Beiträge von YorkieFan

    Ich habe hier Hunde, Katzen, Amazone und Kaninchen und das klappt, obwohl auch meine
    Hunde sehr interessiert sind. Ich handhabe das so wie Mücke geschrieben hat, ich
    verbiete meinen Hunden das ankläffen, das an den Käfig springen. Schauen ist erlaubt.

    Wichtig finde ich, dass du da ganz klar Stellung beziehst und deinem Hund das unerwünschte Verhalten verbietest. Und zwar so, dass es beim Hund auch ankommt ;) .
    Wie deutlich du dabei sein mußt hängt vom Hund ab. Meideverhalten würde ich in Kauf
    nehmen. Ich würde aber nicht auf irgendwelche Spielreien wie Wasserflaschen oder so
    zurückgreifen sondern schon das respektieren meines Verbotes verlangen.

    Niemals die Tiere ohne Aufsicht zusammen lassen ist dir ja eh klar. Das wird sich mit
    der Zeit einspielen und die Neuen an Spannung verlieren. Hilfreich finde ich es auch
    wenn du etwas so vor den Käfig stellen kannst, dass der Hund nicht direkt ans Gitter kann.

    Bau kleinere Schritte ein. Bellt dein Grisu auch stehende Fahrräder an? Bellt er Fahrräder
    an die geschoben werden? Was macht er wenn du das Rad schiebst? Gibt es eine
    Entfernung, bei der er den Anblick noch gut aushält?
    Grundsätzlich ist eine Übung immer dann gut, wenn der Hund keine Fehler macht. Ausserdem solltest du nie danach schauen was andere Welpen in seinem Alter tun oder nicht tun. Das setzt dich unnötig unter Druck.
    Wenn er eh schon so auf bewegliche Reize reagiert, was völlig normal ist, dann wirf
    den Dummy nicht sondern versteck ihn. Aber nicht übertreiben hin und weider einmal
    verstecken und suchen lassen reicht völlig. Zunächst in der Wohnung üben, da sind die
    Aussenreize am geringsten.
    Auch die Leinenführigkeit mit möglichst geringen Aussenreizen üben. Auf dem Hundeplatz
    kann es sein, dass er sich viel zu sehr ablenken läßt. Das ist völlig normal bei so einem
    temperametvollen Hund, also Geduld haben.

    Das Hauptproblem beim Richtungswechsel ist das Timing. Wenn der Hund an dir vorbei
    ist bist du zu spät dran. Wechsel die Richtung auch in Richtung Hund nicht nur von
    ihm weg. Ferade bei kleinen Hunden mußt du da aber sehr auspassen nicht aus versehen
    den Hund zu treten. Lass dir das noch mal richtig in deiner Hundeschule zeigen.
    Und bedenke, dass so ein junger Hund das einfach wieder vergißt, du mußt da viel
    Geduld haben und ihn immer wieder daran erinnern.

    Ich finde diese Ablenkversuche nicht so das wahre. Ist aber meine Meinung, auch diese
    ständige Absetzerei nicht. Ich möchte ja einen Hund, dem Radfahrer und Jogger und
    andere "Jagdbeute" egal ist. Vielleicht kannst du dir dazu mal einen Radfahrer bestellen
    an dem ihr so lange übt wir gehen ruhig dran vorbei bis dein Hund den Radfahrer genauso
    langweilig findet wie er sein sollte. Aber auch hier dran denken, viele kurze Einheiten
    zum üben und rechne damit, dass das etwas dauern kann.

    Zitat


    Alles klappt wirklich super aber hier bin ich ratlos.

    Nee, tut es nicht. Und ich finde auch nicht, dass es ein kleines Problem ist.
    Wenn du bisher nur auf Hunde und deren Besitzer gestoßen bist, die dieses Verhalten
    toll fanden hast du echt Glück gehabt. Und sein Glück sollte man nicht überstrapazieren.
    Sonst muß dein Hund das ausbaden.

    Was macht er denn an der Leine bei Begegnungen? Geht er da ruhig und gelassen an
    anderen Hunden und Menschen vorbei? Wie verhält er sich im Freilauf mit anderen Hunden?

