Der arme Mini Aussie!
Man sollte ihn erstmal gesundheitlich abchecken lassen. Wie oft sind Schilddrüse oder Tumore etc. schuld an seltsamen bzw. ängstlichem Verhalten!
Dann könnte man ja mal zusätzlich z.B. mit Bachblüten versuchen zu helfen. Die sollen ja auch für die Psyche gut sein. Daß Bachblüten helfen, habe ich bei meiner Hündin schon öfter gesehen (hartnäckige Mandelentzündung, wo kein AB half - aber mit Bachblüten nach 2 Tagen so gut wie weg war; 2x nicht heilende Narben - mit Bachblüten nach ein paar Tagen zu). Das würde ich versuchen, zusätzlich zum "Training".
Und er sollte kleine, machbare "Mutproben" mit seinen Menschen machen, um das Selbstvertrauen zu stärken: Auf Baumstämmen balancieren, durch etwas durchkriechen, über einen Bach hüpfen (oder durchgehen), Tricks lernen, einfach Aufgaben machen, mit seinen Menschen etwas machen.
Meine vorige Hündin war die ersten 8 Monate ihres Lebens bei der VDH-Züchterinn im Bretterverschlag gewesen, hatte nichts kennengelernt. Dementsprechend panisch war sie. Mit harter Arbeit wurde sie nach einem Jahr zum besten Hund der Welt. Dazu gehörten auch Agility und Clickertraining (Tricks) und beschriebene Mutproben. Agility hat sie geliebt, ebenso zu tricksen. Das half, das Selbstvertrauen aufzubauen.
Zusätzlich zeigte ich ihr die Umwelt in kleinen Dosen und dann immer mehr.
Hatte sie zu Anfang Angst vor Fahrrädern und Autos, konnte ich nach ein, zwei Jahren mit ihr an unserer Hauptstraße laufen, und selbst LKW bekamen noch nicht mal ein Wimpernzucken. Nur Gewitter und Knallgeräusche blieben unheimlich, sowie fremde Menschen (bei Menschen konnte sich das aber ändern, wenn sie sie kennengelernt hatte).
Was haben die Leute zu Anfang geredet - vor allem welche aus dem Schäferhundeverein, denen ich begegnet bin -, daß ich den Hund weggeben sollte, aus dem würde ja eh nichts werden. Tja, und nach ein paar Jahren staunten sie, und konnten nicht glauben, daß das derselbe Hund wie früher war; staunten, wie toll sie hörte, wie toll sie sich benahm und so.
Es ist also nie aussichtslos. Gut, es wird immer etwas bleiben. Aber trotzdem kann man etwas machen. Von daher finde ich das auch unmöglich, daß der Mini-Aussie irgendwie abgeschrieben wurde. Für die Zuschauer kann das auch wieder so rüberkommen, daß man eh nichts machen kann - und falls sie auch einen ängstlichen Hund haben, versuchen sie es gar nicht erst.