ganze Sammlung von selbstgefundenen Tierknochen. Vor einigen Wochen hat er ein Igelskelett gefunden

    Ich bin auch Knochen verrückt. Allerdings habe ich keine Sammlung mehr.

    Als Kind habe ich die Knochen unserer Schlachtekaninchen, die auf unserem Gartenstück beim Umgraben und ernten immer wieder aufgetaucht sind (die Überreste wurden immer da vergraben), immer aufgelesen und mitgenommen. Draußen hatte ich sie in einer Schublade eines alten Schrankes. Tja, und irgendwann waren sie weg. Meine Oma hatte sie alle weggeschmissen. Mann, war ich traurig und wütend...