Beiträge von Cattlefan

    Meine Hündinnen (2 "noch ganz", eine kastriert) leben sehr einträchtig miteinander. Die alte, kastrierte ist unangefochtener "Leithund".

    Zum harmonischen Miteinander gehört es meiner Meinung nach, dass auch mal gegrummelt wird oder eine Lefze hochgezogen wird, immer nur "Friede, Freude, Eierkuchen" ist in meinen Augen keine Harmonie, sondern eher unterdrückte Gefühle.

    Wenn es was zum Knabbern gibt, sind die Mädels zusammen, der Rüde getrennt, weil der Ressourcen verteidigen würde.

    Vor einigen Monaten kam es am Strand zu einem Vorfall: Die Alte trug ein Stöckchen mit sich rum, das tut sie am Strand öfters. Die damals 4 jährige (die eigentlich am wenigsten zu sagen hat und noch NIE gegen die Alte irgendwas gesagt oder getan hat) ist plötzlich ohne irgendein Anzeichen vorher über sie hergefallen und hat sich in ihrem Hals verbissen (Dank viel Unterwolle gab es nur kleine Kratzer). Sie war nur unter extremer Kraftaufwendung meinerseits los zu bekommen.

    Ich war schon sehr irritiert, was da plötzlich los gewesen ist, kurze Zeit später hatte ich mit der Alten einen Termin in der Klinik (war schon vorher vereinbart gewesen) zwecks Herzuntersuchung.
    Sie hat ein leichtes Herzproblem und ist seitdem auf entsprechende Medikamente eingestellt. Und die Lütte hat nie wieder versucht, ihr gegenüber auf zu mucken.

    Ich denke, dass die Kleine einfach "die Gunst der Stunde" gespürt hat, dass sie "aufsteigen" könnte im Rudel.

    Die Ursachen solcher plötzlichen Fights können sehr unterschiedlich sein, deswegen generell zu sagen, dass 2 Mädels, die sich mal "richtig" gezofft haben, nicht mehr zusammenleben können, halte ich für absolut übertrieben.

    Also, meine Hunde würden es vor mir merken, wenn irgendwo ein Hund kommt... vor allem am Strand. Finde ich schon merkwürdig, irgendwie.

    Mmh, finde ich trotzdem komisch. Würde sie auch in andere Hunde rasen?


    Meine merken mit ihren viel schärferen Sinnen auch viel früher irgendwelche Dinge in der Umgebung. Die, die sie scheinbar "nicht bemerken" sehen/ riechen/ hören/ fühlen sie schon, beachten sie aber nicht, weil sie es in ihren Augen nicht Wert sind, beachtet zu werden.

    Ganz ehrlich: ich würde dem Hund deutlich mehr Freiheit geben. Freiheit, auch mal seine eigenen Fehler machen zu können, wie z.B. in einen Zaun reinbrettern.
    So, wie Du es handhabst, lernt sie keine "Bindung", sondern sie lernt, auf Dich zu achten, anstatt auf ihre Umgebung. Und zwar AUSSCHLIESSLICH auf Dich. Das ist in meinen Augen keine gesunde Beziehung sondern ein durch ständiges Gängelband herbeigeführtes Abhängigkeitsverhältnis. Kurz Der Hund wird dumm (in Bezug auf seine Umwelt) gehalten, damit er den Menschen extrem braucht. Der Hund wird unfähig, eigene Entscheidungen zu treffen.

    Mein Rat: Mach Dich einfach mal locker in Bezug auf Deinen Hund, alles, was ich bisher gelesen habe von Dir klingt sehr verkrampft und unentspannt.

    Mein Rüde entspricht diesbezüglich seinem Rassestandard: Er findet andere Menschen überflüssig.
    Wenn die sich anbiedern wollen, schaut er pikiert und weicht direkteren Annäherungsversuchen dann aus. Für ihn existiert nur ein Mensch auf dieser Welt und das bin ich ;)

    Seine Mutter und seine Schwester finden Menschen obersuperspitzenklasse!
    Wenn sie dürften, würden sie zu jedem hin rasen, ihm begeistert um den Hals fallen und erwarten, im Gegenzug gestreichelt und angesprochen und natürlich gefüttert zu werden :D

    (Nebenbei: sie dürfen das natürlich nicht ;) )

    Meine Alte findet Menschen ok. Wenn wer sie streicheln will, dann geht das in Ordnung, sie biedert sich aber nicht an.

    Je nach Gegenüber würden entweder meine überschwenglichen Damen oder mein zurückhaltender Kerl als "menschenfeindlich" gesehen werden. Der Herr, weil er sie doof findet, die Damen, weil sie (könnten sie wie sie wollten) rasant auf jeden zustürmen und den bedrängen würden.

    Da mein Rüde in Stresssituationen durchaus mal abschnappen könnte, könnte er wohl als "menschenfeindlich" durchgehen, ich lasse es allerdings nicht soweit kommen.
    Als er letztes Jahr 5 Tage in einer Klinik logieren musste, war er übrigens ganz schnell der Liebling aller, wenn ich über längere Zeit weg falle, ändert er wohl sein Verhalten Fremden gegenüber!
    Ein Überlebenskünstler! :D

    Meine Güte,was soll sie denn noch machen?


    Den Hund nicht alleine und unbeaufsichtigt rauslassen, denn laut ihrer Aussage ist der Hund nur alleine im Garten so aggressiv oder was auch immer (da er es in Begleitung "seiner" Menschen nicht sein soll, würde ich auf ein "Unsicherheits-Problem schließen und den Hund schon deswegen nicht mehr alleine rauslassen, weil er mit der "Verantwortung" das Grundstück zu bewachen ziemlich zu überfordert zu sein scheint.)

    Es geht nicht darum, ob Du den Hund "verpfuscht" hast oder wer anderes!

    DU hast duie Frage gestellt nach einer Situation, die Du nicht unter Kontrolle haben könntest, die Antwort gefällt Dir nicht.

    Ob DEIN Alltag mit "so einem Hund" schwer ist oder nicht: DU hast ihn gewählt! Finde ich prima, aber nichtsdestotrotz DEINE Entscheidung mit alle (eventuellen) Folgen.

    Ist denn eine sachliche Beantwortung auf Deine Frage in Deinen Augen eine Provokation?

    Werden die gestandenen Polizisten die Schießübungen absolvieren müssen regelmäßig unter Druck und die nun noch echt anderes gewohnt sind vor angst sterben?


    Sie werden zu Protokoll geben (ungünstigstenfalls), dass der Hund sich sehr stark aggressiv gebärdet, sich die Nachbarn zu Recht bedroht sehen und das ganze wird dasnn seinen weiteren Gang gehen. Mit welchem Ausgang ist ungewiss, aber lästig und Zeitaufwendig wird es alle Male werden.