Das Problem ist, dass es eben nicht ganz so einfach ist, es gibts kein Schema-F. Ich kopier dir mal Audreys Beitrag hier rein, den fand ich sehr gut.
ZitatAlles anzeigenHi,
ich denke, man sollte sich bei der Hundeernährung grundsätzlich von wagen Richtlinien, starren Vorgaben und dogmatischen Bedarfswerten aus der Industrie oder sonst wo her verabschieden. Es ist der falsche Ansatz und gaukelt in den meisten Fällen eine trügerische Sicherheit vor.
Das gesamte Feld der (Tier)Ernährungswissenschaft ruht auf einem Fundament von Vermutungen und Irrtümern.....und inzwischen auch auf "Schuldgefühlen" und Neurosen bei denen, die sich zu viele Gedanken um die Genauigkeit machen.
Die Verunsicherung in Bezug auf die elementarsten Fragen zur Ernährung haben auch dazu geführt, daß verzweifelt nach wissenschaftlichen "Werten" gesucht wird, aber Vorsicht......schnell wird daraus ein Zwang, alles richtig machen zu müssen und man wird zur "Beute" von Manipulation und windigen Meinungsmachern.Also einfach mal den Kopf klar machen.....und überlegen, was der (eigene) Hund eigentlich braucht, um gesund durchs Hundeleben zu springen.
Grundsätzlich braucht ein Hund Nahrungsmittel wie wir.....nur in z.T. anderen Nährstoffverhältnissen zueinander, aber selbst das muß nicht immer sein. Das sind neben Fleisch und Fisch auch KH, Fette(pflanzl. wie tierische), Gemüse/Rohfaser und ggf. eine Kalziumquelle, Milchprodukte, Ei, Obst usw.( quasi eine Zusammenstellung nach dem "Baukasten-Prinzip"). Vielfalt bedeutet AusgewogenheitDie Mengenschwerpunkte lassen sich nicht in Prozenten oder Zahlen genau festlegen. Dafür hast du aber die Möglichkeit, individuell auf die Bedürfnisse deines eigenen Hundes einzugehen. Grundsätzlich sollten sich die Mengen von Fleisch, KH usw. in einem moderaten Rahmen bewegen. Du kannst also je nach Lebensabschnitt-und situation die Futterkomponenten flexibel gestalten und ggf. verändern.
Es gibt übrigens keine biologische Notwendigkeit, eine einzelne Mahlzeit so zuzubereiten, dass sie komplett ausgewogen ist.
Ich finde es übrigens nach wie vor sehr schade, daß zwischen Barf und Fertignahrung die eigentlich sehr vernünftige Lösung einer hausgemachten Futtervariante mit (gekochten) Nahrungsmitteln einfach übersprungen wurde.LG