Beiträge von YorkieFan

    Das Verhalten gegenüber dem Welpen hört sich o.k. an. Ich kenne einige erwachsene
    Hunde die Welpen nicht toll finden.

    Was das pöbeln angeht hat bei meinem Ex-Pöbler einfach weitergehen nichts gebracht.
    Klar kann ich einen 5kg-Hund hinter mir herziehen, kein Problem. Aber ich wollte ja einen
    Hund der die Klappe hält. Bei meinem Hund hat geholfen ihn konsequent zu blocken, er
    mußte hinter mir bleiben. Und er hat als erstes gelernt ansprechbar zu sein. D.h. wenn ich ihn
    anspreche will ich seine volle Aufmerksamkeit. Nicht nur einen kurzen Blick oder ein abknickendes
    Ohr. Er soll sich mir voll zuwenden, sich auf mich konzentrieren. Das muß man üben, zunächst
    ohne Ablenkung, dann mit steigernder Ablenkung.
    So behält man auch die Kontrolle in schwierigen Situationen und kann das regeln.

    Mit welcher Grundeinstellung gehst du denn an die Übungen ran? Deine Stimmung und
    Einstellung überträgt sich auch. Hunde mit denen vorher nicht viel gemacht wurde und die
    noch nicht wissen, dass es Spaß macht mit seinem Menschen was zu unternehmen, müssen
    das erst lernen.
    Kannst du sie denn zum Spiel mit dir, ohne Kekse oder Spielzeug, animieren?
    Den Ball kannst du dann als Jackpot für eine besonders toll gelungene Übung einsetzen.

    Also wir haben das so gelernt, dass dem Hund beim Trümmerfeld das Suchgebiet
    vorher gezeigt wird, indem man es abgeht und antäuscht. Verläßt er das Suchfeld wird
    er zurück geschickt. Leine war nur ganz am Anfang dran.

    Ich würds mir auch anschauen, nicht nur die Gruppenstunden sondern auch
    die Stunden die dich interessieren. Unser Verein hier ist recht groß und entsprechend
    vielfältig ist das Angebot.
    Während irgendwelcher Auf- und Abbauarbeiten werden bei uns die Hunde auch kurz
    angebunden. Das finde ich aber auch nicht weiter schlimm, das sollte ein Hund aushalten
    können.
    Ich gehe z.B. zwei Mal die Woche, mache Agi+Funparcours/Dogdance/Dogticks (das
    wechselt wöchentlich) und Outdoor-Training. Mehr schaffe ich zeitlich einfach nicht.
    Habe aber ZOS dort gelernt und longieren, das kann ich auch alleine weiter machen.
    Dazu kommen noch unsr Agi-Turnier einmal im Jahr und verschiedene andere Veranstaltungen und Wanderung mit Hund.
    Gruppentraining mache ich gar nicht, werde aber im Herbst einen Kurs für Doppeöhund-
    training mitmachen, weil ich die trainerin sehr schätze und sie so arbeitet wie ich es gerne
    hätte.

    Du schreibst, wenn du Übungseinheiten machst klappt alles sehr gut. Dann fang da an
    die Kekse abzubauen und gehe über zu variabler Belohnung. Mal gibt es was, mal nicht.
    Das ist viel effektiver als wenn du immer mit Keksen winkst.
    Dann fängst du an wenn ihr spazieren geht und er schnüffeln usw. darf ihm mal
    absitzen zu lassen. Ganz unvermittelt, zu Anfang wählst du dazu einen Zeitpunkt, wo
    er nicht gerade super abgelenkt ist.
    Abrufen aus dem Spiel mit anderen Hunden ist schon etwas anspruchsvoller. Übt ihr
    sowas nicht auf dem Hundeplatz? Versuch auch das zunächst in einer Phase wo die Hunde recht ruhig sind. Wenn er zu dir kommst läßt du ihn sich kurz setzen und als
    Belohnung darf er dann wieder zu den anderen Hunden. Das ist die größtmögliche Belohnung in dieser Situation.
    Und wenn dir dann jemadn Dressur vorwirft, ist doch wurscht. Kann dir doch egal
    sein. Du mußt mit deinem Hund klar kommen und je besser du ihn unter Kontrolle
    hast um so mehr Freiheiten kannst du ihm gewähren.
    Hab aber Geduld, es dauert alles so lange wie es eben dauert ;)

    Wie du richtig erkannt hast bist alleine du das Problem. Wenn du falsche Ausführung als richtig beclickerst, wie soll dein Hund dann je erraten was du willst? Du mußt dich
    schon konzentrieren.
    Ich würde jetzt vielleicht einen anderen Target benutzen, erstmal nicht mehr den
    Stab. Nimm z.B. deine Hand, die soll dein Hund anstubsen und dann gibts den Click.
    Dann benennst du das ganze und dann steigst du nochmal auf den Stab um.

    Und übe in so kurzen Intervallen wie du dich konzentrieren kannst. Wenn du merkst,
    dass deine Aufmerksamkeit nachlässt beendest du die Übung.

    Passiert ist mir das auch schon, auch dass ich zu spät geclickt habe und dadurch dauert
    es dann länger. Aber es liegt nicht am Hund, der versucht ja zu erraten was du meinst.

    Keine Sorge, das ist völlig normales Welpenverhalten. Wenn ihr das ignoriert, dann
    stachelt ihr die Kleine noch an. Ignorieren ist nur bei wenigen Problemen als
    Lösung angesagt.
    Ob man diese Übermutsanfälle unterdrücken sollte? Ich hab das nie gemacht,
    Lebensfreude darf sein und muß raus. Versucht ihr mal etwas anzubieten wo
    sie reinbeißen darf und ihr so zu zeigen was sie nehmen darf. Ich habe immer
    mitgespielt, verboten war lediglich mich zu beißen. Ihr dürft auch niemals eure
    Hände oder Füße zu Jagdspielen anbieten.
    Wegsperren würde ich persönlich nie machen. Ich denke Ausgrenzung ist das
    schlimmste was man einem Hund und besonders einem Welpen antun kann.

    Nehmt es mit etwas Humor und genießt die Welpenzeit.

    Zitat


    sie fand das spielen total lustig. der kleine durfte auf ihr rumtoben, dann lief sie wieder weg usw.

    Glaubs du wirklich dass sie das lustig fand. Meine Hunde würden das jedenfalls nicht
    lustig finden, aber sehr unterschiedlich reagieren. Bungee würde auch weggehen und
    die Situation versuchen zu verlassen. Sandro würde den Rüpel zurecht weisen und es
    sich niemals bieten lassen, dass auf ihm rumgehopst wird.

    Du bist aber nett, und das ist nun der Dank :lol:

    Bei mir sind die Hunde flexible Zeiten gewöhnt, ich stehe in der Woche auch gegen 5.00 Uhr
    aus. Aber am WE oder während des Urlaubs fällt mir das nicht im Traum ein.

    Mit den Nachbarn ist natürlich blöd. Da hilft dann nur das Gejaule abbrechen und die Zeit
    wenn möglich in Zukunft flexibler gestalten.