Beiträge von physioclaudi

    Ich mache das wie Lucy_Lou. Wenn ich auf einen CP fahren muss, was ich ebenfalls vermeide, dann gucke ich nach den Formulierungen.

    Ich habe halt kommunikative Hunde. Wenn jemand vorbei geht bellen sie nicht, das kennen sie von den Kursorten wo wir stehen, da ist um uns herum immer was los. Aber wenn ich zum Gassi aufbreche fängt Emil gerne mal an zu kläffen und Lucifer jodelt, wenn er potentielle Freunde sichtet, egal ob Mensch oder Hund.

    Wenn ich nun also weiß, dass ich mit nem Beller automatisch auf der Abschussliste lande, dann fahre ich da nicht hin. Selbst wenn sich dann keiner aufregt setzt mich dann jeder Ton meiner Hunde unter Stress, das tue ich mir freiwillig nicht an.

    Bei Nevio war das pöbeln ja in erster Linie aus Frust und fing so mit 8, 9 Monaten an, wenn ich mich richtig erinnere. Inzwischen pöbelt er nur noch bei ein, zwei großen Rüden oder wenn er extrem fixiert wird bzw. der andere anfängt ihn an zu pöbeln. Bei kleinen Hunden kann er darüber hinwegsehen, bei großen leider noch nicht.

    Wenn Lucifer an der Leine pöbelt, dann aus Frust. Er möchte Kontakt, ich möchte das nicht.

    Wenn Emil pöbelt, dann ist das weil seine Individualdistanz unterschritten ist. Lucifer stimmt dann gerne ein, weil zu zweit bellen einfach so viel cooler ist, aber dann wirkt Lucifer eher unsicher und überfordert.

    Ich könnte in Lucifers Pöbeleien jederzeit die Leine los machen, er bliebe freundlich gegenüber dem Fremdhund.

    Das pöbeln ist bei Lucifer kaum noch zu hören, irgendwann hat er angefangen sich aufs Singen zu verlegen. Das tut er bei Hundebegegnungen sehr gerne. UND SEHR LAUT.

    Hach spannend.

    Ich hatte einen Hund, den ich als baustellenfrei bezeichnen würde. Ohne, dass das irgendwas mit meinen Fähigkeiten in der Erziehung zu tun hatte. Mit Einzug seiner Nachfolger ging mir dann auf, dass er es mir schlicht geschenkt hat. Ein toller Hund, fein mit meinen damals kleineren Kindern, deren Freunden, allen Hunden, hat nicht gejagt, war everybodys darling und hatte dennoch pepp (Pudelmix). Er hat gebellt wenn es geklingelt hat, das war es aber auch. Man muss dazu sagen, die hellste Kerze war er nicht. Aber eine Seele von Hund.

    Meine jetzigen Hunde sind nicht baustellenfrei. Werden es auch nie sein.

    Emil ist laut, relativ unverträglich und neigt noch immer dazu sich wahnsinnig zu stressen, wenn er denkt irgendwas steht an.

    Lucifer ist ebenfalls laut (jodelt aber eher, als dass er kläfft), dazu hat er ordentlich Jagdtrieb und ist dazu noch sehr reaktiv und schnell. Bis vor ein paar Monaten war er auch gerne mal frech und übergriffig, das hab ich so langsam raus. Aber offline durch die Gegend bummeln, ohne groß gucken zu müssen, so wie das mit Emil (heutzutage) geht, das klappt bei ihm vermutlich nie.

    Dennoch bin ich an einem Punkt, wo ich sagen würde, der Alltag klappt so gut, wie mit den beiden Knalltüten halt machbar. Beide hören, nehmen einen Abbruch an, lassen sich vom TA anfassen, fahren problemlos tausende Kilometer im Jahr mit mir durch die Gegend und verstehen sich untereinander prima. Immer bereit was mit mir zu machen (wenn auch gelegentlich sehr lautstark).

    Es ist ja immer eine Frage der Ansprüche. Mein Mann neigt dazu unsere Hunde eher in einem negativen Licht zu sehen. Allerdings läßt er ihnen auch schlicht elend viel durchgehen, was ich halt unterbinde. Brüllend zum Auto ziehen, weil man sofooooort losfahren muss (wohin auch immer), gibt es bei mir nicht, mein Mann sieht es als gegeben an. Man geht bei mir gesittet neben mir zum Auto, sitzt dahinter ab, dass ich den Wagen aufmachen kann, Emil heb ich rein, Luci springt auf Kommando und dann wird wieder gesessen, es gibt nen Keks und Klappe zu. Völlig nonverbal, weil ich ihnen den Ablauf vorgebe. Mit Emil allein brauch ich das so nicht (mehr), Lucifer fokussiere ich damit auf mich und dann hält er die Backen. Nur mal so als Beispiel, da gibt es etliches anderes.

