Also, mir fallen da spontan diverse Terrierrassen ein. Auch der Schnauzer - der hier lustigerweise wegen des Ponys als Qualzucht genannt wurde - gilt gemeinhin als ziemlich gesund.
Krankheiten kann man nie ausschließen. Aber es ist schon ein Unterschied, ob ein Hund von 100 Krankheit X bekommt oder jeder 2te.
Und ja, ich persönlich finde, dass auch Schäferhunde unter Qualzucht fallen. Ich jedenfalls würde mir nie ein Tier anschaffen, bei dem ich mit fast 100%iger Sicherheit schon bei der Anschaffung weiß: das bekommt mal Krankheit X.
Sollte es bei einer Rasse tatsächlich so sein, dass keine Erbkrankheiten bekannt sind, ist nur noch nicht intensiv genug gesucht worden.
Es gibt keine 100% "Erbkrankheitfreien" Rassen oder Mixe!
Denn einzelne Mutationen können immer autreten und sich erst unbemerkt verbreiten, wenn man Glück hat, wird´s schnell erkannt, entschlüsselt und entsprechend reglementiert, wenn´s erst spät erkannt wird, kann es mit Pech schon einen hohen Anteil der Population erwischt haben.
Aber trotzdem ist nicht alles mit "Qualzucht" gleich zu setzen.
In meinen Augen ist es Qualzucht, wenn eine erhebliche Einschränkung bei einem hohen Anteil der Tiere einer Rasse wissend in Kauf genommen werden, um äußere Merkmale besonders aus zu prägen.
Das wäre z.B. die Nicht vorhandene Nase beim Brachykephalen, das Steilheck in einigen DSH -Linien, die extreme Hautfaltenbildung (schon an sich wegen des Infektionsrisiko der Falten aber noch mehr, wenn mit anderen Krankheiten gekoppelt), die Double Merle -Zucht (inzwischen ja verboten) bei einigen Rassen, Extrem lange Ohren, extremes Fell, Spina bifida, nicht schließende Schädel-Frontanellen.....
Aussterben lassen sollte man Rassen deswegen nicht generell, aber sich (wie vielfach ja passiert) um vernünftige Rückzüchtung bzw. sinnvolle Einkreuzungen bemühen.