Beiträge von Cherubina

    Oh, da möchte ich nicht tauschen. Bis auf das verklebte Fell hält sich hier die Sauerei in Grenzen. Hier und da mal ein Tröpfchen, aber damit kann ich leben.

    Dafür scheint es langsam Richtung Zielgerade zu gehen. Heute an Tag 13 hat Sumi mit dem Flirten angefangen. Nicht doll, aber deutlich wurde dem netten Rüden aus der Ferne etwas zugefiept, der fiepte kurz zurück und zack, klappte ihre Rute zur Seite.
    Im Training ist sie etwas unkonzentrierter, aber sonst alles wie immer.

    Und ich finde den Post von Cherubia sehr unfreundlich. Immerhin kennt sie mich nicht und weiss nicht wie sehr ich mich hier angepasst habe. Oder doch?

    Entschuldige mal, genau das habe ich meinem Post vorangestellt: Dass ich dich und deine genaue Situation nicht kenne. Ich kann hier nur sehr subjektiv auf das reagieren was du schreibst und dabei kommt es eben schnell zu Missverständnissen und dem Gefühl persönlich angegriffen zu werden. Dem wollte ich dadurch vorbeugen.

    Dein erster Beitrag klang nun einfach etwas missverständlich und dein eigentliches Problem kam dabei nicht rüber - das habe ich wiedergespiegelt. Lies ihn vielleicht selbst nochmal.
    Inzwischen kann ich, dank deiner weiteren Ausführungen, deine Sorgen besser einordnen.

    Ich für mich würde wohl unter solchen Bedingungen auf die Hundehaltung verzichten. Es sei denn ich könnte mich weitgehend ohne Kontakt zu anderen Hundehaltern bewegen. Wenn tatsächlich nirgendwo Freilauf möglich ist, keine Möglichkeit zum Hundesport mit intaktem besteht und du dich ständig rechtfertigen musst - das wäre nichts für mich.

    Ansonsten braucht man wie schon geschrieben ein gutes Selbstbewusstsein, ein dickes Fell und tatsächlich etwas Ironie und Lockerheit.


    Im übrigen bekommen auch in Deutschland die Tierärzte an der Uni nicht beigebracht wie man sterilisiert. Theoretisch natürlich schon, aber nicht praktisch. Diese OP wird auch in Deutschland so gut wie nicht durchgeführt, da die Gründe für eine Kastration fast nie reine Empfängnisverhütung sind.

    Ich kenne dich nicht und ich kenne nicht die Mentalität der Menschen, die dich umgeben - geschweige denn weiß ich, in welchem Land du lebst.

    Was ich aber beim Lesen deines Beitrages sofort gedacht habe:
    Das was viele an uns Deutschen nicht mögenist doch das Überkorrekte, Unentspannte. Für alles brauchen wir Regeln und gerne werden andere kritisiert. Das was du schreibst ist doch in erster Linie Kritik an deinen hundehaltenden Mitmenschen, wo genau erwartest du denn Kritik an dir?
    Wen sollte es stören, wenn du deinen Hund in einer Hundebox transportierst und nicht auf dem Schoß? Glaubst du wirklich auf Wiederstände zu stoßen, wenn dein Hund ins Haus darf?
    Was dir vielleicht begegnen wird ist ein gewisses Amusement, aber da musst du drüber stehen. Wenn sich einer über die Autobox wundert nimms mit Humor: "Du weißt doch, für uns Deutsche muss alles seinen Platz haben..."

    Vielleicht verstehe ich dich auch einfach falsch, aber wenn du entspannt an die Sache rangehst, weiß ich nicht wo das Problem zu erwarten wäre.

    Ich kenn schon die Pros und Contras und hab mich nur immer gefragt, wie das im Training dann halt mit "Passanten" läuft.
    Die man je nach Gebiet ja doch häufiger hat und die sicher nicht begeistert sind, wenn sie von nem Hund auf dem Weg gestellt werden...

    In den zwei Jahren, in denen ich dabei bin, wurde noch kein Spaziergänger verbellt. Wie gesagt: Mensch auf Weg ist tendenziell wenig interessant.

    @Cherubina
    Ihr lasst gehende Personen anzeigen?
    Wie ist das dann im Training mit Spaziergängern?

    Die meisten Hunde blenden Menschen auf den Wegen aus. Sollte mal ein Spaziergänger angezeigt werden, wird der Hund verbal gelobt (war ja richtig) und dann im Wald neu angezeigt. Für nen Pilzsammler gäbe es trotzdem nen Jackpot.

    Das ist Thema in vielen Staffeln. Wir üben das auch nicht für die Prüfung, sondern für den Einsatz.
    Nicht immer sucht man bewusstlose oder tote Menschen. Gerade verwirrte oder suizidgefährdete Menschen, aber auch verirrte Kinder oder Verletzte benehmen sich ja nicht wie vorher eingewiesene Versteckpersonen.
    Unsere Profis bellen sogar weiter (eben mit gebührendem Abstand), wenn sie angeschrieen und mit gehobenem Stock bedroht werden oder das Opfer wegrennt. Was fast alle bei uns kennen sind gehende, weinende, hysterische und sprechende Personen. Die größte Herausforderung sind für viele Hunde die streichelnden und lieb säuselnden Hundeliebhaber :ugly:

    Wichtig finde ich dabei, dass sie sich im Notfall eben dann auch davon abrufen lassen.

    Sumi macht mir soviel Freude - hatte ich das schon erwähnt ...? :D

    Heute beim Rettungshundetraining flog sie nur so durch den Wald und verbellte ihre Versteckpersonen, als hätte sie nie was anderes getan. Diese Begeisterung und dieses Tempo machen mir echt ne Gänsehaut. Letzte Woche haben wir uns mal an etwas schwierigere Opferbilder gewagt und auch hüpfende, gehende und singende Personen zeigt sie ohne Zögern an. (an streichelnde, schreiende und schimpfende Personen arbeiten wir uns heran ;) )

    Auch ihre ersten ernsthaften Übungseinheiten an den Schafen hat sie gemeistert und ich glaube, sie wird mir an meinen Schafen eine gute Hilfe werden. Was sie da vor allem noch braucht sind etwas mehr Mut und Selbstvertrauen. Die braven Übungsschäfchen schubst sie aber schon schön.

    Auch im Alltag gibt es kaum etwas zu klagen. Sie ist gerade mitten in ihrer - völlig unkomplizierten - ersten Läufigkeit, macht nichts mehr kaputt (nur nicht zu laut sagen), nimmt alle Alltagssituationen mit Gelassenheit, ist super ausgeglichen mit fremden Hunden und einfach ein wahrer Schatz.

    Am Rad war sie übrigens schon mit 6 Monaten ab und zu dabei. Allerdings bin ich dann eben nur kurze Strecken gefahren und habe viel geschoben, alles im Freilauf. Auch den Fahrradanhänger hat sie in der Zeit kennengelernt.

    Und damit es nicht zu sehr in Schwärmerei ausartet:
    Ich muss ihr im Schafstall jeden Tag wieder erklären, dass sie das Schaffutter nicht fressen darf
    und sie springt immernoch jedem netten Menschen, der sich über sie freut knutschenderweise ins Gesicht.

    Der Geruch ist tatsächlich das, was mir am meisten Gedanken macht. Drum wird sie morgen Abend wohl mal in die Dusche steigen müssen. Es ist auch nicht so extrem, wie es vielleicht klingt. So dicht sind ihre Haare dort zum Glück nicht und ein bisschen putzt sie sich schon. Ich war es nur nicht gewohnt, dass überhaupt etwas sichtbar im Fell hängenbleibt.

    Ich habe wohl einfach ein kleines Ferkel.

    Angeregt durch die hübschen Tiergeschichten hier noch was von mir (oder hatte ich das schonmal geschrieben? Ach egal, doppelt hält besser.):


    Ich halte ja selbst Schafe, darum habe ich die Entwicklung der Wolfspopulation in Deutschland im Blick. Hier bei uns gibt es - bisher - keine Wölfe... oder etwa doch?

    Eine Bekannte von mir war sich da jedenfalls sehr sicher. Sie erzählte mir, dass sie vor einigen Wochen am Waldrand ganz in der Nähe meines Wohnortes zwei Wölfe gesehen hat.
    "Die standen da und haben geschaut und dann sind sie in den Wald gelaufen."
    "Hm, kann ich nicht glauben. Davon hätte ich doch was gehört. Gleich zwei sind doch nicht nur auf der Durchreise und mein Nachbar hatte genau dort vor kurzem noch seine Schafe stehen."
    "Doch ganz sicher."
    "Vielleicht waren es Rehe, oder einfach Hunde."
    "Ich kann doch wohl Rehe von Wölfen unterscheiden! Das waren Wölfe! Definitiv!"

    Das hat mich dann doch verunsichert. Ich fragte meinen Nachbarn, den Landwirt im Ort, einen Jäger, den ich traf. Ich wälzte das Internet nach Wolfsichtungen - nichts, was auch nur in der Nähe wäre...

    Eine Woche später ging ich mit der Bekannten joggen. Kaum 50 Meter vor uns sprang ein Feldhase über den Weg. Ich nahm Smilla an die Leine, die davon zum Glück gar nichts mitbekommen hatte und die Bekannte sagte:
    "Gut dass ich meinen nicht dabei habe. Der wäre dem Reh jetzt hinterher!"

    =)

    Bei uns gibt es - bisher - keine Wölfe.

    Sumi ist ja nun auch seit 1 Woche in ihrer ersten Läufigkeit. Ich bin ja mit einer unkastrierten Border Hündin aufgewachsen und kann mich noch sehr gut an viele Details von damals erinnern, inklusive Verhaltensänderung, Blutstropfen wischen, aber auch Dauerläufigkeiten durch Ovarialzysten und Pyometra mit Kastration im stolzen Alter von 14 Jahren.

    Woran ich mich nicht erinnere: Dass unsere Hündin damals sich so eingesuddeltt hat. :ugly:
    Sumis Fell ist rund um die Vulva entlang der Innenschenkel richtig verklebt. Ich werde ihr dann wohl am Ende der Bluterei eine Intimwäsche gönnen... hoffentlich ist es bis dahin wieder warm und ich kann sie erstmal schön in den Bach schicken zum Einweichen.

    Kennen das andere Langhaarhundebesitzer hier auch?