Beiträge von Fusselnase
-
-
Ja, ich höre so oft von Besitzern, wenn sie länger aus dem Haus sind, das sie ein total schlechtes Gewissen dem Hund gegenüber haben und sich verrückt machen. Und wenn sie dann nach Hause kommen, kommt der Hund total müde, langsam und verpennt auf sie zu
Oder lügen die Leute um sich selber zu beruhigen und ihr schlechtes Gewissen zu mildern ?
Nein, das glaube ich nicht. Meine Hunde sind auch oft müde und verpennt, wenn ich nach Hause komme. Klar, sie haben ja auch gepennt, was anderes blieb ihnen ja auch übrig.
Aber sie verhalten sich anders, wenn immer jemand da ist. Da schlafen sie auch, und die Ruhe bekommen sie natürlich auch - aber sie sind immer da, wo ich bin, und sie schlafen niemals 8 Stunden am Stück.
Ein Hund hat Ruhephasen und Phasen, in denen er aktiver ist - und ich stelle es mir furchtbar eintönig vor, wenn man die ganze Zeit über keinerlei Ansprache hat. Im Winter quasi die ganze helle Zeit über.
Naja, und vor allem ist es bestimmt nicht schön, wenn die Blase drückt.Ich will jetzt auch nicht Leute verurteilen, deren Hunde länger als meine allein bleiben müssen - ich habe ja schon oft geschrieben, dass meine liebsten Hundefreunde, bei denen ich sofort Hund sein möchte, auch jeden Tag 7 Stunden außer Haus sind.
Aber gerade bei dem Gedanken, sich einen Hund anzuschaffen, sollte man nicht so tun, als wäre das toll für die Hunde. -
Manchmal denke ich, das unser schlechtes Gewissen schlimmer ist, als der Hund das lange alleine bleiben empfindet
Warum denkst du das? Gibt es konkrete Hinweise, die darauf schließen lassen?
Die Hinweise, die die Hunde mir geben, sagen nämlich eher was anderes. -
erstrebenswert? Ich würde gerne die Tage mit meinen Hunden komplett verbringen ...
nur, wie rechtfertige ich Dauer-Harz4?
schwierige Frage
Ich habe nicht gesagt, dass man das Ideal erreichen muss, sondern extra darauf hingewiesen, dass man natürlich im realen Leben Abstriche machen muss.
Aber man muss sich doch im Klaren darüber sein, was die Bedürfnisse eines Hundes sind, und Alleinsein gehört meiner Meinung nach im Regelfall nicht dazu. -
Die Diskussionen verlaufen immer total gleich! Meiner Meinung nach wird hier immer die falsche Ausgangshaltung zugrunde gelegt, nämlich das, was möglich ist und nicht das, was erstrebenswert ist.
Möglich ist vieles, gerade für Hunde, die einfach meistens brav sind. Und man muss im realen Leben immer Abstriche machen.
Aber die sollte man sich nicht schönreden. -
Meine Hunde sind täglich zwischen 0 und 3 Stunden allein, selten länger, da ich nachmittags arbeite und mein Freund im Schichtdienst.
Ich habe einen Gassirhythmus von 4-5 Stunden, gehe also viermal am Tag raus.
Wenn ich im Sommerhaus bin, wo die Hunde den ganzen Tag rein und raus können wie sie wollen, haben sie einen Schlaf-Wach-Rhythmus von höchstens 2-3 Stunden, das heißt, dass sie nie länger als 2-3 Stunden am Stück schlafen. Außerdem suchen sie eigentlich immer meine/unsere Nähe, daher gehe ich davon aus, dass sie lieber nicht allein sind.
Last but not least: Ich hatte mal einen Hund mit Blasensteinen und möchte den Hunden deshalb nicht zumuten, längere Zeit innezuhalten.Daraus ergibt sich die Zeit, die ich für vertretbar halte, von selbst: 4-5 Stunden, möglichst weniger.
Es würde sicherlich auch länger gehen, aber es geht hier ja (hoffentlich) nicht darum, was möglich ist, sondern was erstrebenswert ist.
-
-
Nein, wirklich nicht! :|
Ich habe in meiner Zeit als Grundschullehrerin die 5. und 6. Klassen alle Referate über vernünftige Tierhaltung halten lassen.
Erschien mir weitaus sinnvoller als Referate über den Grottenolm oder so.
Aber wie wenig das Thema interessiert sieht man schon daran, dass so etwas kaum Thema in der Schule ist, wenn der Lehrer da nicht son komischer Tierfreund ist wie ich.Ein Schüler sagte zu mir: Boah, Kaninchen richtig zu halten ist ja viel anstrendender als ein Hund zu haben. Ich wollte immer Kaninchen, jetzt will ich einen Hund!
(Ich musste in mich reingrinsen, weil ich das genauso sehe.
) -
Mir hilft das schon - und vielleicht auch anderen. Deshalb schreibe ich es hier hin.
Das heißt nicht, dass das jeder so sehen muss oder nicht trauern darf. Ich trauere auch, und auch heute noch steigen mit Tränen in die Augen, wenn ich z. B. an Alma denke.
Aber es hilft mir, das Gute zu sehen, denn meine Hunde hatten wenigstens am Ende ihres Lebens noch eine schöne Zeit. Darüber freue ich mich!
Und es hilft mir, für die Lebenden da zu sein! -
Also, wenn ich mal in Trübsal zu versinken drohe, weil ich daran denke, dass meine Hunde irgendwann nicht mehr sind, dann schau ich mir einfach ein paar Bilder von Hunden hinter Gittern an, die einfach ein Scheißleben haben und vielleicht/vermutlich nie ein anderes haben werden.
Das holt mich ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Was ist meine Trauer gegen deren Elend?