Mit der Verantwortung, die man nicht tragen möchte, das ist etwas, was mein Mann auch immer wieder anbringt. Auch er will eigentlich keine Hunde, war gestresst und genervt als sie jung waren und ist es gelegentlich noch.
Ich fand es etwas spooky, dass einem ein Hund zu viel Verantwortung ist, wenn man zwei Kinder groß gezogen hat.
Bei meinem Göga kommen mEn zwei Sachen zusammen. Die Sorge das jeweilige Flausch zu sehr zu mögen und dann stirbt der irgendwann und zwar aller Wahrscheinlichkeit vor ihm. Mein Collie ist ihm sehr ans Herz gewachsen, ist gerade mal 3,5 Jahre und letztens war mein Mann den Tränen nahe, weil der Hund ja irgendwann stirbt.
Das zweite ist, er muss mich teilen. Und oft kommen die Hunde an erster Stelle, eben weil sie nunmal von mir abhängig sind und er ein erwachsener Mann ist.
Ich denke, wie viele hier, dass dein Partner einfach Zeit braucht. Wenn man noch nie einen Welpen hatte, dann kann einen das schon ein bisschen... nun... überraschen. Und gerade beim ersten Welpen liest man hier auch oft, dass sich Sorge gemacht wird, das noch nichts klappt, obwohl der Welpe zb erst ne Woche da ist. Einfach realistisch abzuschätzen wie lange einen der Welpenirrsinn begleitet (und dass danach die Junghundezeit kommt), das kann ein Ersthundehalter nicht.
Ich hab meinen Mann möglichst nicht mit meinen Hunden belastet. Dann, vor zwei Jahren, hatte ich eine OP und konnte so 6 Wochen gar nicht Gassi gehen (allein 4 Wo davon Reha), dann zwar wieder mit dem Zwerg, aber nicht mit dem noch ungestümen 65cm-Collie. Der Mann musste gehen. Hat gemerkt, dass er fitter wurde, hat in drei Monaten 20kg abgenommen und geht noch heute immer mal wieder Gassi, weil er weiß, es tut ihm gut. Ich dränge ihn aber nach wie vor nicht dazu.
Training, Huschu, Ernährung, etc, alles meins. Will er nix von wissen.
Hier sieht es allerdings dennoch danach aus, dass nach meinen beiden kein Hund mehr einziehen wird, da mein Mann es nicht möchte. Bricht mir das Herz, aber muss ich wohl hinnehmen.