Interessantes Thema. Ich war eigentlich immer Mehrhundehalter mit bis zu 3 Hunden. Seit Mitte September bin ich durch Abbys Tod plötzlich wieder Einzelhundhalter. Und seit dem überlege ich, ob ich dabei bleibe oder doch wieder einen zweiten Hund dazu nehme. Wäre ich nicht seit diesem Jahr auch wieder Single wäre bestimmt längst ein neuer Zweithund eingezogen. Mila mag keinen anderen Hunde und war lange Leinenpöbler. Seit ich sie alleine habe kann ich ganz anders an dem Problem arbeiten als vorher mit 2 Hunden. Mittlerweile können wir problemlos an anderen Hunden vorbei gehen. Trainieren geht mit nur einem Hund deutlich leichter, als mit 2 Hunden. Dazu kommt, daß im Frühjahr ein Umzug bei mir ansteht. Vom Einfamilienhaus auf dem Dorf geht es in einer Mehrfamilienhaus in die Stadt. Ein Zweithund wäre da grundsätzlich kein Thema, weil das Haus meiner Mutter gehört. Manchmal denke ich, auf keinen Fall mehr ein Zweithund, weil ich eben gerade mit Mila große Fortschritte mache und sie es auch sehr genießt, daß ich nun wieder richtig lange und viel mit ihr spazieren gehen kann, was in den letzten Jahren durch Abbys Krankheit so nicht ging. Sie genießt auch gerade meine Nummer 1 zu sein, nach dem sie neben meinem Seelenhund Abby immer nur die Nummer 2 war (die natürlich auch immer geliebt wurde). Andererseits hat sie auch sehr an Abby gehangen und gerne mit ihr gespielt. Und ich habe mittlerweile ein mega schlechtes Gewissen, wenn ich sie mal alleine lassen muss. Das kommt zwar selten vor (ich arbeite im Home Office), aber über die Kamera konnte ich beobachten, daß sie dann nur vor der Türe liegt und auf mich wartet. Das war als sie zu zweit waren ganz anders, da lagen beide Hunde schlafend auf der Couch wenn ich weg war.
Ich bin noch total hin und her gerissen. Einerseits, andererseits. 2 Hunde fand ich für die Hunde immer schöner. Wäre Mila verträglicher mit anderen Hunden hätte ich sicherlich schon längst einen neuen Zweithund. Aber ich habe auch etwas Bedenken, daß sie dann wieder in alte Verhaltensmuster bei Hundebegegnungen fällt. Und auch die Kosten, die ggfs anfallen schrecken mich jetzt als Single ab. Abby war durch ihre chronischen Erkrankungen (IBD und noch eine weiter Autoimmunerkrankung)ein sehr teurer Hund. Natürlich muss sowas nicht wieder passieren, aber ausschliessen kann man es ja nicht. Natürlich kann man dies mit einer Krankenversicherung etwas abfangen.
Und ich bin emotional nach dem Verlust meines Seelenhund noch nicht wirklich offen für einen neuen Hund. Das ging damals als Pepper starb deutlich schneller, da zog nach 14 Tagen Mila ein.
Und so überlege ich hin und her... ich denke, irgendwann stolpere ich über einen Hund, der mein Herz erreicht und dann alle Bedenken in Luft auflöst.