Beiträge von Cattlefan

    Danke für die Infos.

    Kann das ataktische laufen eigentlich als Erstsymptom auftreten über mehrere Tage und dann erst mit Fieber einhergehen? Hab hier leider grad einen solchen Fall in meinem Bestand also mit dem ataktischen laufen, und die TÄ und ich wissen uns nicht zu helfen. Der Zustand dauert schon eine Woche, und wir rechnen förmlich damit dass "es" ausbricht, aber es kommt nichts.

    Hm ein wenig gestresst bin ich nach deiner Aussagen allerdings schon.
    Vor ein paar Wochen hatte ich im Stall einen sehr hartnäckigen Husteninfekt, von dem sich allerdings glücklicherweise alle gut erholen konnten.
    2 Wochen später fing die Stute an mit den seltsamen Bewegungen.

    Wenn kein weiterer erkrankt ist, ist es nicht sooo naheliegend, dass es EHV sein muß, der TA sollte die Ataxie symptomatisch behandeln (wird er sicherlich auch tun) einen hohen Nasentupfer für Virus-Nachweis /-ausschluß und eine Serumprobe (evt nach 10 Tagen wiederholen) für Antikörper-Nachweis einschicken.
    Bei allen anderen Pferde des Bestandes JEDEN Tag Fieber messen!

    Hunde können Herpes übertragen (Tröpfcheninfektion), aber nicht daran erkranken. Deswegen sollten Hundesbesitzer auch die Ställe und deren Umfeld meiden. Wir hatten vor knapp 10 Jahren Herpes am Stall, das wünsche ich echt niemanden.

    Als passive Vektoren.
    Wenn ein Hund von einem Pferd angeschnaubt wird, zum nächsten Pferd rennt und das in seinem Fell rumwühlt, DANN kann ein Hund das Virus als passiver Vektor übertragen.
    Aber im Hund findet KEINE Virusvermehrung statt und es scheidet keine Herpesviren (also EHV) aus!

    Die wenigsten Herpes-Ausbrüche werden übrigens von außen in einen Pferdebestand herein getragen, sondern entstehen intern.
    80-90% aller Pferde sind lebenslang Träger des Virus, in bestimmten Situationen kann durch eine momentane Schwächung des Immunsystems (z.B. durch eine andere Krankheit, durch Parasitenbefall, Stress....) das Virus in seinen Rückzugsgebieten in den Nervenganglien aktiviert werden, es vermehrt sich und wird ausgeschieden. Andere stecken sich an. Die ersten infizierten bekommt man meist gar nicht mit, bis dann plötzlich viele Pferde hohes Fieber bekommen und die ersten anfangen, ataktisch zu laufen.

    Jede Tierart hat sein "eigenes Herpes-Virus", das für andere nicht pathogen ist (Ausnahme ist das "PHV" das porcine Herves-Virus, das bei Scheinen die "normalen" Infektionssyymptome hervorruft und bei Fehlwirten zu "Pseudowut" (Aujezky-Krankheit) führt.
    Hunde stecken sich also am Equinen Herpes Virus genau so wenig an wie Menschen

    Ich frage mich da auch... was ist der Unterschied, über "bepissten Asphalt" (Gehweg, Straße...) zu laufen (und dann z.B. in ein Restaurant zu gehen) zu über bepisste Rasenfläche laufen...

    Mann.... igrendwo müssen Hunde sich lösen dürfen! Genauso wie Kinder in Wald (benachbarte Mutter-Kind- Klinik ist diesbezüglich echt eine Erweiterung des Horizontes bei der Frage wie viele tempo-geschmückte Haufen / qm rumliegen können!)

    Bestimmte Dinge sollte man tunlichst vermeiden (Hausecken, Autofelgen, Straßenlaternen....) aber lasst den armen Hunden doch bitte die Bäume am Wegrand...

    Nicht jeder hält ewig durch bis zum nächsten garantiert öffentlich gestattetem Bäumchen im erlaubten Hunde-Gebiet!

    Vielleicht sollte man darüber nachdenken, beim "Gassi" alternativ zu Wasserflsche zum Nachspülen und Desinfektionsmittel) auch seinen eigenen Kunstrasen mit zu schleppen, damit der Hund sich auch absolut Gesellschaftskonform "lösen" darf...

    Ich denke, auf de "platten Land (vor allem in Nachbarschaften zu "Mutter- Kind- Kliniken") überwiegen die menschlichen Hinterlassenschaften die tierischen bei weitem!

    Ich denke auch, daß es genetisch bedingt ist, wie alt ein Lebewesen wird, egal ob Mensch oder Tier.
    Das soll natürlich kein Freibrief sein, Mensch oder Tier total ungesund zu ernähren. Aber länger leben, nur weil gesund ernährt wird, tut bestimmt kein Lebewesen.

    Ich denke einfach mal grundsätzlich, dass jeder Hund, jeder Mensch, jeder... mit jedem Schluck Wasser, jedem Atemzug eine Menge Giftkram in sich aufnimmt. Ein Organismus, der in der heutigen Zeit lebt, muß damit klar kommen können und kann das in der Regel ja auch. Um einige Jahre länger als Hund, Mensch... es noch vor ein paar Jahrzehnten konnte.

    Ernährung ist nur ein winziger Teil des Ganzen. Man sollte es schon so machen, dass es zum jeweiligen Tier passt (also weder Rinder mit Fleischmehl noch Hunde nur pflanzlich ernähren), aber man sollte keine Religion daraus machen!

    Ein gesunder Organismus sollte in der Lage sein, sich auch aus suboptimalem Futter das, was er braucht, raus ziehen zu können....

    In der Regel ist erhitzt sogar besser verdaulich, da dem Körper das "Denaturieren" von Proteinen und Kohlenhydraten "abgenommen wird, der Erhitzungsvorgang übernimmt quasi einen Part, der sonst von der Magensäure übernommen wird. Deswegen ist es bei alten, kranken oder schwerfuttrigen Hunden sogar eher GESUND, sie mit thermisch zubereitetem Futter zu ernähren.

    Einige Vitamine liegen dadurch nicht mehr in vollem Umfang vor, da muß man gegebenenfalls mit Pflanzenöl (Vit E) und Lebertran (Vit A und D) substituieren. Vit C brauchen Hunde nicht über Nahrung aufnehmen.

    Mineralstoffe werden NICHT zerstört durchs Erhitzen, nur wenn man kocht, sollte man das Kochwasser mit verfüttern, weil Mineralstoffe dann dadrin enthalten sein können (ausgewaschen)

    Ansonsten ist Erhitzen definitiv für die allermeisten Organismen nicht krankheitserregend!

    Ich würde schon alleine deswegen die Finger davon lassen weil Selektion auf Farbe als "Verkaufsschlager" schon immer der Beginn des Endes einer Rasse / eines Schlages / einer Linie..... war! Völlig unabhäänging davon, wie die Farbe entstanden ist (wobei ich auch an die "Weimeraner-Theorie" glaube.... :)