Beiträge von Fusselnase

    Anstrengend war es wohl vor allem für meinen Freund, aber auch nur manchmal, wenn sie stur war und ich nicht da.
    Es war übrigens ein Rückenmarksinfarkt.
    Aber sie war 17, das war schon irgendwie OK (aber trotzdem nicht schön).

    Ach, meine Berta... Ja, Pferde stehlen ist der richtige Ausdruck. :)

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    Was soll uns das nun sagen? Eigentlich gar nicht so viel, war ja auch ein sehr kurzer Zeitraum ... aber es steckt dennoch anekdotisch drin, dass auch ein Tierheimhund sich intensiv an bestimmte Menschen bindet.

    Meine erste Hündin, die Berta (English Setter, 7 Jahre Canile), war auch so. Im August vor zwei Jahren war ich für ein Wochenende weg, bei einer Hochzeit. Als ich wiederkam, hat sie sich so gefreut, dass sie einen Infarkt bekam. Vier Tage später war sie tot. :/

    War schon blöd, also ich finde es ganz angenehm, wenn Hunde eine gute Bindung haben, aber nicht so verzweifelt sind, wenn man dann mal nicht da ist. Für Berta gab es nur zwei Zustände: Frauen da = gut, Frauchen nicht da = schlecht. So schön es war, so anstrengend war es manchmal auch.
    Aber naja, man muss es ohnehin nehmen, wie es kommt. ;)

    Hab noch was vergessen und kann nicht mehr editieren.

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    Und auch von den vielen anderen Hunden kenne ich es kaum, dass sie hündische Gesellschaft der des Menschen ganz klar vorziehen. Das gibt es recht selten.

    ...bzw. die werden vom vernunftbegabten Tierschützer (man munkelt, die soll es geben) nur unter ganz besonderen Bedingungen oder gar nicht vermittelt. In manchen Tierheimen gibt es z. B. "Angsthasengehege", wo die dann unter sich bleiben können.

    Aber die Menschenbezogenheit der meisten Hunde, auch derer, die so schlecht behandelt wurden, ist schon faszinierend. Vielleicht würde ich es auch nicht glauben, wenn ich es nicht selbst erlebt hätte (und mittlerweile mehrfach).

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    Sorry, Deine Aussage war in dem von mir zitierten post ja auch noch drin. Ich bezog mich (bzw versuchte mich zu beziehen...) auf die Aussage von DiePatin zum Thema Menschen.
    Bei Hunden, besonders Tierschutzhunden, kann ich nicht wirklich mitreden. ( was mich allerdings noch nie dran gehindert hat :D )

    Dafür hast du es aber sehr gut auf den Punkt gebracht, finde ich. :smile:

    Ich kann nur sagen, dass meine Hunde sich, was das im Immittelpunktstehen und Gestreicheltwerdenwollen betrifft, alle ziemlich unterschiedlich verhalten haben, wage aber zu behaupten, dass alle eine sehr gute Bindung zu mir/zu uns aufgebaut haben.
    Und auch von den vielen anderen Hunden kenne ich es kaum, dass sie hündische Gesellschaft der des Menschen ganz klar vorziehen. Das gibt es recht selten. Es gibt Hunde, die andere Hunde brauchen und solche, die das weniger tun - aber wenn ich so im Geiste verschiedene Konstellationen durchgehen, kann ich keine Verbindung zwischen dem Maß des Hallodritums und der Bindung an den Menschen erkennen. Das wäre viel zu einfach gedacht.
    Und es ist auch egal - es können ja nicht alle Hunde ewig im Tierheim bleiben. Natürlich wünscht man jedem Hund ein supergeiles Zuhause mit 15 000 m² Grundstück, auf dem man sich frei bewegen kann, einem netten Rudel, Menschen, die immer da sind und ihnen regelmäßig komplette Pansen hinwerfen... aber es wächst auch nicht jedes Kind in Bullerbü auf, auch wenn ich mir das für jedes Kind dieser Welt wünschen würde.
    Ist aber auch nicht nötig, das Leben kann trotzdem schön sein.

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    Ich stelle mal eine Gegenthese auf: Hunde, die so kuschelig mit Fremden sind, finden Menschen vielleicht gerade nicht so wichtig wie Hunde, die nur bestimmte Menschen um sich haben wollen.

    So ein Fall ist mir noch nicht untergekommen, dafür aber zahlreiche Gegenbeispiele. Sehr zahlreiche Gegenbeispiele.

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    Ich frage mich nur, ob Hunde aus solchen Heimen nicht die vielen anderen Hunde vermissen, wenn sie plötzlich alleine sind.

    Das ist ganz unterschiedlich! Bei drei meiner Hunde hatte ich eher das Gefühl, dass sie erleichtert waren, anderen Hunden nun aus dem Weg gehen zu können (Resa hat überall Bissnarben und ihr wurde der Schwanz abgebissen!). Die drei hätten auch keine anderen Hunde im Haus gebraucht.
    Aber erstens waren die auch alle älter und zweitens hatte ich außer in den ersten 1,5 Jahren ja auch immer zwei Hunde. Bei Ylvi tut es mir schon manchmal leid, ich glaube, die hätte gern noch mehr Hundefreunde, auch mal einen, mit dem sie kuscheln kann. Aber ich weiß es nicht, vielleicht auch nicht. Fremden Hunden geht sie aus dem Weg.
    Aber im Tierheim bleiben ist eben auch nicht wirklich eine Alternative, das ist das Problem. Es sind Zwangsgemeinschaften (nicht immer), oft muss ums Futter gekämpft werden etc. Es gibt auch Hunde, die gemobbt und unterdrückt werden und schon allein deswegen schleunigst da raus müssten.

    Ich glaube aber, dass für es so einen menschenbezogenen Hund wie Elvis am allerwichtigsten ist, seinen Menschen zu haben, der sich um ihn kümmert. Es klingt nach Wunschdenken, aber es ist tatsächlich mein Gefühl, dass Menschen für diese Hunde wichtiger sind.

    Schlimmer ist es u. U. für die, die zurückbleiben! Deshalb tut mir der Giovanni auch so leid. :/

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    Wenn das Geld nicht so knapp und die Betreuung nicht so ein Problem wäre (ich bekomme meine Kröte ja manchmal schon kaum unter) sässe hier längst nen zweiter.

    Ach, naja - jeder muss irgendwo eine Grenze ziehen. Bei mir sind´s halt zwei Hunde... da wir zwei Menschen sind, ist es eigentlich auch nur ein Hund pro Mensch.

    Wenn ich allerdings Menschen ohne Hund im Grunewald laufen sehe, dann denke ich nur: "Was für eine Verschwendung!!" und würde ihnen am liebsten mit einem Aktenrordner mit Hundebildern und Beschreibungen hinterherlaufen, wie so ein Sonnenbrillenverkäufer an der türkischen Riviera.

    Sei nicht so traurig. Schau, du musst für deinen Hund nicht nur in guten Zeiten da sein, sondern auch in schlechten (ja, ist wie in einer Ehe ;) ). Das heißt, dass dein Hund jetzt bestimmte Bedürfnisse hat, über die du dich nicht einfach hinwegsetzen kannst.
    Du kannst ihm jetzt für die tolle Zeit danken, indem du auf ihn Rücksicht nimmst und das alles auch aushältst.

    Weshalb geht es ihm eigentlich schlecht? 9 Jahre ist doch eigentlich kein Alter für einen kleinen Hund.