Beiträge von Pirschelbär

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    Ich denke, nicht der Moment war richtig, sondern das wohin korrigiert worden ist - in die Ruhe und den Raum. Wenn das das Ziel der Korrektur ist, braucht man auch nicht dauernd zu strafen/korrigieren - wie man es nennen will. Und natürlich ist das Lernen - es ist positive Strafe, die ein Verhalten weniger häufig werden lassen soll. Ganz normales Lernen. Verstehe jetzt nicht, was daran kein Lernen sein soll. Wir merken uns doch auch länger als einen Tag dass ne rote Ampel heißt, dass wir stehen bleiben sollen. :???:

    Tut mir leid, ich verstehe deinen Beitrag jetzt überhaupt nicht.
    Natürlich muss der Moment der Korrektur richtig sein. Was hilft es mir, wenn ich ein Verhalten bestrafe, wenn dieses schon 5 Minuten her ist?
    Natürlich will ich mit Strafen erreichen, dass das Verhalten ausstirbt. Bis es aber soweit ist (wenn ich nicht entsprechend hart Strafe, damit das Verhalten augenblicklich ausstirbt), muss ich das Verhalten jedes mal korrigieren wenn es auftritt.
    Ich glaube wir schreiben aneinander vorbei. Ich hab doch nirgend geschrieben, dass der Schnösel nicht gelernt hat?

    Ne, sorry mein Beitrag bezog sich darauf:

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    Sabrina: ich denke, beim Fleisch für den menschlichen Verzehr ist das nicht so dramatisch, weil es ja gekocht wird. Ich kenne es allerdings auch so, das man auch das nicht in der Folie auftauen soll....

    Man soll Fleisch nicht in der Folie auftauen, weil sich dabei die Anaeroben Botulismus Bakterien vermehren (kommen diese mit Sauerstoff in Berührung sterben sie ab), im Kühlschrank nur sehr langsam, bei Raumtemperatur allerdings relativ schnell. Das ist der Grund, warum man Fleisch nicht luftdicht (und bei Zimmertemperatur) auftauen soll, da hilft dann halt auch kochen nicht mehr, weil das Gift dadurch nicht unschädlich gemacht wird.
    Ich packe mein Fleisch immer gefroren aus und taue es in einer großen Tupperdose auf. Da ist dann normalerweise auch genug Sauerstoff drin.

    Beim Kochen sterben die Botulismus Bakterien zwar ab, das Nervengift (Botox) das sie bis dahin gebildet haben bleibt aber trotzdem toxisch. Kochen hilft also nicht, wer wirklich den Verdacht hat, mit dem Fleisch könnte etwas nicht iO sein (aufgeblähte Verpackung): Weg damit!

    Deswegen hab ich geschrieben in diesem Sinne und damit gemeint wenn die Verknüpfung entsteht, wie Maus es ja auch schon beschrieben hat.
    Der Schnösel hat ja im richtigen Moment bescheid bekommen. Natürlich Verknüpft er das und erinnert sich bei der nächsten Begegnung dran.

    Erinnern hat ja in diesem Sinn nicht viel mit Lernen zu tun.
    Als Mensch kann ich mich der Sprache bedienen und sagen: Das was du da (vor 5min.) gemacht hast war gut.
    Geht ja bei einem Hund nicht, dem kann ich mittels Belohnung nur sagen: Das was du genau jetzt machst ist gut. (oder auch schlecht)

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    Dann hätte der Hund doch aber das Verbot an den Müll zu gehen falsch verknüpft? Er hat nicht gelernt, ich gehe an den Müll und bekomme Ärger, sondern, ich kippe den Eimer um und das gibt Ärger?


    Ja, was ja genau das ist, was passiert wenn man nicht "richtig" straft: Zum richtigen Zeitpunkt und jedes mal, was ja logischerweise in dem Mülleimerbeispiel nicht der Fall war.
    Anderes Beispiel:
    Oder der Hund der schlechten Gewissens vom Jagen zurückkehrt - man sieht es ihm ja schon aus 100m Entfernung an, oder er kommt gar nicht erst zurück. Er hat gelernt, dass es Ärger gibt, wenn er vom jagen zurückkommt, weiß aber nicht, dass er es verhindern kann, in dem er gar nicht erst jagen geht.

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    Ich glaube nicht an die Theorie, das Hunde sofort vergessen, a. dann wären sie nicht lernfähig und b. bei manch üblem Verhalten, das in Abwesenheit des Halters statt findet, das kennen viele hier, denk ich mir, zeigt der Hund Beschwichtigungen oft schon dann, wenn der Halter noch nichts von dem Drama gesehen hat.


    Die Erklärung dafür ist aber in meinen Augen aber folgende:
    Hund weiß: Umgekippter Mülleimer wenn Herrchen heimkommt = Ärger.
    Er weiß aber nicht, dass er den Ärger hätte vermeiden können, indem er den Müll nicht ausgeleert hätte.

    Ich würde sagen, weil der Hund seine Missetat ja nicht als Missetat erkennt und daher nicht emotional Verknüpft.
    Wenn er aber vom Halter etwas Negatives erfährt bin ich mir sehr sicher, dass das Spuren hinterlässt. Nicht unbedingt, dass er sich dran erinnert auf den Kopf geschlagen worden zu sein, aber an die negative Emotion, die ja von seinem Halter ausgelöst würde.