Beiträge von physioclaudi

    Emil, Belltie durch und durch, kennt auch ein Signal für bellen und ein Signal fürs Aufhören. Allerdings beendet er dann ausschließlich das Bellen, was er auf Kommando anfängt.

    Ignorieren hilft bei Emil gar nichts. Bellen ist für ihn in höchstem Maße selbstbelohnend (wollte gerade selbstbefriedigend schreiben, fand das dann aber äh... unpassend :mute: ), daher juckt es ihn nicht, wenn man ihn ignoriert.

    Ich breche das ab.

    In unserer ersten Huschu damals mit Emil sollte ich auch ignorieren.... äh...ja. Ich stand dann ne halbe Std auf dem Platz, alle machten irgendwas mehr oder weniger sinnvolles mit ihrem Hund, ich guckte ignorierend woanders hin. Hatte einen Hund, der dadurch immer frustiger wurde, weil er es gar nicht verstand und weiter bellte. Ich finde es für einen Hund auch schwer zu verstehen, dass etwas unerwünscht ist, wenn man ihm das nicht klar macht.

    Ich finde das auch so überflüssig wie nen Kropf. Alle schreien wegen Feinstaub herum und dann knallen sie tagelang durch. Feinstaub explodiert in Massen, kein Gerät kann die Daten noch erfassen. Aber ist ja Silvester. Da macht Feinstaub ja nix.

    Ich hoffe immer sehnsüchtig auf Regen. Wir wohnen an einer Kreuzung und Silvester stehen ab 21 Uhr die Jugendlichen auf der Kreuzung und ballern, als gäbs kein Morgen. Meine alte Chica hat so gelitten jedes Jahr. Wir waren viel in Dänemark über Silvester, letztes Jahr war ich mit Womo und den Jungs bei einer Freundin, auf dem platten Land. Allerdings wird da jetzt auch geknallt, weil sie ne Neubausiedlung vor die Tür gestellt bekommen haben.

    Bei einer Kundin von mir wurden letztes Jahr die Pferde auf der Koppel mit Knallern beworfen, die sind durch den Zaun und man konnte zusehen, wie man die in kriegsähnlichen Zuständen (Speckgürtel Berlin) wieder eingefangen bekommt. Bis auf kleinere Verletzungen ist erstaunlicherweise keinem Pferd was passiert.

    Wir hatten schon etliche Schäden an unserer Fassade, zerschossene Dachrinne, explodierter Briefkasten, durchgeschmorte Mülltonne. Aber muss so. Kann man nicht verbieten, die Leute brauchen ja ihren Spaaaaß. Auf Kosten von Besitz anderer, sämtlicher Wildtiere und eben auch unserer Hunde und anderer Haustiere.

    Da kann man gar nicht so viel essen, wie man :kotz: möchte

    Lucifer war heute leider im Jagdmodus. Die letzte Zeit war es ziemlich gut, er ist auch des Öfteren ohne Leine unterwegs gewesen, heute war er am Scannen. Rute hoch, Nase in den Wind. Und immer wieder gezogen wie ein Ochse. Bei Aufregung kurze Leine am HB, ansonsten Flexi am Geschirr, aber Freilauf ging nicht.

    ICH hab die Rehe gesehen, sie waren ein ganzes Stück weg und rannten über die Felder. Auch wenn Luci sie nicht gesehen hat, in der Nase hatte er sie. Mein kleiner Jagdcollie. :muede:

    Mein größtes Problem sind sehr stark alkoholisierte oder unter anderen Drogen stehende Personen.

    Ehrlich, solche Menschen möchte ich sowieso nicht in meiner unmittelbaren Umgebung haben. Also so nahe, dass sie uns ungefragt berühren könnten. Ich finde das einfach nur nur unangenehm und selbst für mich unberechenbar. Werden ja nicht wenige richtig aggressiv und übergriffig unter Alkohol- und Drogeneinfluss.

    Bei der Konstellation ist der Hund echt mein kleinstes Problem, sondern viel mehr die Menschen von denen eine Gefahr ausgeht.

