Beiträge von Cherubina

    hmmm ,nun klärt mich doch mal auf :hilfe: : wie und ab wann etwa macht sich das denn bei einer junghündin bemerkbar und was für stehtage :???: ...die schönheit :ugly: hier neben dran is jetzt 7 monate alt. über antworten mit denen ich etwas anfangen kann würde ich mich freuen, denn so ne junge hündin hatte ich bisher noch nie. und wie siehts mit kastration etc. aus... was is ne scheinschwangerschaft. kommt sowas auch als kastriertes tier vor...danke


    Hm, das wäre ein Thema, wo sich googlen lohnt. Da gibt es so viele Infos, die nützlich sind, dass sich das hier nicht mal so eben schnell alles klären lässt. Google doch mal "Sexualzyklus Hund"

    Ganz kurz vielleicht:
    Hunde haben nicht wie wir Menschen jeden Monat einen Eisprung, sondern in der Regel etwa 2 x im Jahr (manche häufiger, manche seltener). Anders als wir Menschen blutet der Hund kurz vor dem Eisprung, als sogenannte Aufbaublutung über 10-20 Tage. Dann lässt die Blutung etwas nach, der Ausfluss wird klarer und passend zum idealen Zeitpunkt der Deckung, also rund um den Eisprung kommt die Hündin in die Stehtage. Das heißt, dass sie bereitwillig Rüden ranlässt, sich anbiedert und den Schwanz zur Seite legt. Sie ist bereit.

    Zum normalen Zyklus der Hündin gehört dazu, dass sie nach der Läufigkeit auch ohne Deckakt eine Art hormoneller Trächtigkeit durchmacht. Der Körper produziert die gleichen Hormone, als hätte er Welpen. Nach Ablauf dieser Scheinträchtigkeit schließt sich eine Scheinmutterschaft an, bei der vielen Hündinnen das Gesäuge sichtbar anschwillt, manche bilden auch Milch. Das Verhalten der Hündin kann dann deutlich verändert sein. Manche sind nur etwas kuschelbedürftiger, andere bemuttern Kuscheltiere und möchten nicht mehr aus dem Haus gehen.

    Ist die Hündin kastriert, sind also Ovarien und Uterus entfernt, kommt es selbstverständlich weder zur Läufigkeit noch zur Scheinschwangerschaft.

    Wann eine Hündin zum ersten Mal läufig wird ist sehr unterschiedlich und reicht ca. von 6 Monaten bis 1 1/2 Jahren. Ausnahmen gibt es immer.

    Ich komme gerade zurück von meinem Hüteseminar und bin ganz voll von den neuen Erfahrungen und Sumis Entwicklung. Und die Hunde... die sind platt.
    Fotos muss ich bei Gelegenheit nachreichen, aber eine Freundin hat mehr als 600 davon gemacht, da sind bestimmt schöne bei.


    Für die Interessierten hier ein kleiner persönlicher Bericht über den Ausbilder.

    Spoiler anzeigen

    Paul Tomkins ist ein super netter, ruhiger und kreativer Lehrer. Er kommt aus Wales und spricht entsprechend nur Englisch, das ist aber sehr gut zu verstehen.
    Er hat sich auf jedes der 8 teilnehmenden Teams 100%ig eingelassen, war nie laut oder ungeduldig und hatte für alle dort vorgestellten Hunde und Probleme Ideen, die mir eingeleuchtet haben.

    Blutige Anfängerhunde hat er ersteinmal am kleinen RoundPen angeschaut, ist aber recht schnell auch direkt an die Schafe mit ihnen. Im Vordergrund stand dabei die natürliche Arbeitsweise der Hunde und vor allem den Spaß am Arbeiten herauszukitzeln. Mit der nötigen Vorsicht zur Schonung der Schafe durfte Hund auch mal etwas mehr "probieren".
    Einige Hunde waren schon etwas fortgeschrittener, auch da hat sich ein sehr positives Bild ergeben, mit vielen Erklärungen, aber auch mit viel "Trainerbauchgefühl".

    Sumi hatte ja ihre ersten Stunden bei Corinna schon und hat sich als den Schafen gegenüber sehr freundlich und eher zurückhaltend gezeigt. Was mir persönlich fehlte waren vor allem etwas Selbstvertrauen, Mut und Spritzigkeit. Geschnappt oder gehetzt hat sie nie.

    Paul fiel sofort ihre sehr gehemmte Art auf und er hat sie erstmal nur mit mir zusammen angefeuert, sie motiviert und probieren lassen. Kontrollieren, korrigieren oder stoppen sollte ich sie erstmal gar nicht (wie gesagt bei Sumi auch kein Problem für die Schafe).
    Dann wurden nach und nach die Flankenkommandos dazugenommen und ich durfte sie die Richtung wechseln lassen und sie ins Nachtreiben holen (was sie von Corinna ja kennt).

    Am Sonntag und Montag konnte man schon richtig schöne Sequenzen mit ihr arbeiten, bei denen es hauptsächlich darum ging ihr Selbstvertrauen zu stärken und sie zu Ermutigen eigenständig zu reagieren (zum Beispiel, wenn ein Schaf aus der Gruppe auszubrechen droht).


    Die sehr flinken Skudden kamen Sumi und ihrem eher ruhigen Temperament sehr entgegen. Sie wurde richtig schnell und musste nicht so viel Druck aufbauen.
    Innerhalb der drei Tage hatte ich das Gefühl, dass Sumi eine enorme Entwicklung durchgemacht hat und auch Paul sagte heute, dass es so aussehen würde, als käme ich mit einem völlig anderen Hund zur Weide.

    Nun bin ich natürlich total gespannt wie sich das nun weiter entwickelt und ob und wie ich in anderer Umgebung und an anderen Schafen daran anknüpfen kann.

    Ich glaube ja auch, dass das Jucken mit der Vegetation und stechenden Fluginsekten zu tun haben kann.

    Sumi hat sich ziemlich viel gekratzt, als sie letztes Jahr im Mai hier einzog. Ich habe viel gerätselt, habe aber keinen Grund gefunden, außer dass der kleine Pups immer mit Vollkaracho durchs Unterholz und die Brennnesseln lief. Im Sommer war dann irgendwann alles gut und pünktlich jetzt im Mai fängt es wieder an.

    Jetzt könnte sicherlich auch beginnender Fellwechsel mit reinspielen. Aber sie kratzt sich manchmal als hätte sie Flöhe (definitiv keine da). Die Haut ist völlig unauffäll....

    Ich habe beschlossen es dieses Jahr nicht zu ernst zu nehmen und warte darauf, dass in 1-2 Monaten wieder alles normal ist.

    Ich finde es toll zu sehen wie sich Phelan durchsetzt. Ich wünschte Sumi könnte sich eine Scheibe davon abschneiden.

    Ich bin zur Zeit etwas frustriert mit meinen Schafen. 3 Mal war nun ein erfahrener Hund da zum Einhüten und die Schafe sind so stur! Wir haben dann einer Gruppe zusammengestellt mit den Tieren, die noch am besten liefen. Das sollte die Trainingsgruppe für Sumi werden. Heute habe ich es alleine versucht und die Tiere sind einfach keinen Meter gelaufen. Sie nehmen Sumi überhaupt nicht für voll. Irgendwann hatten sie dann vor mir ordentlich Respekt, weil ich versucht habe Sumi zu helfen, aber Sumi haben sie schlicht ignoriert.
    OK, es war auch ordentlich warm, aber trotzdem...

    Nun hat mir der Besitzer der Wiese, auf der die Schafe gerade stehen per WhatsApp geschrieben, wie lustig er es findet wie cool diese Schafe sind. Sein Hund würde sie durch den Zaun anbellen und die Schafe würde das null interessieren - wieder ein Stück "Abhärtung" der Schafe... *seufz*
    In ein paar Tagen kommt die Herde auf ne größere und wenig frequentierte Weide.

    Ich hoffe das bessert sich alles noch. Ich mag meine Schafe wirklich und könnte sie nie alle zum Schlachten bringen, nur weil ich sie "verzogen" habe.

    Wer Training an sturen Schafen sucht, der ist herzlich zu mir eingeladen!