    Es ist immer schwer aus der Ferne was zu raten. Das gekläffe ist nur ein Sympthom und
    im Grunde bringt es nichts nur das kläffen abstellen zu wollen ohne am Grundübel zu
    beheben.
    Bei deinem Hund würde ich auf Unsicherheit tippen. Wie oft hat sie die Möglichkeit
    Kontakte zu anderen Hunden zu pflegen? Terrier sind sogenannte Solitärjäger, dazu
    gezüchtet selbstständig z.B. die Ratten auf den Höfen zu töten. Ob sie die totbellen
    sollten wage ich zu bezweifeln. Aber sie sollten alleine mit sehr wehrhafter Beute fertig
    werden, deshalb haben sie die Neigung, auch wenn sie eigentlich Angst haben, nach
    vorne zu gehen und anzugreifen. Rückzug ist nicht Terrierlike :D . Deshalb geht auch
    dein Hund nach vorne um den anderen Hund zu vertreiben.
    Das kannst du ändern, indem du die Verantwortung übernimmst und dich als vertrauens-
    würdig erweist. Und zwar nicht nur bei Hundebegegnungen sondern generell in eurem
    Zusammenleben. Du regelst alles und nicht dein Hund. Das wäre das Ziel.
    Ausserdem muß dein Hund lernen, dass andere Hunde gar nicht so schrecklich sind und dazu braucht sie positive Begegnungen. Ob du dafür geeignete Hunde kennst weiß ich
    nicht. Wenn nicht wäre auch hier eine Hundeschule hilfreich.
    Dann ist eine hundegerechte Auslastund sehr hilfreich für eine gute Beziehung, für Jagd-
    hunde ist das relativ einfach. Da gibt es genug Möglichkeiten. Allem voran Nasenarbeit.
    Du siehst, es ist schon etwas komplex.

    Ich würde meinem Hund niemals die Führung überlassen. Alleine schon weil die
    meisten Hunde das gar nicht wollen und froh sind, wenn man ihnen die Regelung
    abnimmt.

    Was möchtest du denn? Einen Hund der fiepend zu anderen Hunden hinzerrt? Der
    irgendwann anfängt zu kläffen, aus Überforderung weil du ihm nicht die Entscheidung
    was zu tun ist abnimmst? Oder einen Hund der dir folgt und sich vertrauensvoll deiner
    Führung anschließt?

    Hört sich jetzt ziemlich provozierend an, ist aber so. Man schafft sich seine Leinenpöbler
    selber, auch wenn die meisten doch lieber die Schuld beim Hund suchen.
    Parallel würde ich einem so unsicherem Hund aber positive Begegnungen mit Artgenossen
    ermöglichen. Das halte ich für sehr wichtig um das Selbstvertrauen zu stärken. Wenn
    du keine geeigneten Hunde kennst ist der Besuch eines Hundevereins oder einer Hunde-
    schule ratsam, da können geeignete Hunde ausgewählt werden.

    Ich war bei dem Hafi-Züchter auf Grund einer Zeitungsanzeige, das Pferd war aber
    schon weg. Wir habe uns lange unterhalten und er suchte jemanden, der seinen damals
    3-jährigen Deckhengst reiten wollte. Nach kurzer Bedenkzeit habe ich das dann
    gemacht. Ein tolles Hengst, total lieb und umgänglich.
    Mein Hafi ist ein sohn aus dem ersten Jahrgang dieses Hengstes und ich habe meinen
    Dicken mit einem Jahr gekauft. Das war 1991, seitdem gehört er zu meinem Leben.
    Für ihn bin ich aufs Westernreiten umgestiegen. Er ist fit bis auf seine Reheneigung,
    aber ich habe einen tolles Stall gefunden wo darauf Rücksicht genommen wird.
    Wir sind uns so nah, verstehen uns einfach durch Gedanken, es passt einfach.

    Ist bei uns auch so, die meisten sind nett. Aber es gibt leider auch welche
    die ihren Hund über alles stellen oder meinen es gilt das Recht des stärkeren.
    Hatte ich letztens auch, ein ChowChow der auf alles aufreitet was nicht bei drei
    auf den Baum ist. Den habe ich schon sehr deutlich gesagt was ich davon halte
    und die Besitzerin hat sich aufgeregt. Meinte ihr Hund sei halt sehr dominant und die
    Rasse unerziehbar, wollte mich sogar anzeigen. Ich bin gespannt. Jedenfalls sah Hundi
    das irgendwie anders und entschloß sich dann mit mir und meinen beiden mitzukommen,
    ohne übergriffig zu sein :D . Fast hätte ich drei Hunde gehabt.