Beiträge von Fusselnase

    Muß man denn Hundehalter sein, wenn man von sich sagt, man konnte den Hund nicht ertragen?

    Es war in dem Moment so, und solche Gefühle sind manchmal einfach nicht auf den ersten Blick erklärbar.

    Ich glaube nach wie vor, dass diese eine Sache nicht ausreicht, um sagen zu können, dass von der Hundehaltung ein für allemal Abstand genommen werden sollte. Ich kenne das Gefühl nämlich auch, bei mir war es hormonell bedingt und nur von sehr kurzer Dauer. Das muss man sich mal vorstellen: Es gab Momente, da hätte ich gewünscht, dass mein über alles geliebter Seelenhund Berta jetzt gerade nicht da wäre!
    Ich wusste, dass das ein vorübergehender Zustand war, aber ich habe erlebt, wie stark so ein Gefühl sein kann.
    Hätte ich es nicht selbst erlebt, würde ich es wohl nicht für möglich halten.

    Wer weiß, woran das bei der Themenerstellerin damals lag! Aber es spricht nichts dagegen, sich da nochmal herantzutasten.

    Das ist der für mich entscheidende Satz und darum, laß die Hundehaltung sein.


    Gaby, das finde ich ein bisschen zu hart. Ich verstehe deine Reaktion zwar - wir lieben Hunde und wollen, dass alle Hunde so geliebt werden wie unsere eigenen. Aber es gibt manchmal so heftige Reaktionen, die ihre Ursache eigentlich ganz woanders haben können. Diese ganzen "Eigentlichs" deuten ja auf ein diffuses Gefühlswirrwarr hin. Wodurch auch immer es verursacht wurde.
    Aber wenn man jetzt auf alle Zeit des Thema "Hund" umschifft, wird die Angst vor diesem Gefühl zu einem ewigen Problem. Dabei existiert es (irgendwann) vielleicht gar nicht mehr.

    Aber natürlich kann man sich keinen Hund anschaffen, um es auszuprobieren. Deshalb ist ja auch mein Rat, Hunde im Alltag etwas genauer kennenzulernen.

    Ich denke auch, dass du dir erstmal keinen Hund anschaffen solltest. Aber du solltest schon versuchen, Hundekontakte zu haben. Tierheimgassi ist sicherlich eine Möglichkeit, einen Hund ab und zu mal zu betreuen finde ich fast noch besser, falls sich die Möglichkeit für dich ergibt. So kannst du den Alltag erleben ohne verantwortlich zu sein - also für die Zeit, in der er da ist bist du natürlich schon verantwortlich, aber du gibst ihn eben auch wieder ab.
    Ein Tierheimhund braucht ein Zuhause, und da sehe ich ein bisschen die Gefahr, dass du dich selbst unter Druck setzt, denn eigentlich könntest du ihn ja auch ganz aufnehmen.
    Aber wie auch immer - Kontakt zu Hunden: ja, soviel wie möglich; Hund anschaffen: nein, erst, wenn du dir ganz sicher bist, und wenn´s Jahre dauert! Und auch dann würde ich etwas anderes herangehen als beim letzten Mal, aber das kann man ja dann sehen.

    Nein, sie war ein kranker Hund, der aber Unmengen gefressen hat.

    Aber ich kenne das auch von Ylvi, allerdings scheint sie leider ein sehr guter Futterverwerter zu sein und ich fütter frisch. Sie hat leider etwas zu viel Fell für meinen Geschmack (aber alles noch im Rahmen).

    Haha, ich auch - ich kann Gemüse und Salat in rauhen Mengen essen, aber Knast habe ich dann immer noch. Es sei denn, es waren Sattmacher dabei - Nüsse, Käse, Fett, Fleisch etc.

    Wie stellt man "übermässigen Hunger" beim (dicken barf) Hund fest und meinst du ernsthaft, das Gemüse hilft weniger Hunger zu haben?

    Das ist ganz einfach, die fangen fürchterlich an zu nerven, den Mülleimer auszuräumen und reißen einem fast die Hand ab, wenn man ihnen ein kleines Bröckchen von irgendwas gibt.

    Oder bei Resa war es so: Sie kam zu uns, leckte uns über die Hand, ging zur Küche und starrte dann angestrengt Richtung Küchentür. Dieses Spiel hat sie gern ein Dutzend mal nacheinander gemacht (sie muss uns für dermaßen schwer von Begriff gehalten haben...).