    Das ist mir vor Jahren mit Fiete passiert. Glücklicherweise hatte ich nur ihn dabei, Emil war zuhause, Lucifer gab es noch nicht. Ich kam vom Gassi wieder, Hund an kurzer leine. Mir kommt ein schwankender Typ entgegen, der Weg nicht sehr breit. Als er auf unserer Höhe ankommt labert er irgendwas von Ostern, er roch furchtbar nach Alkohol und Urin. Fiete war sehr kurz auf der abgewandten Seite. Jedenfalls labert der mich an, schwankt, stützt sich auf meine Schulter, fällt dabei gegen mich und ich falle auf die Knie und hatte nur den Gedanken "Hund festhalten". Der ist nämlich sehr fieteuntypisch, völlig eskaliert. Fletschen, knurren und ich hörte mehrfach die Zähne knallen. Ich saß auf der Straße, den Hund im Schwitzkasten, während der Typ meckernd vor mir weg robbte. Dann hielten Autos an und fragten, ob sie helfen können. Ich wollte nur, dass alle endlich abhauen, damit ich den Hund von seiner Palme holen kann. Hab mich wieder aufgerappelt, waren auch nur noch 100m bis nachhause. Das war so schrecklich. Und ich dachte dabei nur die ganze Zeit, bloß den Hund halten, wenn der den Typen beißt bekomme ICH den Ärger.

    Genau deshalb:

    auch den letzten Vollpfosten vor Verletzungen durch unsere Hunde zu schützen, oder andernfalls die Konsequenz zu tragen.

    Ich bin als Kind auf dem Markt von einem Dackel gebissen worden "Selbst schuld, haste wohl deine Hand vor seiner Schnauze gehabt"

    Ich bin als Kind bei Bekannten meines Onkels über den Hof gerannt, um mich herum schrien alle NICHT RENNEN und das nächste, was ich weiß, dass ein knurrender Schäferhund mit den Vorderpfoten auf meinem Rücken stand "Selbst schuld, warum rennst du auch"

    Das war einem Kind gegenüber nun auch nicht unbedingt fair. Aber objektiv gesehen ist bei dem Schnapper nur ein Kratzer an der Hand gewesen und bei dem Umrennen durch den Schäfi ein aufgeschlagenes Knie. Das ist halt 50 Jahre her und damals ist man anders mit solchen Dingen umgegangen. Natürlich nicht in jedem Fall besser. Und heutzutage mit immens mehr Menschen und Hunden denke ich schon, dass man umsichtiger sein muss. Aber wenn heute halt ein Kind ohne zu fragen einen Hund anfasst und abgeschnappt wird, dann ist das Geschrei groß, es wird nach Wesenstest gerufen und immer gerechtfertigt ist das sicherlich nicht.

    Emil ist Geschirrhund, er mochte Halsbänder nie, warum auch immer. Und jetzt mit seinem Halswirbelschaden ist halt HB eh kontraindiziert. Ihm passen AnnyX in S perfekt.

    Retrieverleinen machen mir zu viel punktuelle Einwirkung am Hals, wenn der Hund doch mal zieht, oder rein springt, weil er sich erschreckt, oder was auch immer. So ein Sheltie mit Kragen und schmalem Kopf flutscht auch easy aus jedem HB raus, ist meine Erfahrung.

    Mir wurden auch mal leichte Kettenhalsbänder empfohlen, ebenfalls mit Zugstop, weil die halt tiefer in den Kragen sinken und damit eher wirklich am Hals des Hundes sitzen.

    Aber wenn man sich in der Gesellschaft bewegt, gibt es eben auch immer mal Menschen, die träumen, stolpern, was auch immer. Da soll mein Hund durchaus mit umgehen können, dass er auch mal berührt wird und nicht sofort austicken.

    Ja, das finde ich auch wichtig. Das unterscheidet auch Emil. Anfassen lassen muss er und will er nicht (Ausnahme TA und da ist er zwar not amused, aber puppenbrav), wenn wir aber in Gedränge unterwegs sind und ihn streift ein Bein, oder er bekommt ne Tasche an den Kopf (dafür hat er leider die optimale Größe), dann springt er wohl hektisch weg, das ist halt auch einfach sein Naturell, aber er würde da nie auf die Idee kommen zu schnappen.

    Das ist aber auch ne völlig andere Situation. Wenn der Hund versehentlich getreten, oder weggedrängt wird, dann ist er nicht im Fokus der Person. Er wird nicht angeguckt, meist halt übersehen. Da würde Emil nie blöd reagieren. Allerdings tut er mir dann immer ein bisschen leid, da er wegen seiner Größe halt schlicht nicht immer gesehen wird und seinen Wohlfühlabstand nicht bekommt.

    Da hat es Lucifer leichter, den kann man nicht übersehen. Vor dem wiederum hat die Nichthundehalter-Fraktion Angst, weil er ist groß und überwiegend schwarz, ergo böse.

    Meine große Tochter hat ja meinen Fiete übernommen. Der findet Menschen überflüssig, weicht aber aus, solange er die Möglichkeit hat. Hat er die nicht, zb TA, dann packt er aber auch zu. Der bellt vorher nicht. Man sieht Tasthaare die sich aufstellen und Augen die schmaler werden. So droht er, aber das sehen nur die wenigsten.

