Der größte Unterschied zum Rüden ist meiner Meinung nach die Kontrollmöglichkeit durch den Menschen.
Nein, der größte Unterschied ist, dass man nicht 50% aller Pferde mehr oder weniger einzeln draußen halten kann.
Denn in Riechweite von Stuten (oder an Wegen wo oft Stuten vorbeigeritten werden) kann man bei weitem nicht jeden Hengst gemütlich in einer netten "Männer-Herde" halten. Das geht ganz gut bis sie 3 oder 4jährig sind, dann fangen viele (nicht alle!) an, Ansprüche zu stellen: "Meine Stuten, Mein Platz, Meine Weide.....)
Und Hengstkämpfe, vor allem, wenn der unterlegene nicht abhauen kann, können gerne mal tödlich ausgehen.
Da die wenigsten Menschen ihre Pferde aber selber halten können, ist es ganz einfach sicherer und auch sehr viel entspannter für die Tiere, wenn sie Wallache sind.
Aber einjährig finde ich auch zu früh, zu spät (ab 4 Jahre aufwärts) leiden die Kerle meist aber deutlich stärker unter einer Kastra und die Wahrscheinlichkeit vom Auftreten von Problemen ist größer (Darmvorfall, starke Nachblutungen....)
Ich habe übrigens selber 21 Jahre lang einen Hengst gehalten, überwiegend in Eigenregie nur 2 Jahre zwischendurch in einem Stall.
Es ist bemerkenswert: ALLES, was so passiert, ist Schuld des Hengstes: Die Mädels kriegen ihre rossigen Stuten nicht vorwärtsgeritten, weil auf der Koppel neben dem Reitplatz friedlich der Hengst grast.
Die Wallache kriegen sich inne die Flicken: der Hengst ist Schuld.....