Meine Eltern hatten 1992 auch einen alten Hund aus dem Tierschutz übernommen bzw. hatten sie nichts vom wahren Alter gewußt. Denn in der Zeitung wurde unsere Buffy (Cocker-Mix) als 2-jährige, gesunde Hündin vorgestellt. Sie war ausgesetzt gewesen. Wir sind hingefahren und konnten sie gleich mitnehmen.
Wenig später stellte sich heraus, daß Buffy nicht 2, sondern mindestens 10 - 12 Jahre alt war - und ihr Körper voller Krebs. Eine Gesäugeleiste hatte man ihr schon wegoperiert, wo ich mich frage, ob das die Leute vom Tierschutz nicht gesehen oder ob sie es verschwiegen haben?
Trotz des Schocks über Alter und Krankheit blieb Buffy bei uns. Buffy war eine ganz liebe Maus. Vertrug sich mit allem und jedem, auch mit (fremden) Katzen. Nur wenn Kinder so herumtobten, wurde sie ein wenig ungemütlich, aber nicht gefährlich.
Vermutlich stammte Buffy aus der ehemaligen DDR. Jedenfalls schätzten wir das. Denn wir leb(t)en im ehemaligen Grenzgebiet (im Westen) und zu dieser Zeit fuhren noch viele Trabis umher. Und bei jedem Trabi freute sich Buffy wie blöd und wollte hinterher. Deshalb der Gedanke, daß sie "von drüben" sein konnte.
Buffy war trotz allem noch gut drauf gewesen. Ich bin viel mit ihr spazierengegangen.
Da der Krebs am Gesäuge so groß wurde, hatten wir sie operieren lassen. Danach sah sie aus wie ein Teddybär, weil sie von oben bis unten eine Narbe gehabt hat. Diese OP hatte leider nicht so den Erfolg gehabt, denn nach einem halben Jahr war der Krebs wieder so doll und groß geworden. Und dann wollte sie nicht mehr fressen und trinken. Schließlich wurde sie erlöst.
Ganze 2, 5 Jahre durfte Buffy bei und mit uns sein. Aber diese 2, 5 Jahre waren schön gewesen und ich hatte das Gefühl, daß Buffy schon immer zu uns gehörte.