    Jetzt gibt es in der Familie des Freundes meiner Tochter ein Kleinkind. Und klar, den plüschigen Hund hat das Kind immer auf dem Schirm und möchte hin. Auch da hat Fiete eine lange Lunte. Aber ich hab mir sehr Sorgen gemacht, weil ich Fiete kenne und diese Familie halt nie Hunde hatte. Es kam dann nämlich der Satz, wie schön dass die Kleine mit einem Hund in der Verwandtschaft auf wächst, dann lernt sie, daß Hunde lieb sind. Und da bin ich dann sehr deutlich geworden. Hab den Freund meiner Tochter gesagt, dass er das Kind nicht an den Hund lassen darf. Niemals. Fiete ist nicht duldsam und sieht halt nur aus wie Lassie. Ich hab ihn schon schnappen gesehen und egal, auch wenn dabei nichts passiert, sowas traumatisiert ein Kind, weil es das ja nicht versteht, es wollte ja nichts Böses. Auf Familien Feste würde ich ihn entweder nicht mitnehmen, oder eben mit MK. Ich war sehr eindringlich, die Botschaft kam an.

    Ich meine wenn ich an einer Pferdewiese vorbei gehe bedeutet dies auch nicht das ich mich da unerlaubt auf die Pferde drauf setzen darf. Zumindest wüsste ich nicht, dass der Pferdehalter dann eben haftet wenn der Fremde ne Bodenprobe nimmt 🤭

    Leider doch. Einer Kundin von mir passiert. Isländer auf einer Weide, zwei Kinder sind auf die Weide, eins setzte sich auf eins der Pferde, fiel runter, brach sich das Handgelenk und die Halterin des Pferdes hatte eine Anzeige. Ich fand das unfassbar.

    Meine Hunde müssen sich nicht anfassen lassen. Lucifer findet es großartig und schmeißt sich beim Gassi auch mal an fremder Leute Beine (Labbi im Colliekostüm). Das sind dann aber alles auch HH, ansonsten würde ich den Hund da nicht so dicht ran lassen. Und Luci fordert es ein, dann darf man ihn auch anfassen.

    Emil darf niemand anfassen, außer ich sage, dass er da durch muss (TA). Dann erträgt er das. Wir waren im Sommer ein paar Tage in der Toskana und es war ein Alptraum. Ständig griff jemand ohne zu fragen nach Emil, einmal saßen wir in einem Cafe, ein kleiner Junge, schätze etwa 5, rennt mit der etwas älteren Schwester quer durch die Tische und greift schon im Rennen nach Emil. Ich hab das aus dem Augenwinkel gesehen, meine Tasse quer über den Tisch geworfen und den armen, liegenden Emil, am Geschirr weggerissen. Gerade rechtzeitig, die Zähne klappten kurz vor der Kinderhand zusammen. Emil hat sich auch schlicht unfassbar erschreckt. An sich verbellt er, wenn er nicht weg kann, aber das ging zu schnell und ich hab ihn ja auch noch weggerissen. Der Junge stand verdattert da, seine Schwester wollte dann nach Emil treten.

    Aber auch Erwachsene haben ohne zu fragen nach dem Hund gegriffen, der auf meinem Schoss saß, zb.

    Es war wirklich ätzend für den Hund und solange Emil lebt werde ich zumindest mit Hund, nicht mehr nach Italien fahren. Auch nicht mit MK, weil er dann zwar nicht schnappen kann, aber ätzend bleibt es für ihn ja dennoch.

    Na und zur Ausgangsfrage, vor dem Supermarkt würde ich never ever einen Hund anbinden.

    Ist so das Leben mit einem nicht hyperaktiven Jungspund Labrador? :zany_face:

    Mein Neid ist dir gewiss. Zumindest hin und wieder. Ich mag ja meine Knallköppe, aber es gibt schon Tage, da wären etwas chilligere Exemplare auch ganz nett.

    Wir haben zb jetzt das "Problem", dass die nachmittags ans Gassi angehängten Dummyeinheiten im Garten wegfallen, weil es halt dunkel ist. Wir kommen von einer dunklen Löserunde und das Teufeltier marschiert zielstrebig in Richtung Garten. Er würde seinen Dummy vermutlich auch im Dunkeln finden, allerdings sicherlich nicht, ohne jeden Schatten an zu grollen, er hat nämlich tendenziell Angst im Dunkeln :roll: .

    Gerade hab ich jetzt auf Teebeutelsuche im Haus umgestellt. Machen die beiden auch gut. Schnüffelteppich ist auch cool, aber dennoch wird nach jedem Gassi am Nachmittag sehnsüchtig in den Garten geguckt.

    Na, dann werde ich jetzt mal zu eben diesem Gassi aufbrechen :winken: