Beiträge von Fusselnase

    Deshalb regt mich das ja so auf. Es tut mir menschlich leid und hinzu kommt, dass das ein schlechtes Bild auf den Tierschutz wirft.
    Andererseits wollen sich viele Leute auch nicht beraten oder helfen lassen, weil sie bestimmte Vorstellungen haben, von denen sie nicht abweichen wollen. Das ärgert mich dann auch.

    Es muss ja nicht gleich eine Wegnahme sein. Es reicht ja zunächst Probleme und Lösungen aufzuzeigen.

    Bei vielen Sachen hier im Forum reicht ja eine gute Anleitung. Damit könnte man vieles verbessern.


    Und wenn sie sich nicht drauf einlassen? Aber es nicht zu wissen macht e ja auch nicht besser.
    Trotzdem, wenn es um Nachkontrollen geht, möchte ich lieber wegrennen.

    Bei uns gab es tatsächlich keine Vorkontrolle, keine Ahnung ob es irgendwann eine Nachkontrolle geben wird, zugestimmt haben wir beidem.

    Ey, das Tierheim hat mich mal gefragt, ob ich im Berliner Raum Vor- und Nachkontrollen übernehmen würde. Das kann ich ihnen ja nochmal ins Gedächtnis rufen. Ha!

    Externer Inhalt www.cosgan.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Sagen wir so, wenn ich schon einen Züchterhund nehme, bin ich auch sehr penibel. Ja, dann müsste die Aufzucht wirklich 100% stimmen, sonst brauche ich nicht zum Züchter. Und das würde selbstverständlich auch gelten, wenn der Welpe länger als 8 Wochen dort gelebt hat. Sonst würde auch ich ihn nicht nehmen.

    Ja, es geht absolut darum, was man unterstützt und was nicht und nicht um den Hund selbst! Würde der Züchter sagen: "Ich werde diesen Hund nicht los, der nervt mich, ich verschenke ihn", dann wäre es - schwupps - ein Tierschutzhund. Und dann könnte man ihn auch nehmen, wenn man denn will.
    Das meine ich mit diesen zwei Welten!

    aber wir haben uns dann gegen diese Organisation entschieden. Einfach weil wir uns von ihnen total verarscht gefühlt haben.


    Das habt ihr richtig gemacht. Ich habe auch schon so üble Dinge mitbekommen, das war unfassbar. Gerade neulich wieder, da habe ich eine VK abgelehnt, weil man mir weder über die Interessenten noch über den Hund etwas mitgeteilt hat. Da hieß es nur: "Ich habe gehört, dass Sie für uns eine Vorkontrolle machen können. Hier ist die Adresse".
    Auch auf meine Nachfrage hin kamen keine weiteren Infos. Gespräche hatten auch noch keine stattgefunden. Also habe ich abgelehnt, was mir eine bitterböse Mail einbrachte.
    Mit dem Hund wurde es dann auch nichts. Kurz darauf haben sich die beiden auf einen anderen Hund beworben (ich hatte inzwischen Kontakt zu ihnen), es wurde eine Vorkontrolle gemacht, die positiv verlief. Trotzdem überlegte man es sich anders (wollten doch keinen Hund in der Stadt vermitteln), und das fand ich richtig zum Kotzen. Sowas kann man sich auch vor der VK überlegen!
    Die waren natürlich total traurig.

    Und wenn man ehrlich ist: was genau soll bei einer Vorkontrolle denn heraus kommen?


    Ich habe bisher ca. 60 Vorkontrollen gemacht. Ich schätze jetzt mal, dass 90 % davon einfach nette Gespräche waren, in denen man nochmal alle möglichen Dinge besprechen konnte. Aber die restlichen 10% haben ergeben, dass dieser Hund da lieber nicht hingehen soll (dann auch mit Einsicht der Interessenten), und bei zweien, dass dort überhaupt kein Hund hin sollte.

    Worüber ich mir öfter Gedanken mache, ist das Thema "Nachkontrolle". Es ist doch echt schwierig, was macht man, wenn der Hund nicht optimal untergebracht ist, es aber nicht so schlimm ist, dass es eine Wegnahme rechtfertigt?

    Nachtrag: Ich hatte noch eine Menge Beispiele gebracht, die das noch etwas besser verdeutlichen würden. Aber ich will nicht über abwesende Dritte schreiben. Bei dem Fall oben bin ich sicher, dass das für die beiden OK ist.

    Da hast du auch wieder Recht. Man muss dann ggf. länger und gründlicher suchen.

    Ich meinte es so: Meine Hunde können viel und ich könnte auch noch viel mehr mit ihnen machen, aber sie müssen nicht.
    Ich habe keine kleinen Kinder, keine Katzen, keine Kleintiere, keine sportlichen Ambitionen etc.
    Oder mal ein konkretes Beispiel: Wenn sie Kinder mögen, kann ich sie mit zur Arbeit nehmen, wenn sie keine Kinder mögen, dann eben nicht.
    Dadurch ist natürlich die Gefahr einer Enttäuschung geringer und die Zahl der in Frage kommenden Hunde größer.
    Ein paar Ansprüche habe ich natürlich auch, oder besser gesagt Hoffnungen. Wär halt schön, wenn sie gut alleinbleiben können, nicht so viel bellen (Mehrfamilienhaus), verträglich und freundlich sind, nicht die totalen Jagdsäue etc. Bisher waren die immer genau so. *aufholzklopf*
    Man kann und muss halt damit leben, wenn die das nicht mitbringen, wenn aber der Hund die Katze fressen will, dann ist das was anderes.

    Ich fand und finde es auch immer wieder toll, verschiedene Hundetypen und Charaktere kennenzulernen, ohne genau zu wissen, wer da kommt. :smile:

    Genau, Stachelschnecke, ich finde es auch sehr ärgerlich, wenn Tierschutzhunde so pauschal als schwierig und unberechenbar beschrieben werden, deshalb sind ja die positiven Erfahrungsberichte so wichtig!
    Tierschutzhunde und Zuchthunde müssen auch gar nicht in einen Wettbwerb gegeneinander treten, das meine ich ja auch damit, dass es zwei völlig verschiedene Welten sind. Das ist nicht abwertend gemeint! Es sind dann einfach andere Dinge wichtig.
    Ich finde es nur nicht OK, wenn damit argumentiert wird, dass der Tierschutzhund an sich problembehaftet ist. Oder mit einem der anderen zahlreichen Vorurteile. Genauso, wie es nicht OK ist, wenn Züchter und Zuchthundbesitzer als Vermehrer bzw. Prestigesüchtige (oder was auch immer) bezeichnet werden.
    Es ist ja auch kaum eine fruchtbare Diksussion möglich, wenn man mit abwertenden Kommentaren um sich wirft.

    Vielleicht ist es auch eine Frage des Anspruchs. Ich habe halt keine großen Ansprüche, ich will liebe Begleiter, mit denen man friedlich und harmonisch zusammenleben kann und das war´s.
    Und da es so viele Hunde in Not gibt, kann ich mir sogar welche aussuchen, die mir optisch gefallen. Wobei es nachher echt egal ist, da liebt man sie eh alle.

    Ich fänd´s echt schön, wenn man mit den gegenseitigen Unterstellungen und Beleidigungen aufhören würde und einfach mal akzeptieren könnte, dass es eben verschiedene Geschmäcker und Motivationen gibt
    (also nicht hier, sondern in diversen Diskussionen zum Thema). Und vor allem mit diesen unsäglichen Vorurteilen.
    Aber da friert wohl eher die Hölle zu. :smile: