Beiträge von Cattlefan

    Abgesehen davon hat es ja nichts damit zu tun, eine Rasse aus der Sackgasse raus zu holen, wenn jeder Halter einer Mopshündin mal eben irgendeinen JRT rüberhüpfen läßt (weil die Retros sich gut verkaufen).

    Ein Einkreuzungsprogram erfordert einen Plan!

    Diese "Retro-Züchterei" ist in der Regel eine neue Marktlücke die sich dadurch, dass diese ganzen verzüchteten Rassen öffentlich so angeprangert werden einige Pfiffige "Züchter" gegriffen haben. Denen geht es in der regel dabei aber um die F1 Generation und deren Vermarktung, eine Weiterzucht bleibt meist aus, zu deutsch: hilft der Rasse kein bisschen.

    Zum anderen würde es schon Sinn machen, Rasse, die sich relativ ähnlich sind in vielen Dingen zu verkreuzen.

    Ein JRT ist ein äußerst agiler Hund, der am liebsten 10 Stunden am Tag Power, und zwar Foll-Power hätte.

    Nun stell Dir vor, bei diesen Kreuzungen Mops * JRT kommen Welpen raus, die das Temperament des JRT geerbt haben, seine Bewegungsfreude, seine Unternehmungslust....., kann dem aber nicht nachkommen, weil er nach einem km Laufenleider umfällt, weil körperlich viel vom Mops-Elternteil mit gegeben wurde. :ka:

    Ich finde den Plan nicht nur riskant (Welpen / Junghunde sind nicht ganz leise, auch nicht immer nachts, was, wenn sich ein Nachbar beim Vermieter beschwert?) sondern auch hinterhältig...

    Die Wohnung ist Eigentum des Vermieters und wenn der das nicht will, dann ist das so!

    Wieso sieht Deine Freundin sich nicht für die 6 Monate nach einer Wohnung um, wo sie den Hund haben kann?
    Ist natürlich aufwendig, aber wenn sie den Welpen soooo gerne haben will, sollte doch kein Aufwand zu groß sein, oder?

    Wenn sie bereits eine Läufigkeit durch hatte, verringerst Du das Krebsrisiko (und übrigens NUR das für Gesäge- Ovarial- und Uterustumoren) kaum noch wesentlich, von daher würde ich das Ganze noch ein wenig abwarten. Freilauf kann sie doch (bei entsprechender Erziehung) haben. Nur 2 - 3 Wochen im Jahr halt nicht....


    Es sind schon so viele Hunderassen im Laufe der Jahrhunderte verschwunden, teils, weil sie nicht mehr benötigt wurden, teils weil sie dem Modegeschmack nicht mehr entsprachen. Ist das so eine Katastrophe?

    Ich finde nicht. Dem "Kulturgut Hund" würde Qualität statt Quantität sicher gut tun.

    Gaby, ihre schweren Jungs und Finn

    Um nochmal auf Nutztiere zurück zu kommen... Viele alte Rasse, sind annähernd von der Bildfläche verschwunden. Sie waren nicht mehr nötig, zu anfällig, was auch immer....

    Heute bereut man es massiv, dass man diese Gene einfach hat aussterben lassen. Denn jede Rasse, die scheinbar nur "schlechtes" in sich trägt hat noch Tausende Gene, auf die man vielleicht irgendwann gerne mal zurückgreifen würde, wenn die heute "gesunden" Rassen an Homozygotie und Genverarmung leiden.....

    Es ist NIEMALS sinnvoll, (aus genetischer Sicht) eine (uralte) Rasse aussterben zu lassen, "nur" weil sie im Moment völlig verqueren Modemaßgaben ausgeliefert ist. Man sollte sie verbessern (Man denke daran: Zucht ist die "Erhaltung und Verbesserung einer Rasse") und wieder "lebensfähig " machen.

    Aber Aussterben lassen ist natürlich ein im Moment einfacher und unkomplizierter Weg.....

    Sorry: war doof ausgedrückt ;)

    Ich meinte: für alle Züchter im Verein GÜLTIG!

    Eben damit dann nicht jeder losrennt und mal eben 3 Hündinnen von einem zugelassenen Einkreuzungs-Rüden decken läßt, mehr als Regularium als als Freifahrtschein ;)

    Ich würde auch generell bei einem Gelenk-belastetem Hund mehr zur Kopfarbeit (gelegte Fährten verfolgen, versteckte Leckerlies, Bälle... aufspüren, zwischendurch etwas Unterordnung und ganz wichtig: einfach mal entspanntes "Nur Spazierengehen")

    Dein Hund hat eine Erwartungshaltung, klar!

    Aber wenn keine Bälle mehr fliegen, wird sie die schnell ablegen, ich glaube, Dir macht das mehr Probleme als ihr ;)