Meine Alte hat das linke Hinterbei amputiert, seit sie 2 Jahre alt ist, vorher war es gelähmt. Fast vollständig, im Schritt war eine Belastung möglich, im Trab oder Galopp ist das Bein "leblos"hinterher geflogen, deswegen habe ich es zum Fahrradfahren und bei Spaziergängen unter den Bauch hoch gebunden.
Mit 2 Jahren hatte sie (mal wieder) eine Verletzung (sie hatte ja kein Gefühl in dem Bein), diesmal fing sie an es an zu fressen, nachdem sie sich über Nacht 2 Zehen abgenagt hat, habe ich ihr tags darauf das Bein amputieren lassen.
Viele haben mich gewarnt: Sie wird nicht laufen können, das andere Bein wird überlastet werden und kaputt gehen, die Hüfte wird drunter leiden.......
Mochte ja alles sein, aber so ging es nunmal nicht weiter!
Sie ist seit inzwischen 10 Jahren amputiert, sie ist weiter am Fahrrad mit gerannt, spielt und tobt, macht alles ganz genau wie ander Hunde auch. Sie gibt im Rudel den Ton an, keiner der anderen wagt, ihren Status au zu zweifeln, obwohl sie nie "handgreiflich" wird.
Oft, wenn Fremde sie laufen oder Toben sehen, fällt ihnen erst nach 20 - 30 min auf, dass sie ja 3 Beinig ist!
Sie ist ein fröhlicher, vergnügter, lebhafter, quietschfideler Hund, sie hat keinerlei Einschränkungen durch ihre Dreibeinigkeit, abgesehen davon, dass sie nicht lange Strecken schwimmen kann/ mag.
Inzwischen ist sie etwas ruhiger, aber das liegt am Herz (wird behandelt), das rechte Hinterbein und die Hüfte sind ok (die Hüfte, soweit sie es nach einer ca. 25fachen Trümmerfraktur sein kann
)
WENN die einzige Option, dem Hund noch ein weiteres Leben zu bieten die Amputation ist, würde ich das tun. SOLLTE der Hund damit wider Erwarten nicht klar kommen, muss man entsprechende Konsequenzen schließen (von Bewegungseinschränkung über Rolli bis Euthanasie).
Edit: Sie ist ein Border Collie * Cattle Mix und wiegt (ohne das Bein
) ca. 20 kg)