    Hat zur Folge, dass mein Mann halt beschlossen hat die Hunde sind ja IMMER laut und anstrengend, während ich das seltener so empfinde.

    Emil ist nun auch geshipt. Ebenfalls große Prostata, er konnte nicht mehr kacken und das ist ja kein Zustand. Ypozane brachte etwa ein halbes Jahr Ruhe, dann ging es wieder los. Jetzt hat er den Chip und im Herbst wird er kastriert. :muede:

    Emil ist 9 und hatte mit etwa 4 Jahren schon mal einen Chip. Vom Wesen hat er sich damals kein Stück verändert, ich erwarte jetzt auch nix dramatisches. Die größten Sorgen macht mir sein Fell. Es ist so wunderbar pflegeleicht und haaren tut er nur einmal im Jahr, das wird vermutlich schlechter. Aber das Problem mit der Prostata löst sich leider nicht in Luft auf.

    Das Problem hab ich bei Emil nie gehabt. Bei Lucifer kommt es mal vor, dass er sich die Vorderbeine anpinkelt, wenn er komisch steht, aber selten.

    Bei Fiete schneiden wir innen eine Schneise am Bauch vor dem Penis, so dass seitlich das Deckhaar das noch verdeckt. Sieht man von der Seite nicht. Täten wird das nicht, würde er wie die Toilette eines Autobahnrastplatzes stinken

    Ja, Lucifers Mama kommt aus DDR Linien, die im Schutzdienst eingesetzt wurden. Und die Trainerin in der Huta sagt immer, Lucifer ist für sie gar kein Collie wie sie die kennt. Und ich gucke mir dazu dann Fiete an, niemand würde vom Wesen her denken, daß die Vertreter der gleichen Rasse sind.

    Lucifer ist sehr kernig und war früher anstrengend und nachfragend ohne Ende. Seit er etwa drei ist, haben wir uns weitgehend eingegroovt, würde ich sagen.

    Lucifer war die Hölle als Baby, aber er ist ein genialer Hund geworden. Gerade bin ich mit ihm auf einem Seminar, er liegt hier zwischen vielen Hunden und lässt sich den Bauch kraulen. Wäre vor einem Jahr undenkbar gewesen.

    Kommt Dynamik rein, bin in einem Seminar zu hündischer Kommunikation und da ist auch mal Ballett zwischen einzelnen Hunden, dann fällt es ihm schwer den Schnabel zu halten, aber das finde ich völlig im Rahmen.

    Ernalie schön, dass ihr doch einen tollen Urlaub hattet, wo ihr ja anfangs Sorgen wegen dem CP hattet. Und Pfingsten selber, klar da isses voll.

    Bei mir geht es Dienstag wieder in die Schweiz, ich hoffe sehr, dass nicht wieder so ein Kackwetter ist. Ich fahre da zwar zum Arbeiten hin, aber mit zwei Hunden in einem engen Womo, wenn es regnet und die Hunde endlos Sand rein schleppen, das ist halt eher so semi. Und kalt war es auch. Was zur Folge hat, dass ich keine 6 Tage autark bin. Die Dieselheizung ist ein Stromfresser.

    Wäre bei uns keine Frage. Mein Mann wollte keine Hunde und würde sie auch nicht mitnehmen. Er liebt beide und im speziellen Lucifer, aber er will die Verantwortung nicht.

    Daher würden die beiden zusammen bleiben und bei mir. Theoretisch könnte man sie schon trennen, jeder kann auch komplett allein bleiben. Aber ist gar keine Frage.

    Tatsächlich waren wir vergangenes Jahr an so einem Punkt. Und sind dabei das Ruder nochmal rum zu reißen. 36 Jahre Beziehung sind es wert dafür zu kämpfen.

    Aber bevor ich mich komplett aufgegebe würde ich gehen. Zb wenn er mich vor die Wahl stellt, er oder die Hunde. Und so Andeutungen gab es. Hat nix damit zu tun, dass ich die Hunde mehr liebe, sondern daß ich mich nicht vor so eine Entscheidung stellen lasse.