Beiträge von physioclaudi

    Mir persönlich ging es gar nicht darum, mich bewertet zu fühlen. Ich könnte aus dem Stand hundert Dinge aufzählen, die ich besser machen könnte, bzw die andere viel besser könnten als ich. Mir gings einzig allein um die gewagte These, dass jeder(!) Hund durch Autorität und Strafen vom jagen abgehalten werden kann, und dass es, falls dies nicht klappt, am fehlenden Mindest des HH liegen würde. Man schließt da einfach von einer ganz bestimmten Art Hund mit der man vertraut ist auf andere Hunde.

    Die These wird auch oft beim Leinenpöbeln rausgekramt. Ich hab dazu auch schon ganz oft geschrieben, dass der Weg da bei uns wirklich ausschließlich über Lob ging. Jegliches negative meinerseits hat es nur verstärkt. Es passt halt einfach nicht jeder Weg auf jeden Hund.

    Das hab ich anders verstanden. Ich denke niemand hier arbeitet bei unerwünschtem Verhalten IMMER über Strafe. Lucifer hat zb Angst im Dunkeln. Letzte Pipi Runde im Winter war mega nervig. Es wurde gescannt, gejodelt, gejammert. Er WOLLTE nicht mal raus. Was soll es für einen Sinn machen den Hund beim Jodeln dann zu bestrafen. Ganz offensichtlich ist sein Vertrauen in mich nicht groß genug in der Situation, dass er meint ich könne einen potentiellen Angriff abwehren. Ich denke niemand hier würde das bestrafen.

    Massai ich weiß gerade nicht ob es einen Rassethread für RR gibt, aber Schaefchen2310 hat eine Hündin. Co_Co hat mWn Malis :thinking_face:

    acidsmile vielen Dank für den ausführlichen Text. Das hilft mir wirklich weiter.

    Ja, mit dem an-und ableinen das mache ich immer. Die Hunde sind immer erst am kurzer Leine, bis sie anständig neben mir gehen. Dann setze ich beide ab, was Luci immer macht und auch hält, aber auch immer kommentiert. Ich tüddel sehr bedächtig die SL vom Gürtel, leine ihn um, verstaue dann die kurze Leine. Erst wenn alles verstaut ist, löse ich auf und die dürfen sich im weiteren radius bewegen. Emil meist offline, Lucifer an der SL. Same, 100m vor dem Auto wieder umleinen auf kurz. Seit ich das mit stoischer ruhe mache, hab ich schon sehr viel Hektik aus dem Hunden raus bekommen.

    Wenn Wild zu sehen ist und Luci in meiner Nähe, setze ich ihn ab, benenne das Wild und kekse ihn fürs sitzen bleiben.

    Hektisch werde ich an sich nicht bei Wild, war ich früher schon. Aber inzwischen bin ich deutlich besser im Leinen Handling und kenne ihn halt auch schon. Anfangs hat mich das jagen halt kalt erwischt.

    Aber dann ist meine Basis ja vllt schon nicht so schlecht und ich kann drauf aufbauen.

    Jimina einfach weiter und das Wild nicht kommentieren und keine Kommandos geben klappt nicht, weil dann ist er schlicht weg. Bzw kracht mir in 10m SL. Dafür steht er leider zu schlecht im gehorsam.

    Zum Thema RR bei Aufregung, meine Hunde kennen da ein Kommando, was ich damals in der Huschu mit Emil genau so aufgebaut habe. Nämlich mit Stress. Der Hund kann in vollem Lauf unterwegs sein und ich brülle ein hysterisches "Kehrt", was ich auch mit genau der hohen, hysterischen Stimme aufgebaut habe, der Hund kehrt auf dem Absatz um und fliegt zu mir. Und weil das halt mal voll zu seinem Wesen passt, ist das Emils Lieblingskommando. Der fliegt dann wirklich zu mir. Und es klappt. Wirklich in jeder noch so brenzligen Situation.

    Ich kenne mich mit der Theorie zur „Umorientierung“ gar nicht aus. Die beiden Damen gucken schon immer nach mir und fragen auch nach, aber ohne dass ich das bewusst trainiert hätte. Das ergibt sich bei uns im Miteinander. Rufst Du in deshalb in dieser Situation zurück, weil es Dein Ziel ist, dass er sich bei Jagdreizen zu Dir orientiert?

    Ja, das wäre der Plan. Und ich rufe halt erst, wenn ich denke er nimmt mich wieder wahr. Tatsächlich geht das inzwischen auch ein bisschen flotter finde ich. Aber wenn er sitzt und Reihen nach schreit, reagiert er auch nicht auf Ansprache, obwohl ich ja direkt neben ihm stehe.

    Phonhaus ne das wäre eher ein ranzerren. Muss dann schon zu ihm gehen und dabei halt die Leine aufnehmen, damit er nicht durchstartet.

    Massai das war auch"nur" ein Hase. Und er war auch schon ne Weile weg. Bei einem Reh sprechen wir da von ganz anderen Zuständen, aber da hab ich dann keine Muße zum Filmen. Solange ich neben ihm bin, kann ich ihn dann aber auch sitzen lassen.

    Aber Umorientierung, was ich halt gerne hätte, da sind wir meilenweit von entfernt.

    Oder hattest du vorher schon ein Kommando gesagt und es ist nur nicht im Video?

    Ja, vor allem ist er da aufgeregt.

    Nein, ich sage momentan auf Entfernung nichts zu ihm, weil ich nicht durchkomme. Erst wenn ich merke, dass das bellen frustig wird, so wie auf dem Video. Weil dann weiß er auch, dass sein Mittagessen eh schon über alle Berge ist.

    Bin ich direkt in seiner Nähe und wild kündigt sich an, dann kann ich ihn sitzen lassen, wenn nötig klopfe ich kurz auf seinen Po. Und wenn er sitzt, bleibt er auch. Allerdings sehr laut. Dennoch lobe ich ihn dann fürs Sitzen.

    Auf Entfernung klappt sitz bei keinem meiner Hunde. Die kommen leider immer erst zu mir und sitzen dann :ugly:. Und das zu mir kommen klappt ja dann auch nicht.


    versuch es über andere Signale, ab Wild Sichtung. Eines welches er noch umsetzen kann. Also Abruf ist es bei euch nicht :lol: .
    Ich hab Tiny von klein an hingesetzt und meist hab ich mich, neben sie in die Grundstellung gestellt. Nach einer Wiele Wild angucken, lasse ich sie dann im Alltags Fuß neben mir laufen.

    Hm ja, das krieg ich hin, aber tatsächlich nur, wenn ich nah bei ihm bin.

    Ok, denke dann mache ich das aus der Nähe erst mal weiter so.

    Aber auf Entfernung müsste ich mich ran angeln, um ihn ab zu setzen und das hat irgendwie immer sowas Verzweifeltes xD

    Na so stellt einen jeder Hund vor neue Herausforderungen. :ugly:

    physioclaudi

    Auf mich wirkt er in der Sequenz eher frustriert/empört (so nach dem Motto „ich will mich jetzt aber aufregen), als total out of order. Da ist das Hirn schon wieder da, oder?

    Ja, da ist Hirn schon wieder an. Sonst wäre er auch nicht gekommen.

    Hase ist auch nur so auf Level 7 etwa (von 1-10). Rehe sind ne glatte 10 und unser Endgegner. Vögel sind wurscht, weil er nicht blöd ist und weiß, dass die eine Dimension mehr zur Verfügung haben als er. Mäuseln ist auch kein Thema.

    Rehe triggern ihn enorm. Er ist als Jungspund, dreiviertel Jahr alt etwa, mal im wahrsten Sinne über ein Kitz gestolpert. Da war er im Freilauf. Davor war Wild eher mäßig interessant und auch nur die Sichtung. Nach diesem Vorfall, wo er bestimmt 300m hinterher ist, dann aber auf den 4. RR kam, wurde das Interesse immer größer und auch auf Witterung reagiert er deutlich mit Aufregung und Jagdverhalten. Wobei ich das inzwischen verbieten kann.

    Ach, es wär schön, wenns mal klappen könnte! Ich würde ja nicht nur Lucifer gern mal kennenlernen wollen, dich doch mindestens genauso sehr!

    Ich hab ja echt die Ecke am Glasowbach entdeckt, weiß aber nicht, ob das nach all der Werbung seit Pandemiezeit als "Geheimtipp" noch immer so idyllisch und relativ menschenfrei ist...

    Ich bin ja ab nächsten Freitag etwa 5 Wochen nicht im Lande, aber danach, so Ende Juli, können wir das gerne mal testen.

    Problem mit menschenleer ist ja auch gerne wildreich. Und dann kommt der Jagdcollie durch. Abruf bei Hundebegegnungen ist gelegentlich noch eine Challange, bei Wildwitterung klappt es noch, bei Sichtung ist er weg.

    Ich versuche mir aus den Regionen immer ein Kochbuch mitzubringen - wenn es sprachlich klappt oder wenigstens im Nachhinein eines zu kaufen.

    Habt Ihr auch so einen Tick?

    Meist tatsächlich Klamotten, Schuhe, oder ne Handtasche. Natürlich nicht immer, dann müsste ich anbauen. Aber doch gerne. Mein Mann versteht es nicht, weil er dann ja evtl mitkommen müsste zum Shoppen. Sein Argument, "kriegste alles im Internet". Vermutlich schon. Aber so hab ich dann halt ne Bluse aus Spanien, Schmuck von den Kanaren, Handtasche aus Florenz, etc. Das verbinde ich mit den Sachen und die Emotionen von der Reise ziehe ich gleich mit an :smile: