Beiträge von physioclaudi

    Komm, wir gründen den Südberlin/-Brandenburg-Club |)

    bin ich dabei!

    Bin ja auch im Süden. Kleinmachnow. Und mobil. Allerdings mit verhaltenskreativen Hunden gesegnet. Emil findet Fremdhunde tendenziell blöd, Hündinnen sind manchmal ok, Rüden eher nicht. Es sei denn, sie ignorieren ihn.

    Lucifer dagegen ist der Labbi im Colliekostüm und findet Menschen und Hunde großartig.

    Beide gemeinsam haben sie ein großes Mitteilungsbedürfnis :hear_no_evil_monkey: . Emil kläfft gerne (Sheltie halt), Lucifer jodelt, labert, singt,... und JAAAAGT :hundeleine04:

    Hier im Auslaufgebiet ist eine Dame mit Weimaraner unterwegs. Schöne Hündin. Der Mann ist Jäger, also sie arbeitet auch. Erziehen für den Alltag tut das Frauchen. Anfangs stieß sie mit ihren sehr straighten Erziehungsmethoden bei der ortsansässigen Kuschelfraktion auf empörtes Unverständnis (wohl gemerkt, sie ist nie grob, aber führt den Hund eng, der darf auch nicht Hallo sagen, und hat schlicht zu hören). Zwei Jahre hab ich das interessiert beobachtet und jetzt ist die Hündin ein Hund, der frei hinter Frauchens Fahrrad durchs Auslaufgebiet trabt, an den liegenden Wildschweinen vorbei, die guckt nicht rechts, oder links, super gehorsam. Aber die arbeitet eben durchaus. Steht weder auf fremde Menschen, noch auf fremde Hunde, aber durch den super Gehorsam hat sie einiges an Freiheiten.

    Und da auf den Inseln alles irgendwie kleiner ist, ist es auch der Hund gewesen.

    Das liegt daran, dass ein kleiner Hund weniger Nahrung benötigt und die Inseln viel importieren mussten. Kleine Hunde (und kleine Ponys), die den rauen Bedingungen standhalten und nicht viel verbrauchen, aber alles können, was die "Großen" können, waren da einfach viel vorteilhafter.

    Ja genau. Schafe, Ponys, Hunde, alles quasi in Kleinausgaben :smiling_face_with_hearts:

    Wobei mein Sheltie jetzt alles über sich glaubt, aber ganz sicher nicht, dass er KLEIN ist :smiling_face:

    Ich nutze mein Womo ja beruflich, weil ich annähernd jedes WE und auch teilweise ganze Wochen unterrichten bin. Hab da mein Bett und die Hunde ihre Höhle. Dafür ist der Hobel genau richtig. Das Ding hat ein 140cm Hubbett. Für mich allein (bzw mich und Emil) ist es super, mit meinem Mann zusammen doch recht beengt, weil immer einer an der Kante liegt und der andere hat die sich nähernde Decke. Da isses etwas eng. Aber mein Mann ist eh nicht so der Camper. Für mich allein mit den Hunden würde ein Kastenwagen wohl auch reichen. Über kurz oder lang muss ich da auch drüber nachdenken, weil das gute Stück dieses Jahr 20 Jahre alt ist und leider so die ein oder andere teure Reparatur ansteht. Zumindest bevor der nächste TÜV in einem Jahr fällig ist.

    Mal im Spoiler, weil off topic:

    Spoiler anzeigen

    Ne, an sich ist Lucifer nicht sehr unsicher. Ich würde ihn eher als vorsichtig Neuem gegenüber bezeichnen. Er probiert dann aber Dinge aus und wenn er feststellt dass es ungefährlich ist, dann klappt das auch. Fiete ist nochmal irgendwie anders. So vieles juckt ihn gar nicht und dann wieder kann er nicht durch den Flur laufen, weil da Laminat ist. Oder ein neuer Teppich ist unüberwindbar. Sowas hat Lucifer gar nicht.

    Unruhe war bei Lucifer vor etwa einem Jahr immer mal ein Thema zuhause, hormonbedingt. Das ist durch. Zuhause ist er sehr unauffällig. Anstrengender ist Emil, der nicht müde wird mir nachrennen zu wollen und dem ich das ständig verbieten muss. Bin ich nicht da, ist der aber auch eher am Pennen.

    Mein Mann hat da generell ein Problem mit Geräuschkulisse, ich hab halt Rassen, die ihr Herz auf der Zunge tragen. Emil kläfft auch gerne, das machen die Collies nicht. Aber dennoch wird gebrabbelt, gegrunzt, geseufzt,... etc.

    Man merkt seinem Hund doch an wonach der zufrieden ist und wann es nett war , aber diese vollkommene Zufriedenheit fehlt. Was soll man da groß erklären. Muss man vermutlich erlebt haben.

    Auf jeden Fall. Wenn Lucifer beim Trailen war, dann ist der gechillt, zufrieden mit sich und der Welt. Der ganze Hund hat dann ne andere Körpersprache. Schwer zu erklären, aber nicht zu übersehen.

    Ich kenn die Geschichte von Collie und Sheltie nicht, also keine Ahnung ob das jemals reine Fachidioten waren

    Waren sie nicht. Bei den Shelties weiß ich es nicht genau, aber Collies waren Allround-Hofhunde zum Hüten, Treiben und Aufpassen.

    Die Shelties auch. Sie hießen auch Toonie-Dogs, weil auf den Shetlandinseln das Land/ der Hof der Farmer Toons hießen. Dort haben sie gearbeitet (hüten, treiben) und eben auf die Toons aufpassen.

    Und da auf den Inseln alles irgendwie kleiner ist, ist es auch der Hund gewesen.

    Ursprünglich wurde der Sheltie übrigens aus einer Kreuzung von BC und Grönlandhunden gezüchtet, später wurden Collies eingekreuzt.

    Die ersten Bilder von Shelties zeigen einen sehr BC-ähnlichen kleinen Hund

    Meine Hunde wurden beide blind angetrailt. Lucifer wusste komischerweise sofort was er tun sollte, hat damit auch gleich mal MIR gesagt, was ich zu tun habe, die GP wurde sofort abgeknutscht. Seitdem werden die trails langsam länger und er ist noch immer voll Elan dabei. Er ist sehr schnell und überrennt dann auch gerne mal ne Kreuzung, korrigiert sich aber flott wieder und es verunsichert ihn gar nicht. Lucifer brennt da wirklich für.

    Emil war da völlig anders. Sehr unsicher, immer wieder bei mir nachgefragt, hatte beim zweiten Termin zwar dann ne Ahnung was man von ihm will, aber zur GP hin stürmen wie Lucifer, das tut er nicht. Er mag halt generell keine fremden Menschen. Es war letztes mal dann eher so, dass er halt an eine Ecke kam, dahinter stand die GP und er blieb stehen, wartete auf mich und brauchte dann eine Aufmunterung auch hin zu gehen. Noch verunsichert ihn das alles eher, obwohl er im Alltag kein unsicherer Hund ist. Aber es sind für seinen Geschmack einfach zu viele fremde Menschen involviert.