Meine Hündinnen (2 "noch ganz", eine kastriert) leben sehr einträchtig miteinander. Die alte, kastrierte ist unangefochtener "Leithund".
Zum harmonischen Miteinander gehört es meiner Meinung nach, dass auch mal gegrummelt wird oder eine Lefze hochgezogen wird, immer nur "Friede, Freude, Eierkuchen" ist in meinen Augen keine Harmonie, sondern eher unterdrückte Gefühle.
Wenn es was zum Knabbern gibt, sind die Mädels zusammen, der Rüde getrennt, weil der Ressourcen verteidigen würde.
Vor einigen Monaten kam es am Strand zu einem Vorfall: Die Alte trug ein Stöckchen mit sich rum, das tut sie am Strand öfters. Die damals 4 jährige (die eigentlich am wenigsten zu sagen hat und noch NIE gegen die Alte irgendwas gesagt oder getan hat) ist plötzlich ohne irgendein Anzeichen vorher über sie hergefallen und hat sich in ihrem Hals verbissen (Dank viel Unterwolle gab es nur kleine Kratzer). Sie war nur unter extremer Kraftaufwendung meinerseits los zu bekommen.
Ich war schon sehr irritiert, was da plötzlich los gewesen ist, kurze Zeit später hatte ich mit der Alten einen Termin in der Klinik (war schon vorher vereinbart gewesen) zwecks Herzuntersuchung.
Sie hat ein leichtes Herzproblem und ist seitdem auf entsprechende Medikamente eingestellt. Und die Lütte hat nie wieder versucht, ihr gegenüber auf zu mucken.
Ich denke, dass die Kleine einfach "die Gunst der Stunde" gespürt hat, dass sie "aufsteigen" könnte im Rudel.
Die Ursachen solcher plötzlichen Fights können sehr unterschiedlich sein, deswegen generell zu sagen, dass 2 Mädels, die sich mal "richtig" gezofft haben, nicht mehr zusammenleben können, halte ich für absolut übertrieben.