Beiträge von Cattlefan

    Ganz interessanter Beitrag über Wurmkuren.

    http://www.homoeotherapie.de/tiergesundheit…t/wurmtext.html

    Dabei:
    "Falsche Haltungsbedingungen, Krankheiten, Stress, aber auch psychische Belastungen können das Immunsystem schwächen und Würmer können (die Betonung liegt hier auf können) sich im Darm ansiedeln."

    wird gerne mal unterschlagen, dass die problematischten Stadien der Würmer nicht die adulten im Darm sind. sondern die juvenilen Stadien, die im Körper, in den Gefäßen, Organen etc. umher irren.

    Bis das Immunsystem verhindert, dass sie sich im Darm ansiedeln, haben sie schon massig Schäden verursacht.... teilweise irreperabel

    Reicht ein gesundes Immunsystem nicht diese zu bekämpfen?

    Nicht sicher bei dem heutigen Infektionsdruck!

    Übrigens auch nicht bei alten, gebrechlichen Hunden, deren Immunsystem und Organismus auch anderes zu tun hat, als sich mit Parasiten rum zu schlagen!

    Übrigens: Alle 3 Monate "auf Verdacht" entwurmen halte ich nicht für all zu sinnvoll, bei einem Hund, der das gut verträgt aber nicht für schädlich! Ich würde das nicht tun, würde es aber auch keinem ausreden, der gute Gründe dafür hat (Therapiebegleithund, Kleinkinder im Haushalt...)

    Welchen Nutzen Hunde haben? Oh, die diversen Therapiehunde, Blindenhunde, Assistenzhunde, etc muss ich dir echt aufzählen?
    Der "normale Familienhund" der den Kindern der Familie als Trost dient, dem sie ihre Probleme erzählen, der sie glücklich macht. Der Hund der seinen Besitzer aus den Depressionen hilft, der in der Trauerarbeit hilft, etc etc.

    Der Wolf tut das nicht.

    Der Wolf macht viele Naturliebhaber glücklich!

    Zeigt ihnen, dass es doch noch die Möglichkeit gibt, gesunde Ökosysteme überleben zu lassen, auch wenn "die Krone der Schöpfung" alles tut, um das zu verhindern...

    Er belebt die Wälder...

    Das tun Hunde alles nicht.....

    Das ist natürlich traurig, aber was hilft es seinen Hund nur ein- oder zweimal im Jahr nen Entwurmungsmittel zu geben wenn er sich die anderen 363 Tage im Jahr trotzdem problemlos Würmer/-eier einfangen kann? Da müsste man wenn mans prophylaktisch machen will ja täglich welches geben damits auch wirkt

    Weil dann die Wurmbelastung nocht so extrem hoch wird sondern im Rahmen gehalten wird, so dass trotz hohem Infektionsdruck das Immunsystem damit klar kommen kann!
    Wenn ich JETZT eine Wurmkur verabreiche, ist der Darm auf jeden Fall (bei einem vernünftigen Breitbandpräparat) erstmal "wurmfrei".

    Die die der Hund JETZT aufnimmt, haben eine gewisse Zeit der Entwicklung im Körper (incl. Körperwanderung) vor sich, wo das Immunsystem (jetzt ja netterweise entlastet, weil es sich nicht mit den Alten Würmern im Darm abplagen muss ;) ) angreifen kann.

    Beispiel (auch, wenn es kein Hund ist):

    Der 2jährige Hengst meiner Schwester war immer arg ruhig und zurückhaltend, guter Futterzustand, schönes Fell...., hatte von Zeit zu Zeit leichte Koliken, nichts wildes...

    Kot- und Urin wurde mehrfach eingeschickt.

    Immer negativ, Blut leicht anämisch, aber nur minimal....

    Plötzlich fing er (in der Behandlung einer leichten Kolik) an extrem heftig zu reagieren, schwitzte von jetzt auf gleich aus allen Poren, wollte sich nur noch hinschmeißen...
    20 min später war er in der Klinik, kam sofort auf den OP-Tisch:

    Er hatte ein unterarm-dickes Aneurysma im Magen hervorgerufen durch eine Thrombose in der Baucharterie. In dem Moment, wo er so heftig anfing zu Koliken hat sich diese Arterie komplett verschlossen, der Darm war nicht mehr durchblutet von einer Sekunde auf die andere. Pepe wurde auf dem OP-Tisch euthanasiert.

    Diese Thrombosen werden hervor gerufen durch Strongylus vulgaris. Einem Parasiten, der in Deutschland als so gut wie ausgerottet galt, aber wieder auf dem Vormarsch ist. Weil er in Kotproben in der Regel nicht gesehen wird (auch keine Eier von ihm).

    Freunde von mir hatte sich ein Kaltblut 5 jährig gekauft, etwas verfettet aber sonst alles prima.

    Nach 5 Wochen hatte sie eine Kolik, die ganz unspektakulär anfing aber immer schlimmer wurde.

    Der Haus-TA hatte bei der 3. Nachuntersuchung dann den Handschuh VOLLER Spulwürmer, das Pferd wurde in die Klinik überwiesen und dort, da keine OP-Erlaubnis (wegen sauschlechter Prognose) euthanasiert. Der Darm war voll von Spulwürmern, sie haben den Darm völlig blockiert. Kotprobe 3 Wochen vorher war negativ!

    Andere Freunde haben ihren Absetzer wegen einer Kolik verloren, er wurde vom TA vor Ort obduziert: Spulwürmer hatten sich durch die Darmwand gearbeitet und ettliche Abszesse in der Bauchhöhle verursacht, von denen einige aufgegangen waren.....

    Nein... ich vertraue Kotproben NICHT zu 100% und mir ist ein bisschen Chemie einmal im Jahr (welche von meinen Hunden gut vertragen wird) 10.000 mal lieber als Krankheiten durch unbemerkte Parasiten!

    Ach ja... natürlich gibt es keine Links, aber ich war bei allen 3 Fällen anwesend, außer in der Klinik bei Flicka, der Kalti-Stute.

    Hmm und das bringt dir genau ... was?

    Es entfernt die Wurmbürde, die z.Zt. vorhanden ist, macht den Hund in diesem Moment parasitenfrei und entlastet auf diese Weise (vorrübergehend) das Immunsystem, das sich IN DIESEM MOMENT nicht mit Endoparasiten beschäftigen muß.
    Abgesehen davon gibt es bei mir von Zeit zu Zeit Welpen und ich für meinen Fall will nicht verantworten, dass se mit (noch juvenilen) Parasiten, die sie sich von der Verwandtschaft geholt haben, an ihre zukünftigen Besitzer abgegeben werden.

    Ich entwurme NICHT prophylaktisch aber einmal jährlich, weil ich SICHER bin, dass der ein oder andere "Wurm" durch die Därme kriecht und sich vermehrt (Ein Spulwurmweibchen setzt pro Tag bis zu 100.000 Eier ab!) und den kann ich dann killen ;)