Beiträge von Cattlefan

    Ich kann mir immer nicht vorstellen, dass jemand nicht regelmäßig nach seinen abfohlenden Tieren schauen geht.

    Gerade bei den Robustrassen werden die Stuten oft auf der Koppel gedeckt. Das heißt: Hengst steht mit seinem Harem auf Weide und deckt von Zeit zu Zeit. Mal mehr, mal weniger erfolgreich.
    Da wissen die Züchter dann im Frühjahr oft gar nicht, ob die Stute tragend ist oder nur einen Grasbauch hat und schon gar nicht, WANN mit dem Fohlen zu rechnen ist.
    Aufeutern kann eine Stute 2 Stunden vor der Geburt, ohne dass man vorher irgendwelche Anzeichen gesehen hat....

    Das Gewicht des Fohlens ist abhängig davon, ob es ausgetragen oder zu früh geboren wurde und ob es normal entwickelt war.

    Das Gewicht eines (lebensfähig geborenen) Fohlens beträgt im Schnitt ca. 10% des Körpergewichtes der Stute.

    Ich kann mir immer nicht vorstellen, dass jemand nicht regelmäßig nach seinen abfohlenden Tieren schauen geht.

    Auch ohne Wölfe passiert es sehr häufig, dass Stuten, die im 6./7. Monat nach Untersuchung eindeutig tragend waren, kein Fohlen zur Welt bringen.
    Einzige Erklärung: Irgendwann danach auch Koppel "mal nebenbei" verfohlt, die Frucht hat sich (incl Eihäute und Nachgeburt) schneller eine säugende Füchsin oder ein paar Krähen oder auch streunende Hunde geholt als man den Abort gefunden hat.

    Ich persönlich denke, dass KEINE Herde "zugelassen" hätte, dass irgendein Beutegreifer ein lebendes Fohlen in ihrer Mitte tötet und VOR ORT genüßlich vertilgt. Sie hätten ein gerissenes Fohlen außerhalb der Reichweite der Herde gebracht.

    Ein totgeborenes Fohlen wird nicht verteidigt, das kann das Raubtier (welches auch immer) in Ruhe vor Ort verzehren.....

    @blubbb Die Frage finde ich Interessant! Ich finde es unmenschlich dass man ein Lebewesen aus Spaß oder reinen Hass verstümmelt oder gar langsam umbringt.

    Tierquälerei macht mich generell auch sehr wütend. Immer das, was ich unter Tierquälerei verstehe.

    Das ist (um vor der eigenen Haustür zu bleiben) Massentierhaltung incl. den Fließband-Schlachtungen nach stundenlangem Transport, Extremauswüchse im Reitsport etc...

    aber auch das "zu Tode lieben" von Tieren, die dann depressiv und überfüttert in der Gegend rumwatscheln, das Nichtverstehen eines Arbeitstieres, das nicht entsprechend (und nicht zur Ruhe und Entspannung erzogen) unausgelastet diverse Kompensationsmechanismen auffährt, Käfig-/ Volieren Haltung von Vögeln und sehr vieles mehr.

    Aber es existiert und wenn ich mich noch so darüber echauffiere: es wird weiter existieren!

    Das einzige, was ich machen kann, ist, es FÜR MICH besser zu machen.

    Ich lass es diese Woche ruhig angehen (Mo und Mi je 5 km langsam getrottet (so 26 - 27 min)
    Samstag will ich wieder weiter, mal schaue, 12 oder 15 km.....

    Aber in Ruhe ;)

    Danach will ich wieder die längeren Strecken laufen (20 - 23 km), zumindest Samstags, aber nicht auf Zeit, einfach nur so da durch traben.

    Und irgendwann dieses Jahr mal die 30km Marke erreichen :D

    Bei meinen Nachbarn gibt es auch 2 solche "Scheidungskinder"
    Die Frau ist ausgezogen und hat die Hunde (9 und 10 Jahre alt) in ihrer gewohnten Umgebung gelassen bei ihrem Ex. Obwohl sie die Hauptbezugsperson ist.

    Den Hunden zu Liebe!

    Sie kommt mindestens jeden 2. Tag und holt die Hunde für einen langen Spaziergang ab. Und bringt sie dann direkt wieder in ihr zu Hause.

    Mit dieser Regelung sind alle zufrieden.

    Mit (Klein-)Kindern würde ich die Situation des Hundes auch nicht vergleichen, wohl aber die der HH mit der von Etern mit Kindern, die sich trennen: Man muß dann einfach mal seine eigenen Belange hinten an stellen (von wegen "auf ewig mit dem Ex verbandelt sein") und das Wohl des Hundes (oder eben der Kinder) über die eigenen Befindlichkeiten stellen.

    Der größte Unterschied zum Rüden ist meiner Meinung nach die Kontrollmöglichkeit durch den Menschen.

    Nein, der größte Unterschied ist, dass man nicht 50% aller Pferde mehr oder weniger einzeln draußen halten kann.
    Denn in Riechweite von Stuten (oder an Wegen wo oft Stuten vorbeigeritten werden) kann man bei weitem nicht jeden Hengst gemütlich in einer netten "Männer-Herde" halten. Das geht ganz gut bis sie 3 oder 4jährig sind, dann fangen viele (nicht alle!) an, Ansprüche zu stellen: "Meine Stuten, Mein Platz, Meine Weide.....)
    Und Hengstkämpfe, vor allem, wenn der unterlegene nicht abhauen kann, können gerne mal tödlich ausgehen.

    Da die wenigsten Menschen ihre Pferde aber selber halten können, ist es ganz einfach sicherer und auch sehr viel entspannter für die Tiere, wenn sie Wallache sind.
    Aber einjährig finde ich auch zu früh, zu spät (ab 4 Jahre aufwärts) leiden die Kerle meist aber deutlich stärker unter einer Kastra und die Wahrscheinlichkeit vom Auftreten von Problemen ist größer (Darmvorfall, starke Nachblutungen....)

    Ich habe übrigens selber 21 Jahre lang einen Hengst gehalten, überwiegend in Eigenregie nur 2 Jahre zwischendurch in einem Stall.
    Es ist bemerkenswert: ALLES, was so passiert, ist Schuld des Hengstes: Die Mädels kriegen ihre rossigen Stuten nicht vorwärtsgeritten, weil auf der Koppel neben dem Reitplatz friedlich der Hengst grast.
    Die Wallache kriegen sich inne die Flicken: der Hengst ist Schuld.....