Beiträge von Fusselnase

    Ich kenn mich ja nicht wirklich mit Auslandshunden und ihren unzähligen Traumata aus, kann also sein das es völliger Quatsch ist.
    Aber kann es sei, dass der Hund eine fatale Fehlverknüpfung hat in Bezug auf Schnee und böse Erfahrung?

    Schnee glaube ich nicht, ich kenne es von Wind&Wetter&Nässe schon, dass die das so gar nicht abkönnen, aber das kann bei warm aufgewachsenen Hündchen ja auch so sein.
    Aber selbst wenn es das ist, dann hilft das Wissen ja nun auch nicht weiter, man muss ja trotzdem einen Weg finden, damit umzugehen.

    Ich finde eigentlich, dass dieser Beitrag hier von Seite 1 eigentlich alles sagt:

    Es dürfte deutlich länger dauern dem Hund beizubringen die Katzentoilette zu nutzen, wie es braucht um ihr klar zu machen, dass man auch im Schnee sein Geschäft verrichten kann.
    Also warm anziehen und Geduld haben.

    Wenn man schon üben muss, kann man auch gleich das Richtige üben.

    Das Gute ist ja: Irgendwann muss der Hund! Da führt kein Weg dran vorbei. Man kann auch gemein sein und das Ganze ein wenig beschleunigen, z. B. mit Hühnerbrühe oder Wasser mit etwas Buttermilch o.ä.

    Ich würde so vorgehen: Jetzt, solange sie noch draußen pieselt (hoffe, das ist so, habe nicht jeden Beitrag genau gelesen), würde ich das mit einem Kommando verknüpfen. Bei uns ist das (nicht lachen): Püschi.
    Das überschwängliche Loben ist dann auch nicht nötig, das kann Hunde ja auch verunsichern.
    Also, mit einem Wort verknüpfen, loben, Leckerli. Dann weiß sie zumindest, dass du genau das jetzt von ihr erwartest.

    Danke, Czarek, ich könnte hier 100 Mal "Gefällt mir" drücken.
    Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass das verstanden wird, denn es wurde ja schon mehrmals sehr deutlich geschrieben.

    Kann mich Fusselnase nur anschließen.

    Oh, das war keineswegs positiv gemeint! Eher erschüttert.
    Ich hoffe, dass tatsächlich ein kleiner Sonnenschein in der Kleinen steckt und sie das alles gut verpacken kann.

    Jetzt versuche ich, nichts mehr dazu zu schreiben, denn es scheint ja nicht anzukommen.
    Bleibt mir nur, der Kleinen alles Gute zu wünschen und das Beste zu hoffen!

    Ja, dann bekunde beim Tierheim dein Interesse und sag denen, wie es ist (dass du ihn noch ein bisschen besser kennenlernen willst und dass du ihn erst im Januar nehmen kannst) und dann sieh weiter!

    Im Januar habe ich zwar keine Vorlesungen, aber Klausuren, und die längste dauert 4 Stunden. Ich finde die Zeit geeignet, weil ich sowieso vorher lernen muss und dann nur noch wiederhole und somit durch keine ständige Anwesenheit in der Uni 2 Wochen lang mehr Zeit für ihn habe. 2 Wochen ganz frei wäre vielleicht nicht mal ideal - so lernt er gleich das 'echte' Leben kennen.

    Das erinnert mich an mich, als ich meinen ersten Hund bekam. Da habe ich nämlich genau den Fehler gemacht, den du hier schlauerweise vermeiden willst. Ich war in den letzten Zügen meines Studiums und habe Berta bekommen, als ich fürs Examen gelernt habe. Ich hatte gaaanz viel Zeit - d. h. ich musste natürlich Lernen und Berta musste so anfangs überhaupt nicht alleine sein.
    Dann kam meine erste Klausur und ich hatte den Salat!
    Seitdem sage ich immer: Bringt den Hunden gar nicht erst bei, dass immer einer da ist!

    Da fällt mit eine Anekdote ein, die nur am Rande was damit zu tun hat. Berta (eine damals 10-jährige English-Setter-Hündin) musste schon eine Woche, nachdem sie zu uns kam, operiert werden. Am Tag ihrer OP hatte ich ein telefonisches Gespräch mit einem meiner Profs wegen der Klausur. Das war mein absoluter Lieblingsprof, den ich jetzt einfach mal namentlich nennen muss: Prof. Dr. Klaus Welke. Was hatten wir für ein Spaß im Seminar, ich lache mich jetzt noch kringelig, wenn ich daran denke!
    Jedenfalls telefonierten wir ca. eine Stunde und sprachen über diverse Prüfungsthemen, während Berta neben mir lag und langsam aus der Narkose erwachte. Auf einmal versuchte sie aufzustehen, was ihr auch gelang, und kotzte neben mir auf den Teppich.
    Ich in heller Aufregung zum Prof: "Oh, Herr Welke, entschuldigen Sie, ich muss mich mal kurz um meinen Hund kümmern!".
    Er: "Was ist denn los?"
    Ich habe ihm das dann kurz geschildert: Alter Hund, erst eine Woche hier, Blasen-OP, Narkose, jetzt ist ihr schlecht etc.
    Er: "Ach du meine Güte, die Arme. Wir reden und reden hier über so einen blöden Kram und Sie haben viel wichtigere Dinge zu tun. Mensch, wirklich, hätten Sie doch mal was gesagt. Lassen Sie jetzt mal die Grammatik sein und kümmern Sie sich um ihren Hund, das ist doch viel wichtiger!"

    Oder meinst du, dass das nicht alles nur Erziehung ist, sondern er ganz tiefgehende Macken hat und das die "wirkliche Aufgabe" ist?

    Tja, wenn man das wüsste. Keine Ahnung! Ich denke so: Dieser Hund braucht ein Zuhause, und natürlich hat er es verdient, dass sich jemand um ihn bemüht! Und er ist noch jung! Vielleicht fällt das alles auch unter "typisch Terrier".
    Aber du musst halt wissen, ob die wirklich Lust hast, mit diesem Hund zusammen die Sache anzugehen und daran zu arbeiten.
    Wie gesagt, es kann schon sein, dass der arme Kerl einfach nur gestresst ist, was ja auch verständlich wäre. Erst diese doofe Familie, bei der er vielleicht nie seine Ruhe hatte, dann das Tierheim, das immer Stress für die Hunde bedeutet... da finde ich es eher erstaunlich, wenn ein Hund nicht unleidlich wird. Gut möglich, dass er sich nett verhält, wenn man ihn vernünftig behandelt!
    Ich will halt nur nicht sagen: "Ach, ein bisschen Liebe und Geduld und dann wird es schon", verstehst du?

    Versuche, öfter hinzufahren. Und vielleicht adoptiert ihn ja einer vor dir, dann hat sich das sowieso erledigt.

    Er sieht ja fast ein bisschen aus wie eine Mini-Ylvi. Das Hinterteil zumindest. :smile:

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    Wenn er abgegeben wurde, weil er gebissen hat (was man natürlich auch nicht 1 zu 1 glauben darf - war es Beißen, war es Schnappen, in welcher Situation etc.) und die Tierheimmitarbeiter sagen, er suche sich aus, wen er mag und wen nicht und sei "knurrig", dann klingt es für mich eher nach einer Herausforderung als nach einem unkomplizierten Begleiter.

    Ich will ihn dir nicht ausreden, aber: Es könnte sein, dass dieser Hund eine wirkliche Aufgabe ist. Du musst dir überlegen, ob du das willst. Auf keinen Fall solltest du dich darauf verlassen, dass es bei dir schon gut wird, weil er dich mag. Das kann, muss aber nicht sein.
    Hast du die Möglichkeit, ihn erstmal näher kennenzulernen?

    So, jetzt nochmal ausgeschlafen. :smile:

    In der Wohnung mit mir alleine ist sie total toll und hat gar keine Angst.

    Das ist doch toll! Nutz das und verbringe heute doch mal einen schönen gammeligen Tag mit der Kleinen. Ohne Besuch! Und ohne lange Spaziergänge!

    Ich hoffe, dass ich ihr die nötige Sicherheit vermitteln kann. Irgendwie. Aber es ist echt schwer. Obwohl ich heute auch viele Fortschritte gesehen habe. Sie geht jetzt schon viel sicherer durch das Stiegenhaus und in die Wohnung. Draußen bewegt sie sich auch sehr frei. Wenn Autos vorbeifahren und sie läuft, ist das kein Problem. Nur wenn sie steht und sich voll darauf konzentrieren kann.

    Sie macht solche Fortschritte innerhalb von wenigen Stunden? Worüber machst du dir Sorgen? Das würde mich sehr optimistisch stimmen.

    Das Männerproblem ist doof, vor allem wegen meinem Freund, der ängstliche Hunde weder versteht noch akzeptieren will, dass man sie einfach mal NICHT kraulen darf.

    Er muss das verstehen oder zumindest akzeptieren. Dafür musst du sorgen, das ist jetzt dein Job!

    Sie ist gerade läufig und verliert immer noch Blut (14. Tag), muss mich mal ein bisschen erkundigen, da bin ich ja total blank. Wie lang das dauert und so weiter

    Kommt sie von einem Verein? Oder aus dem Tierheim - ist ja egal: Ich frage mich, wie es sein kann, dass man dir eine läufige Hündin vermittelt ohne dich zu instruieren, wie du dich verhalten sollst. Unfassbar!

    Auch wenn ich es für viel zu früh halte, einen Neuankömmling gleich mit der ganzen Familie bekannt zu machen, freue ich mich sehr, dass die Kleine so positiv aufgenommen wurde. Das war für dich ja ein riesiger Brocken. :smile:

    Also, ich würde dir raten, alles schön langsam angehen zu lassen und der Kleinen am Anfang nicht zu viele neue Eindrücke zuzumuten. Schon gar nicht, wenn sie ängstlich ist. Das muss alles erst verarbeitet werden, für sie ist das ja eine vollkommen neue Situation und sie weiß ja gar nicht, was Sache ist.
    Sie muss auch noch nichts großartig lernen, außer, wie das normale Leben bei euch funktioniert: Wo darf ich liegen, wo gibt es Futter, welches Futter gibt es, wer ist EvelinaFly nun für mich, was erwartet mich draußen (merke: keine große Ausflüge und Spaziergänge, geh am besten in den ersten Tagen immer die gleiche, möglichst ruhige Strecke!).
    Die Katzen muss sie auch noch kennen- und einschätzen lernen.

    Das reicht dicke für die ersten zwei Wochen!

    Ich hoffe, ihr hattet eine ruhige Nacht und heute einen schönen Tag miteinander. Vielleicht magst du ja mal ein Bild von der Kleinen einstellen! =)

    Es klingt, als wäre sie schon drei Wochen bei dir.
    Bitte, bitte mach langsam!

    Dass sie anfangs nicht pieseln wollen, kommt häufig vor. Ist ja auch klar bei dem Stress.
    Entschuldige, bin schon schrecklich müde und kann mich deshalb grad nicht diplomatischer ausdrücken. Nicht böse gemeint!

    Was meinst du mit "vom reden"? Ich verstehe den Satz nicht ganz. Aber das hört sich für mich völlig OK an. Da hätten meine auch geknurrt, vor allem, wenn sie fertig von so einer Reise sind.
    Und deine Hündin hat sich doch gut verhalten, wenn sie weggegangen ist.

    Ich würde dem Rüden sehr freundlich begegnen, ihn sonst aber erstmal in Ruhe lassen, und dafür sorgen, dass deine Hündin ihn nicht bedrängt, auch wenn sie es freundlich meint. Er kennt sie nicht und kann sie sicher noch nicht einschätzen, schon gar nicht, wenn sie - wie du schreibst, anders kommuniziert als andere Hunde.
    Er muss jetzt wahnsinnig viele Eindrücke verarbeiten und braucht Ruhe.
    Behaupte ich jetzt mal, aber es war hier noch bei keinem Hund anders.